Pferdespaß
Vierspänner

Die heutige Pferdepoesie ist wieder ein Gedicht, das William Ogilvie, ein schottischer Erzähldichter und Pferdefreund, 1898 schrieb. Diesmal etwas Beschwingteres, zum Beweis, dass er auch eine leichtere Seite hat.
Vierspänner
Manche mögen den Einspänner
oder ein Zweigespann, nicht zu wild;
doch lasst die Vorderwaagen klingen –
für mich ist es der Vierspänner;
Mit ebener Straße und munterer Fracht,
deren Chorgesang den Takt schlägt
zu den hufgeschlagenen Sternen, den rasselnden Waagen
und dem Klang der Hufe der Rotschimmel!
Wir werden unterwegs manche Gefahr treffen –
und vielleicht mehr, als wir ahnen;
doch wir verlangen nur starkes Geschirr
und Raum, das Gespann zu lenken.
Ich gebe Zügel und gebe erneut
und lasse die Peitschenschnur frei wirbeln,
bis jeder Ort mein Tempo kennt –
meine vier Rotschimmel und ich!
Unser Leben ist zu kurz zum Träumen,
und das Leben zu schnell für Tränen,
wenn die ganze weite Welt vorbeifliegt
jenseits der Ohren unserer Vorderpferde;
Der weiße Staub wirbelt, um uns zu blenden,
das Kutschdach schwankt und taumelt,
doch der Kummer bleibt hinter uns
unter unseren dröhnenden Rädern!
Bei Tag soll uns die Sonne leuchten,
die Gipfel der Freude uns leiten;
kein Sturm hat die Macht, uns zu treffen,
so schnell rasen und fahren wir!
Bei Nacht, durch wirbelndes Mondlicht,
spotten wir der Millionen Sterne,
während all die Kobolde des Glücks grinsend
rittlings auf unseren Ortscheiten sitzen!
So hebt die Decken von den Roten
und reicht mir die Peitsche herauf;
lasst die Köpfe der stürmenden Vorderpferde los
und lasst die Schönen laufen!
Ein Hoch auf schaumbeperlte Schultern
und Augen, in denen wilde Feuer glühen!
Wir jagen die Rotschimmel rund um die Welt,
bis der Tod das Gespann pariert!
Großartige Bilder
Es ist klar, dass Ogilvie ein Pferdemann war, und ich genieße die Bilder, die er mit seinen Worten malt, sehr. Wenn Ihnen das gefallen hat, mögen Sie vielleicht auch das düsterere How The Chestnut Horse Came Home.
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen