Interviews
Ainslie Gilles – Interview mit der Pferdekünstlerin & Fotografin
1. Ihr Name & wo Sie leben
Ainslie Gilles. Durch meine Kunst und Fotografie bin ich auch als „AinslieG“ bekannt.
Ich wurde in Sydney, Australien, geboren und lebe noch immer dort, in einem ruhigen, grünen Vorort, zentral gelegen zu fast allem, was sich rund um Pferde und Kunst in und um Sydney abspielt.
2. Website & Orte, an denen man meine Arbeiten findet
Meine offiziellen Websites sind: www.ainsliegartistry.webs.com & www.ainsliegphotography.webs.com
Sowohl meine Kunst als auch meine Fotografie sind recht häufig im Internet zu finden, unter anderem hier:
FineArtAmerica: Ainslie Gilles
Red Bubble: AinslieG
Webshots: AinslieG
Fotocommunity: AinslieG
iDrawandPaint: Ainslie Gilles
Wetcanvas und mehr.
3. Erzählen Sie uns ein wenig über sich – was ist Ihr Hintergrund?
Gern; als Kind habe ich es geliebt, zu zeichnen und kreativ zu sein – wie die meisten Kinder. Aber mit 12/13 begegnete ich dem Arabischen Pferd und mit 14 Tammy (siehe Frage 11), und die beiden holten offenbar die Künstlerin in mir hervor. In diesem zarten Alter beschloss ich, mich ganz meiner Kunst zu widmen – mit der Konzentration, dem Antrieb und dem Ehrgeiz, die beste Künstlerin zu werden, die ich sein kann.
Ich bin größtenteils Autodidaktin, aber Kritik ist mir willkommen: Ich lerne ständig dazu und werde besser!
Ich hatte unglaubliches Glück, dass meine Familie meine Leidenschaften (einschließlich eigener Pferde) all die Jahre hindurch unterstützt und gefördert hat. Außerdem war ich buchstäblich seit meiner Babyzeit von den schönsten und besonderen Tieren umgeben (Familienhunde, Katzen, Kaninchen usw., einige davon aus dem Tierschutz). Ich empfinde eine tiefe Liebe und Achtung für alle Tiere.
Ich bin von Natur aus sehr kreativ, abenteuerlustig und neugierig, bin deshalb um die ganze Welt gereist, habe mich an vielen Dingen versucht, mich immer angespornt, es besser zu machen, und bin immer wieder erstaunt und voller Ehrfurcht vor Mutter Natur!

4. Wie alt sind Sie und wie lange sind Sie schon Künstlerin?
Ich bin 29 und schaffe seit meinem 14. Lebensjahr ernsthaft Kunst – das heißt, es sind inzwischen fünfzehn Jahre, und was für ein Privileg das ist! Ich werde nie aufhören, meine Kunst zu schaffen.
5. Sind Sie Hobby- oder Berufskünstlerin?
Ich betrachte mich als professionelle Künstlerin, denn ich habe meine Kunst verkauft und tue es weiterhin, außerdem nehme ich Auftragsarbeiten an. Und ich bin nicht nur innerhalb Australiens eine nationale Künstlerin, sondern inzwischen auch international tätig.
6. Wann haben Sie angefangen, Pferde zu zeichnen?
Sehr früh: Meine Eltern haben einige Pferdezeichnungen aus meiner Grundschulzeit aufbewahrt – aus dem Alter von sechs, acht, zehn Jahren usw.
Ich schätze, wenn man von klein auf und die ganze Kindheit hindurch mit Pferden zu tun hat, beeinflusst das, was man zeichnet!
7. Gibt es eine Rasse, die Sie als Motiv bevorzugen?
Ja! Das Arabische Pferd ist mein Leben und meine Liebe, meine Leidenschaft und meine Obsession! Natürlich halte ich nichts davon, mich nur auf diese Rasse zu beschränken, aber sie ist ganz sicher mein Daseinsgrund.
Ich habe einen Haflinger in Pastell gezeichnet (eine Rasse, die ich anbete!) und Arbeiten für die Shetland Society geschaffen, dazu Englische Vollblüter und ein Australian Riding Pony. Einen Friesen oder Andalusier habe ich noch nicht gezeichnet; beide Rassen bewundere ich, und sie sind ganz sicher Ziele für künftige Arbeiten. Aber ehrlich gesagt: Wenn ich einen Araber ansehe, überkommt mich ein kreatives Gefühl wie bei keinem anderen!

8. Wie wurde das Arabische Pferd so wichtig für Sie & Ihre Kunst?
Als Kind habe ich alle Pferderassen der Welt verfolgt und nachgelesen – in den zahllosen Pferdebüchern, die ich standardmäßig zum Geburtstag und zu Weihnachten bekam –, sodass ich das Arabische Pferd immer im Blick hatte. In der Highschool lernte ich den Araber dann leibhaftig kennen, und es passierte so etwas wie „ein Blick, und es war um mich geschehen“!
In dem Jahr, in dem ich auf die Highschool kam, lernte ich ein Mädchen kennen, dessen ältere Schwester eine Anglo-Araber-Stute hatte, die ich als 12/13-Jährige für so ziemlich das schönste Geschöpf hielt, das ich je gesehen hatte! Ich besuchte 1993 die Australian Arabian Championships, und als ich über das Gelände ging und andere Teilblut- und Vollblutaraber sah, war das der entscheidende Moment für mich: Ich wusste, der Araber war „meine Rasse“ – mit Herz und Seele. Und so begann es – ich lernte alles über sie, was ich konnte: ihre Geschichte, Blutlinien/Familien, was in welchem Land gezüchtet wurde usw. 1995 lernte ich dann Tammy kennen (siehe wiederum Frage 11), und buchstäblich zur selben Zeit begann meine Reise mit einem wunderschönen Vollblutaraber-Wallach namens Zenith! Ich war im siebten Himmel – ich lernte nicht nur alles über den Araber und zeichnete ihn, sondern hatte nun auch das Privileg, jeden Tag nach der Schule, an Wochenenden und in den Ferien mit Zen zusammen zu sein! Er hat mir viel über die Rasse beigebracht und darüber, warum so viele von uns sich in sie verlieben.
9. Was ist Ihr hauptsächlicher Stil als Künstlerin?
Ich nenne meine Kunst „zeitgenössische realistische Interpretationen“: Ich strebe eine korrekte Pferdeanatomie an, bin aber in meinem Stil und meinen Techniken mit den gewählten Medien freier.
Ich verspüre nicht das Bedürfnis, jede Ader oder jedes Haar einzuzeichnen – jedes Detail, das das Kunstwerk ersticken könnte. Ich möchte, dass meine Kunst ausdrucksstark und texturreich ist und meine Persönlichkeit und meinen Humor durchscheinen lässt. Ich will kein Foto reproduzieren – ich bin Fotografin, ich kann also ein gutes Foto machen!

Mich fasziniert auch das Spiel von Licht und Schatten ohne Ende, und das ist in den meisten meiner Arbeiten zu sehen. Ich wähle meine Referenzfotos tatsächlich mit diesem Gedanken aus, um ein Kunstwerk zu schaffen, das sich auf den starken Kontrast von Licht und Schatten konzentriert. Ich glaube, das verleiht mir als Künstlerin auch einen sehr unverwechselbaren Stil – ohne dass das je ein Ziel gewesen wäre. Es hat sich einfach so entwickelt und scheint ein weiterer Weg zu sein, auf dem ich mein feines Auge für Licht gern erkunde.
Ich sage gern, meine Kunst „atmet“: Spuren dürfen bleiben, Fehler dürfen sichtbar sein, die Eigenschaften des Mediums bleiben, wie sie sind (zum Beispiel die Unebenheit von Kohle auf dem geschliffenen Pastellpapier und das Nichtverwischen des Pastells), und das Kunstwerk darf nicht perfekt sein – so etwas gibt es ohnehin nicht –, aber ich möchte, dass es so aussieht, wie es entstanden ist: von meinen Händen.
10. Sie arbeiten mit mehreren verschiedenen Medien – welche sind das, und haben Sie ein Lieblingsmedium?
Die Medien, mit denen ich am meisten arbeite, sind Pastell, Kohle, Graphit, Farbstift und Tusche. Ich arbeite auch in Mischtechnik, bei der ich alle genannten Medien in einem Kunstwerk kombiniere. In der Vergangenheit habe ich mit Öl-, Acryl- und Aquarellfarben gearbeitet, aber trockene Medien sind meine Vorliebe und mein Favorit, und unter den trockenen Medien stehen Pastell und Kohle ganz oben auf meiner Liste.

11. Wer/was sind Ihre wichtigsten Einflüsse/Inspirationen?
Meine liebste Freundin und ebenfalls Araber-Künstlerin Tammy Rattray ist mein erster und wichtigster Einfluss. Ich lernte Tammy mit 14 kennen, indem ich ihr schrieb, nachdem ich ihren „Leserbrief“ in einer alten Araber-Zeitschrift gesehen hatte, die man mir gegeben hatte. Seitdem schreiben wir uns und sind inzwischen Freundinnen fürs Leben. Von Anfang an hat Tammy mich und meine Kunst stets ermutigt und unterstützt – von meinen ersten (sehr laienhaften!) Zeichnungen bis heute.
Ich werde auch von vielen verschiedenen Künstlern beeinflusst, aus Vergangenheit und Gegenwart. Ich schaue mir ständig die Arbeiten anderer Künstler an – nicht um zu kopieren, sondern um Geist und Augen für verschiedene Stile, Techniken und Sichtweisen auf mein Motiv (das Pferd) zu öffnen. Es fasziniert mich, wie jeder Künstler sein Motiv interpretiert … deshalb gibt es in der Kunstwelt kein Richtig oder Falsch!
Zu guter Letzt, aber ganz sicher nicht zuletzt: die Musik. Meine Kunst ist enorm von Musik beeinflusst, Musik ist ein riesiger Teil meines Lebens, und ich fühle mich wirklich leer, wenn sie nicht läuft – im Auto, bei der Arbeit, beim Sport – egal, wo ich bin (ich höre sogar gerade iTunes auf meinem Laptop, während ich meine Antworten auf diese Fragen tippe)! Ich habe eine riesige Sammlung, und meine Stimmung bestimmt, welche Musik läuft. Ich liebe alles von Oper bis modernem Pop, Rock und allem dazwischen! Auch Instrumental- und Meditationsmusik mag ich sehr. Musik gibt meiner kreativen Seite Energie, und sie inspiriert und motiviert mich immer enorm. Ich stelle fest, dass die Musik, die ich während der Arbeit an einem Kunstwerk höre, tatsächlich hindurchscheint, weil das, was ich fühle, aufs Papier gezeichnet wird! Ich spiele Musik laut – damit sie mich ganz einnimmt und ich mich darin verlieren kann.

12. Sie sind auch Fotografin – wie & warum kam die Fotografie neben Ihrer Kunst dazu?
Als von Natur aus kreativer Mensch suche ich mit meinem Auge ständig nach Schönheit, nach dem Interessanten und Ungewöhnlichen, und ich bin fasziniert von Licht und Schatten (der Fachbegriff dafür ist „Chiaroscuro“). Ich glaube, das hat mich zur Fotografie geführt. Meine erste „Point-and-Shoot“-Kamera bekam ich schon in jungen Jahren von meinen Eltern, und von da an ging es weiter. Als ich eine immer größere Leidenschaft für die Fotografie entdeckte und entwickelte, wusste ich, dass ich auch das liebe.
Für mich ist die Kamera in meinen Händen eine Verlängerung meines Auges – nur dass ich den Auslöser drücken und den Moment für immer festhalten kann! Ausdrücken zu können, was und wie ich die Dinge mit meinen künstlerischen Augen sehe, ist sehr aufregend und fühlt sich an wie Zuhause.
Wenn ein Araberhengst vor einem tanzt, die Schnurrhaare eines neugeborenen Fohlens den Bildausschnitt füllen oder eine Landschaft im Sonnenuntergang vor einem liegt – solche Bilder heben das Gewöhnliche ins Außergewöhnliche; und ich möchte ein Leben führen, das alles andere als gewöhnlich ist, und all das einfangen, was die Essenz des Lebens ausmacht.
13. Finden Sie es für Ihre Kunst von Vorteil, auch Fotografin zu sein?
Ja, das finde ich. Viele von uns Künstlern arbeiten nach Referenzfotos. Je besser die Qualität des Referenzfotos, desto besser kann natürlich das Kunstwerk werden. Eigene Fotos in hoher Qualität machen zu können, ist definitiv ein Vorteil.
14. Erlauben Sie auch anderen Künstlern, Ihre Fotos zu verwenden, und wenn ja, warum?
Ja, aber unter Bedingungen. Ich bitte jeden, der meine Fotos verwenden möchte, mich vorher zu kontaktieren – als Geste der Höflichkeit – und sicherzustellen, dass der Künstler mich als Fotografin des verwendeten Referenzfotos nennt. Für die Nutzung eines Fotos verlange ich kein Geld. Sehr geschätzt wird auch immer, wenn ein aktiver Link zu meiner Fotografie-Website gesetzt wird.
Ich glaube fest an „Pay it forward“/Karma. Es gibt Fotografen, die mir das Privileg gewähren, ihre Fotos zu verwenden; also erlaube ich es im Gegenzug Künstlern, die meine verwenden möchten.

15. Gibt es ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Ja, das Ägyptische Arabische Pferd. Für alle, die es nicht wissen: Der Araber setzt sich aus verschiedenen Blutlinien zusammen, und innerhalb jeder Blutlinie gibt es verschiedene Stämme und Familien. Um es einfach zu halten – die wichtigsten Blutlinien sind: ägyptisch, polnisch, Crabbet, spanisch und russisch.
Seit ich das Arabische Pferd kennengelernt habe, gehört mein Herz dem Ägypter … dem ursprünglichen Araber aus der Wüste, seiner Heimat.
Ich liebe die Eigenschaften der ägyptischen Blutlinien, die vor allem für die riesigen, ausdrucksvollen Augen bekannt sind; die großen, elastischen Nüstern (dafür gemacht, viel Luft aufzunehmen); kleine, spitze Ohren; den kurzen Kopf; den kompakten, glatten Körper und die Oberlinie. Sie haben außerdem eine feine, seidige Haut (mit dunklerer Pigmentierung als Schutz vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne) sowie Ausdauer, starkes Fundament und die Zähigkeit, die die Wüstenbedingungen erfordern. Das – zusammen mit ihrer unglaublichen natürlichen Schönheit, Intelligenz und Anhänglichkeit – fasst für mich meinen idealen Arabertyp zusammen, in meinem Kopf und für meine Kunst.
16. Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, in die richtige Stimmung für Ihre Kunst zu kommen?
Was für eine tolle Frage! Ja, die habe ich, und für mich ist es Putzen … ja, Putzen! Ich bin ohnehin ein geborener Ordnungsfanatiker, und um mich darauf vorzubereiten, mich an mein Zeichenbrett zu setzen und mehrere Stunden an meiner Kunst zu arbeiten, brauche ich einen sauberen Arbeitsplatz/ein sauberes Atelier. Ich finde, das bereitet mich mental vor und ist seltsamerweise fast therapeutisch! Auch ein guter, langer Spaziergang oder Meditation sind wunderbar, um den Kopf freizubekommen und ihn auf „Kunstmodus“ zurückzusetzen.

17. Gibt es einen bestimmten Ort, der Sie inspiriert?
Ja, mein Atelier – seit 15 Jahren. An keinem anderen Ort kann ich mich konzentrieren. Mein Atelier ist mein Raum; es steckt voller positiver und kreativer Energie, und genau das brauche ich, um meine Kunst zu schaffen. Es ist fast ein heiliger Ort für mich, und ich bin sehr wählerisch, wer dort hinein darf! Es bleibt so, wie ich es verlasse, und es ist ein sehr ruhiger Ort – im geistigen Sinne, sicher nicht im physischen … meine Musik läuft immer!
Tief inspiriert bin ich auch, wenn ich Arabergestüte, Schauen und/oder die Ateliers anderer Künstler, Galerien, Kunstausstellungen usw. besuche. Von diesen Besuchen komme ich aufgetankt, voller Energie und startbereit zurück!
18. Wie lange brauchen Sie für ein Kunstwerk?
Meine Arbeiten sind recht detailliert, und obwohl sie nicht fotorealistisch sind (das ist einfach nicht mein Stil und nicht das, was ich mit meiner Arbeit erreichen will), brauche ich anscheinend trotzdem lange, bis sie fertig sind! Außerdem arbeite ich in Teilzeit für einen Facharzt und Chirurgen, sodass meine Kunst an den Arbeitstagen zurückstehen muss. Für ein Kunstwerk im Format 9”x12” brauche ich daher in der Regel etwa einen Monat. Allerdings habe ich auch schon ein Pastellbild von etwa 11”x14” in drei Tagen geschafft (siehe Frage 24)!
19. Wie oft zeichnen Sie, und gibt es Zeiten, in denen Sie nicht wollen?
Ich muss jeden einzelnen Tag etwas erschaffen – und das seit 15 Jahren!
Es ist nicht so, dass ich aufwache und denke, heute mache ich mal etwas Kunst; es ist so tief in mir verankert, dass ich aufwache und weiß, dass ich zeichnen muss! Das heißt nicht, dass ich keine Pausen mache. Habe ich und mache ich.
Ich glaube, als Künstler muss man erkennen, wann man eine Pause braucht – um einen Schritt zurückzutreten und sich die Zeit zu geben, aufzutanken und wieder begeistert und bereit zu sein, mit der Kunst weiterzumachen. Wenn ich meiner Kunst gegenüber auch nur ansatzweise negativ eingestellt bin, höre ich auf und fange erst wieder an, wenn ich weiß, dass ich bereit bin – ob das nun ein paar Stunden, Tage, Wochen oder sogar Monate bedeutet.

20. Welche Auswirkungen hat das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst im Allgemeinen?
Das Internet gibt es nun schon seit vielen Jahren – und in all dieser Zeit konnten Millionen und Abermillionen von Künstlern ihre Kunst der Welt zeigen, und täglich kommen mehr hinzu. Die schiere Zahl der Pferdekünstler im Netz ist überwältigend! Wenn man zu viel darüber nachdenkt, könnte es einen davon abhalten, es überhaupt zu versuchen. Aber ich bin fest davon überzeugt: Wenn man sein Handwerk beherrscht, einen eigenen, unverwechselbaren Stil hat und sich seinem Handwerk mit Hingabe und harter Arbeit widmet, kann und wird man Erfolg haben – egal, wie viele andere Künstler es da draußen gibt.
21. Hat es Auswirkungen auf Ihre gehabt?
Und wie! Dank des Netzes bin ich eine internationale Künstlerin geworden, also kann ich nur Gutes darüber sagen! Durch meine Kunst und Fotografie kommuniziere ich fast täglich mit so vielen Künstlern aus aller Welt. Ich verkaufe auch Arbeiten und erhalte Aufträge, dazu viele Anfragen von anderen Künstlern, die meine Fotos für Kunstwerke verwenden möchten usw. Es ist aufregend, und ich wünschte, ich hätte schon vor zehn Jahren Websites gehabt! Es hat meine Kunst buchstäblich der ganzen Welt geöffnet …
22. Welches Werk ist Ihr persönlicher Favorit?
Es gibt viele, aber ich denke, bisher wäre mein Pastellbild des Araberhengstes „Gazal Al Shaqab“ mein Favorit! Ich habe sein Porträt als Begleitung zu einem Artikel geschaffen, den ich für eine internationale Araber-Zeitschrift geschrieben habe. Ich hatte weniger als drei Tage dafür, und der Fotograf des Referenzfotos, das ich verwendete, das Gestüt, das den Hengst gezüchtet hat und besitzt, und der Redakteur der Zeitschrift warteten alle mit angehaltenem Atem auf das fertige Werk! Ich fühlte mich gestärkt, nervös, aber über alle Maßen begeistert, in dieser Zeit ein so wichtiges Kunstwerk zu schaffen!

23. Würden Sie es jemals verkaufen?
Ja. Die Originalzeichnung steht auf FineArtAmerica.com zum Verkauf. Viele fragen mich, wie ich meine Kunstwerke verkaufen kann, nachdem ich so viel Zeit in sie gesteckt habe, und es stimmt: Es ist traurig, sie gehen zu lassen. Aber es hilft, ein Einkommen zu erzielen, und zu wissen, dass andere Freude an meiner Arbeit haben, ist sehr befriedigend und ermutigend für das zerbrechliche Ego von uns Künstlern! Außerdem wünsche ich mir, dass meine Kunst künftig zu Sammler- und Anlagestücken wird, und damit das Wirklichkeit werden kann, muss ich verkaufen!
24. Wofür brennen Sie sonst noch?
Ich glaube, die Frage sollte lauten: „Wofür brenne ich nicht?“! Ich bin für fast alles leidenschaftlich! Ich liebe Mutter Natur – ihre Tiere, Landschaften, Bäume und Blumen, alles! Ich lese gern, schreibe Briefe und Gedichte, reise, arbeite im Garten, gehe spazieren/treibe Sport und finde die einfachsten Freuden in Dingen wie einem Mittagessen in einem hübschen Café, einer Fahrt übers Land und dem Stöbern in Antiquitätengeschäften oder Antiquariaten, dem Strand/Schwimmen und einfach nur in der Sonne zu liegen, mit dem Wind im Gesicht.
Ich arbeite mit Krebspatienten, und das öffnet einem wirklich die Augen; es lässt Ignoranz und Arroganz verschwinden und lehrt einen, die kleinen Dinge zu schätzen – eine Umarmung, ein freundliches Wort, den Sonnenschein –, und es weckt in mir den Wunsch, der beste Mensch zu sein, der ich sein kann.
Wir alle sollten jeden einzelnen Tag, den wir atmen, danach streben.
25. Wenn Sie nicht Künstlerin/Fotografin wären, was wären Sie dann?
Wenn ich das Talent hätte, wäre ich Sängerin/Songwriterin. Ich habe Musik immer geliebt. Ich kann nur einfach nicht singen, habe keine Ahnung, wie man Noten schreibt/liest, und kann nur sehr unbeholfen Gitarre und Klavier spielen, wenn mir jemand vorher zeigt, wie! Aber wenn ich nicht Künstlerin und Fotografin sein könnte, dann müsste es die Musik sein …
Ich liebe auch die Schauspielerei und habe als Kind ein bisschen gespielt, bin dem als Erwachsene aber noch nicht weiter nachgegangen.
26. Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Eine Dame aus den USA, die diesen Ägyptischen Araberhengst verehrte, hat mich gebeten, den großen *Tuhotmos (verst.) zu zeichnen. Sie hat mir das Foto gemailt, das sie von ihm so liebt, und so werde ich bald mit seinem Porträt beginnen.
Man findet mich immer in meinem Atelier – die Musik dröhnt, und ich gebe mich dem Einen hin, wofür ich in diesem Leben bestimmt bin: dem Zeichnen.
27. Was ist Ihr liebstes Zitat über Kunst?
Ich habe so viele, aber ich glaube sehr an das, was Pablo Picasso sagte:

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“
Demnächst mehr
Vielen Dank an Ainslie, dass sie unsere Fragen beantwortet und ihre Arbeiten mit uns geteilt hat. Schauen Sie unbedingt regelmäßig auf ihrer Kunst-Website vorbei, um ihre neuesten Werke zu sehen.
Und bleiben Sie dran – es folgen weitere Interviews mit Pferdemalern und Fotografen.
Sind Sie Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie hier gern vorgestellt sähen? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website in den Kommentaren unten oder schreiben Sie uns, um mitzumachen.
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen