Interviews
Amanda Stump – Interview mit der Künstlerin & Fotografin
Name
Amanda Stump
Website & wo Sie meine Arbeiten online finden
Portfolio (Illustration): www.amsillustration.com
Blog: olivetto.wordpress.com
Etsy: olivetto
Wo ich lebe
Waterloo, Iowa. Ich stamme aus Michigan und habe bis diesen Sommer dort gelebt. Ich komme aus einem kleinen Vorort von Detroit und vermisse ihn schrecklich. Ich hoffe, die Stadt kommt wieder auf die Beine!
Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund und woher kommen Sie?
Ich bin in Holland, Michigan, am Lake Michigan aufgewachsen. Es ist eine wunderschöne Gegend des Bundesstaats, in der auch die Kunst sehr gefördert wird. Ich habe ab der Grundschule Kunstunterricht genommen und in der Highschool an vielen Wettbewerben teilgenommen. Meine Eltern sind beide bildende Künstler und haben meine Kreativität von klein auf gefördert.
Ich habe an der University of Michigan in Ann Arbor studiert und Abschlüsse in wissenschaftlicher Illustration und Kunstgeschichte gemacht. Während meines Studiums begann ich einen Teilzeitjob als tiermedizinische Assistentin, aus dem nach dem Abschluss eine Vollzeitstelle wurde.

Der Job erlaubte mir, mit Tieren zu arbeiten und trotzdem Zeit für meine Kunst zu haben. Mit Pferden hatte ich nie zu tun, bis ich mit dem Mann zusammenkam, der später mein Ehemann wurde. Seine Familie besaß Pferde, und sein Cousin ist ein erfolgreicher Springreiter. Vom ersten Besuch in ihrem Stall an war es um mich geschehen! Mein Mann schenkte mir mein erstes Pferd einen Monat vor unserer Hochzeit. Er reitet ebenfalls, und wir besitzen inzwischen zwei wunderschöne Pferde sowie 2 Greyhounds, 1 Husky-Mischling und 4 Katzen. Zurzeit mache ich eine Ausbildung in der Krankenpflege, und die Fotografie ist für mich ein dringend nötiges kreatives Ventil.
Wann haben Sie angefangen zu zeichnen & zu malen?
Ich habe gezeichnet, solange ich mich erinnern kann. Fast alle meine Kinderzeichnungen zeigten Katzen! In der Highschool wurde mir die Kunst ernst, und ich interessierte mich besonders für wissenschaftliche Illustration, die meine medizinischen und künstlerischen Interessen verband. Meine Leidenschaft für die Fotografie entdeckte ich ebenfalls in der Highschool, und an den meisten Wochenenden war ich mit Freunden unterwegs, um in der Stadt zu fotografieren.

Sie malen mehr als nur Pferde – was ist Ihr Lieblingsmotiv & warum?
Ich fotografiere und zeichne auch Pflanzen und Natur. Besonders interessieren mich Nahaufnahmen von Blättern oder Pflanzen in unterschiedlichem Licht.
Wer sind Ihre wichtigsten Einflüsse?
Edward Hopper ist mit Abstand mein Lieblingskünstler und seit Jahren mein wichtigster Einfluss. Seine Gemälde nutzen Licht, um eine Stimmung zu erzeugen, die das ganze Werk durchdringt. Ich versuche, Licht auf ähnliche Weise einzusetzen, um eine Geschichte zu erzählen.
Sie arbeiten mit verschiedenen Medien – welches bevorzugen Sie?
Fotografie. Ich liebe es, Bewegung und Licht einzufangen.

Haben (oder hatten) Sie ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Meine Greyhound-Hündin Marigold ist in vielen meiner Arbeiten zu sehen. Sie ist ein Tierschutzhund und hatte einen schweren Start ins Leben – mit einer Autoimmunerkrankung und einem gebrochenen Bein, das nicht gut verheilt ist. Sie hat das liebste Wesen und war Therapiehund in einem Krankenhaus. Und sie hat den gütigsten Gesichtsausdruck! Meine Pferde-Muse ist mein Anglo-Araber Kaprys. Er hat ein niedliches Gesicht, mit dem er mit vielem durchkommt. Er ist außerdem ziemlich ausdrucksstark, besonders unter dem Sattel, und ich habe schon etliche interessante Aufnahmen von ihm gemacht!
Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, in die richtige Stimmung für Ihre Kunst zu kommen?
Wenn ich zum Fotografieren hinausgehe, nehme ich gern meine Husky-Mischlingshündin Kailie mit. Sie lässt sich wunderbar fotografieren und liebt es, zu wandern oder überallhin im Auto mitzufahren.
Mitten im Wald ist es mit einem guten Hund an der Seite viel weniger einsam.

Gibt es einen bestimmten Ort, der Sie inspiriert?
Abgesehen von meinem Pferdestall fotografiere ich am liebsten im Wald. In Michigan lebte ich auf einer kleinen Insel namens Grosse Ile mit geschützten Freiflächen. Viele hatten Wege, aber die meisten wurden wild belassen. Die Insel beherbergte auch eine große Wildtierpopulation und war ein Winterrefugium für Wasservögel. Es war ein so ruhiger und friedlicher Ort.
Welche Auswirkungen wird das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst im Allgemeinen haben?
Für die Sichtbarkeit aufstrebender Künstler war es großartig. Es ermöglicht auch einen einfachen Austausch mit anderen Künstlern. Allerdings spielen auch Urheberrechtsfragen eine Rolle. Selbst mit eingebetteten Wasserzeichen oder Copyright-Hinweisen können Leute Werke kopieren. Es ist eine beängstigende Vorstellung, dass die eigene harte Arbeit auf eine Weise verwendet wird, die nie beabsichtigt war.
Hat es Auswirkungen auf Ihre gehabt?
Es hat meiner Sichtbarkeit und meinen Verkäufen definitiv geholfen. Außerdem ist es eine großartige Möglichkeit, von bevorstehenden Ausstellungen zu erfahren.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingswerk?
Das ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen einem Foto, das ich am Tag ihrer Adoption von meiner Hündin Marigold gemacht habe („Contentment“), und einer Farbstiftzeichnung meines Pferdes Kaprys. Das Licht, das ich in „Contentment“ eingefangen habe, ist wunderschön, und Marigolds friedlicher Ausdruck versetzt mich zurück an jenen Tag. Ihre Pflegemutter hatte sie gerade abgeliefert, und sie kletterte auf mein Bett, um ihr durchs Fenster nachzusehen. Als sie weg war, legte sich Marigold in die Sonne, und ich drückte ab.
Meine Zeichnung „Kaprys“ entstand nach einem schweren Unfall, den ich mit meinem Pferd hatte. Es sollte fast ein Jahr dauern, bis ich ihn wieder ritt, deshalb war das Werk vor allem therapeutisch.
Würden Sie es jemals verkaufen?
Ich verkaufe Drucke von „Contentment“, und ein Teil des Erlöses geht (wie bei all meinen Arbeiten) an den Greyhound-Tierschutz, um anderen Greyhounds zu einem dauerhaften Zuhause zu verhelfen. „Kaprys“ würde ich nie verkaufen, das ist ein sehr persönliches Werk für mich.

Wofür brennen Sie sonst noch?
Der Greyhound-Tierschutz ist eine große Leidenschaft von mir. Seit ich vor 7 Jahren meinen ersten Greyhound adoptiert habe, arbeite ich mit verschiedenen Tierschutzorganisationen zusammen. Tierschutz im Allgemeinen ist ein weiteres Interesse. Zurzeit ziehe ich als Pflegestelle zwei Kätzchen auf, die von ihrer Mutter verlassen wurden, und füttere sie mit der Flasche. Außerdem reite ich Dressur und liebe jede Minute, die ich im Sattel verbringen kann.
Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Ich warte geduldig auf ein bisschen Sonnenlicht hier in Iowa, um hinauszugehen und ein paar wunderschöne Waldszenen zu fotografieren! Ich liebe es, den Wechsel der Jahreszeiten im Stall und im Wald festzuhalten.

Demnächst mehr
Vielen Dank an Amanda, dass sie unsere Fragen beantwortet und ihre Arbeiten mit uns geteilt hat. Schauen Sie unbedingt regelmäßig auf ihrer Portfolio-Website vorbei, um ihre neuesten Werke zu sehen.
Und bleiben Sie dran – es folgen weitere Interviews mit Pferdemalern und Fotografen.
Sind Sie Pferdefotograf oder kennen Sie einen Pferdefotografen, den Sie hier gern vorgestellt sähen? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website in den Kommentaren unten oder schreiben Sie uns, um mitzumachen.
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen