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Interview mit Pferdekünstlerin und Fotografin Donna Ridgway

· The Equinest

Name
Donna Ridgway

Website & Orte, an denen man meine Arbeiten online findet
Website: www.montanahorsegallery.com
Blogs: donnaallen.blogspot.com
artistreferencephotos.blogspot.com
gravelroadsmontana.blogspot.com/
Flickr: Donna Ridgeway
Redbubble: Donna Ridgeway
Folgen Sie Donna auf Twitter: @donnaridgway
Auf Facebook finden Sie mich als Donna Ridgway.

Wo ich bin
Vaughn, Mt

Pferd & Reiter

Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund & woher kommen Sie?
Ich wurde in eine Familie hineingeboren, die an der Rocky Mountain Front nahe Dupuyer, Mt, als Siedler Land bewirtschaftete. Wir lebten auf einer Rinder- und Getreidefarm, erledigten vor und nach der Schule unsere Arbeiten und verbrachten die Sommer auf den Maschinen, beim Heumachen und bei der Sommerbrache.

Wie bei allen Menschen, die Tiere und besonders Pferde lieben, zeigt sich diese Liebe schon früh. Kaum konnte ich sprechen, bettelte ich meine Eltern um ein Pferd an

Meine Großeltern kamen mir zu Hilfe, als ich 8 Jahre alt war. Sie kauften mir ein Pferd namens Lucky, das ebenfalls 8 Jahre alt war. Ich hatte Lucky, bis er und ich beide 32 waren. Meine Kinder haben ihn genauso lieben gelernt wie ich.

Während ich auf der Ranch und in der Landwirtschaft arbeitete, hatte ich nicht viel Zeit für meine Kunst, aber die Dinge ändern sich. Nach einer Scheidung lernte ich meinen Mann Robert kennen! Er ist Cowboy-Poet, und wir können unsere Arbeit miteinander verbinden.

Manchmal, wenn ich ein Gemälde schaffe, kann er eigens für dieses Gemälde ein Gedicht schreiben. Auf Roberts Drängen hin kauften wir unsere erste Kamera, die Canon 10D. Er ist ein kluger Mann! 🙂

Inzwischen sind wir im Ruhestand und leben auf zwei Acres mit unserem Esel Pedro und unseren beiden Katzen Sing Song und Scarlet.

Here I Come

Sie sind Fotografin und Künstlerin – was kam zuerst?
Als ich aufwuchs, war Arbeit das Allerwichtigste. Für anderes blieb wenig Zeit. Das Geld war knapp. Ich glaube nicht, dass meine Eltern eine Kamera besaßen – denn die einzigen Fotos von meinem Bruder, meiner Schwester und mir aus unserer Kindheit stammen von meinem Großvater!

Er hatte eine 35-mm-Kamera, mit der er die Weihnachtsfeiern von Kirche und Schule und unsere Abschlussfeiern festhielt. Ich weiß: Hätte ich damals irgendeine Kamera gehabt, wäre ich von Anfang an Fotografin gewesen.

In der heutigen Welt des Überflusses ist das kaum zu glauben, aber meine ersten Malutensilien waren Spenden von Frauen aus der Nachbarschaft. Ich bettelte sie um die weißen Pappkarten an, die in ihren Strumpfhosenpackungen steckten, damit ich eine Fläche zum Zeichnen hatte.

Wieder einmal kam mir mein Großvater zu Hilfe – er brachte mir seinen alten Zimmermannsbleistift. Er hatte eine breite Mine, und ich konnte damit Linien und Strukturen variieren! Den Rest dieses Bleistifts habe ich heute noch. Ich muss in der 3. Klasse gewesen sein, als ich ein Buch für meinen Großvater gemacht habe. Es bestand aus Schulpapier und war voller Pferdezeichnungen. Mit einem Bleistift stach ich seitlich drei Löcher ins Papier und band das Buch mit rotem Band zusammen.

Der Titel auf dem Umschlag lautet: „Für den besten Opa der ganzen Welt“. Nachdem mein Großvater gestorben war, gab mir meine Großmutter das Buch zurück – sie hatten es all die Jahre aufbewahrt!

Ich war in der Highschool, als mir meine Großeltern meine ersten Ölfarben und Malutensilien schenkten. Ich war im siebten Himmel! Echte Farbe, echte Leinwände und Pinsel und eine Dose Sprühlack, um die fertigen Bilder zu versiegeln. Meine Oma hatte an alles gedacht!

Eines Abends, als meine Cousinen zu Besuch waren und wir uns für einen Schulball fertig machten, schnappte sich meine Cousine Mary diesen Sprühlack und sprühte sich damit die Haare ein, weil sie ihn für Haarspray hielt. Sie und ich lachen bis heute darüber.

Sunshine Mule

Wenn Sie sich für eines entscheiden müssten, was wäre es?
Wenn ich wählen müsste, würde die Kamera gewinnen.

In meiner Suche nach Fotos liegt so viel Abenteuerlust. Manchmal fahren wir mit dem Wohnmobil in die Berge und verbringen eine Woche damit, alle Fotomöglichkeiten einer Gegend zu erkunden.

Ich stehe früh auf und ziehe mit der Kamera los, denn zu dieser Zeit sind die Wildtiere unterwegs, und das Licht ist weich und warm.

Ich gehe zu Fuß, wenn ich in der Nähe des Lagers bleiben will, und nehme mein Quad, wenn mir nach einer längeren Strecke ist. Ich weiß nie, welche Wildtiere ich sehen werde oder welche Effekte das Wetter zaubert. Es ist eine wahre Schatzsuche!

Bei einem solchen Fotoausflug lag ich 2 Stunden auf dem Bauch und fotografierte einen grünen Grashüpfer. Jedes Mal, wenn ich zum Auslösen bereit war, wanderte er um seinen Pflanzenstängel herum, und ich musste mich neu positionieren. Schließlich gelang mir ein tolles Foto von dem Hüpfer, als er um die Ecke seines Stängels lugte.

Die Pferde- und Maultierherden, die wir entdecken, sind meine Lieblingsmotive. Wir haben mehrere Herden kennengelernt, die uns zu erkennen scheinen, wenn wir auftauchen. An einem solchen Tag, als wir unterwegs waren, stießen wir auf eine Herde aus Pferden und Maultieren. Viele von ihnen waren verletzt, möglicherweise weil ein Bär sie durch einen Zaun gejagt hatte, und einige waren in ein Stachelschwein gelaufen und hatten Stacheln in der Nase.

Wir brachen unseren Ausflug ab und fuhren nach Hause. Robert sagte mir, ich solle jede Nummer im Telefonbuch von Augusta anrufen, bis wir herausfänden, wem die Tiere gehörten. Nach mehreren Anrufen fanden wir jemanden, der den Besitzer dieser Pferde kannte! Danach war es einfach, den Besitzer zu kontaktieren und ihm zu sagen, was mit der Herde passiert war.

Er handelte sofort; ein Pferd verbrachte einen Monat beim Tierarzt, und ich glaube, es wäre gestorben, hätten wir es nicht gerade da entdeckt. Wir bekamen eine nette Dankeskarte und Berichte über die Genesung der Pferde und Maultiere.

Den Abenteuern, die die Kamera mit sich bringt, kann man einfach nicht widerstehen!

Veneetah

Welche Kamera benutzen Sie?
Meine erste Kamera war eine Canon 10D; wir halten sie instand und in Betrieb. Unsere neuere Kamera ist die Nikon D300. Ich arbeite gern mit einem 300-mm-Objektiv, benutze aber auch ein Weitwinkelobjektiv.

Ich lerne die Fotografie noch – es gibt so viel, was ich nicht weiß. Anfang der 90er habe ich für eine Zeitung gearbeitet und gelernt, mit einer 35-mm-Filmkamera umzugehen; was ich damals gelernt habe, kommt langsam wieder zurück.

Wer sind Ihre wichtigsten Einflüsse?
Meine Gemälde ähneln nicht den Arbeiten von Charlie Russell, aber er ist der Künstler, der mich am stärksten beeinflusst hat. Ich liebe das Spontane in seinen Werken. Man könnte fast glauben, die Szene habe sich abgespielt, während er malte.

Früher dachte ich, Künstler würden „talentiert“ geboren. Das heißt, entweder konnten sie von Geburt an malen oder eben nicht! Erst als ich Charlie Russells erste Gemälde sah, wurde mir klar: Ein guter Künstler zu werden ist eine erlernbare Fähigkeit. Ganz wie beim Reiten kann man sein Leben lang lernen und weiß trotzdem noch nicht alles!

The Warrior’s Vision

Haben Sie eine Lieblingspferderasse?
Mein Lieblingspferd ist der Missouri Fox Trotter. Angenehm zu reiten, menschenfreundlich, und sie scheinen auch noch einen tollen Sinn für Humor zu haben!

Ich hatte das Vergnügen, in meinem Leben drei wirklich großartige Pferde zu reiten. Eines war Lucky. Er war eine Mischung aus Kaltblut, Saddlebred und Quarter Horse.

Das nächste großartige Pferd, das ich ritt, war ein Vollblut namens Moss Bar. Er gehörte einem Nachbarn, der ihn mich in einer Zeit behalten ließ, in der ich kein Pferd hatte. Moss Bar war dieses „Ein-Mann-Pferd“, von dem wir alle träumen. Er mochte mich, und ich mochte ihn. Ihn zu reiten war, als säße man auf einem reaktionsschnellen Güterzug! So viel Kraft, so viel Tempo, so viel Sanftheit!

Dann war da meine Sadie, die Fox-Trotter-Stute, die ich bei der Scheidung verloren habe. Ich kann bis heute nicht über sie sprechen.

Haben Sie (oder hatten Sie) ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Ich sah einmal ein Gemälde, auf dem ein Cowboy auf seinem Pferd saß und einem nicht enden wollenden Strom von Rindern zusah, der an ihm vorbeizog. Als ich dieses Gemälde sah, war ich der Cowboy, der die Tiere, die ich in meinem Leben gekannt habe, an sich vorbeiziehen sieht …

Wenn ich einen schwarzen Labrador male, ist das in Erinnerung an meinen Hund Nike. Wenn ich einen Fuchs mit Blesse male, ist das in Erinnerung an mein Pferd Lucky. Die Border Collies erinnern mich an Peppy. Wenn ich eine Kuh mit hoch erhobenem Kopf und wildem Blick male, erinnert sie mich an die Kuh, die so schwer in den Pferch zu bringen war … oder an die, die mir den Rotz in den Nacken geschnaubt hat, als ich ihrem Kalb eine Ohrmarke setzte. Male ich ein Schwein, erinnert es mich an Henry. Die Liste der Musen geht weiter wie ein Fluss des Lebens.

Bucking Horse

Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, in die richtige Stimmung für Ihre Kunst zu kommen?
Gesso auf Leinwand oder Hartfaserplatten zu verteilen versetzt mich in Malstimmung. Während ich das Gesso mit dem Pinsel verteile, beginne ich mich zu fragen: „Welches Motiv würde auf dieser Leinwand gut aussehen …?“ „Welche Farbe soll dieses Pferd bekommen, oder ob ich wohl ein realistisch wirkendes Pferd mit Rot und Grün hinbekomme?“ Der einfache Akt des Anfangens führt mich bis zum Ende ….

Ich höre auch gern Country-Western-Musik. John Anderson, Just a Swingin’, und Dwight Yoakum, A Thousand Miles from Nowhere, sind zwei meiner Favoriten.

Wo waren Sie am meisten inspiriert, aber ohne Kamera?
Vor Jahren habe ich Nachbarn geholfen, wenn sie Rinder zusammentrieben oder umtrieben. Wenn jemand einen Reiter brauchte, rief man mich an – man wusste, dass ich gern helfen würde. Ich liebte es, auf neuem Boden zu reiten, und ich hatte ein Pferd, das immer bereit war loszulegen. So viele Fotomotive, aber keine Kamera! Ich hätte jede Ranch-Tätigkeit so festhalten können, wie sie wirklich war, keine gestellten Szenen, das war das echte Leben.

Blue Roan Draft Horse

Welchen Einfluss wird das Internet Ihrer Meinung nach auf Kunst und Fotografie im Allgemeinen haben?
Drei Dinge fallen mir auf Anhieb ein: Bildung, Einkaufen und Reichweite.
Bildung:
Über das Internet kann ich Informationen googeln, die ich brauche. Ich suche nach Tutorials zu Kunst und Fotografie. Ich lerne ständig dazu, ohne an die Universität zu gehen! Ich kann auch Produkte recherchieren, die ich vielleicht kaufen möchte, sei es eine neue Kamera, ein Objektiv oder Farben und Künstlerbedarf.

Einkaufen:
Da wir in Vaughn leben, sind wir 20 Meilen vom nächsten Geschäft jeglicher Art entfernt. So kann ich beim Online-Einkauf Geld sparen!

Reichweite:
Mit dem Internet gelangen meine Arbeiten in Länder rund um den Globus. Das begeistert mich jedes Mal aufs Neue, denn ich lebe hier in Montana ziemlich abgeschieden.

Hat es sich auf Ihre ausgewirkt?
Das hat es. Über das Internet kann ich Künstlervereinigungen beitreten und auf Fotografie-Seiten stöbern. Die Kameradschaft unter Menschen mit ähnlichen Interessen war wunderbar. Und wie schon erwähnt, hat das Internet meinen Arbeiten ein weltweites Publikum eröffnet.

Rope Horse

Welches Bild/Werk ist Ihr persönlicher Favorit?
Im Moment bin ich ein bisschen in mein Bild Rope Horse verliebt. Mir gefällt die Intensität, die ich im Gesicht des Pferdes eingefangen habe, während es alles gibt, um seinen Reiter an einen Stier heranzubringen.

Ein weiteres Gemälde, das ich mag, heißt Sienna. Beide sind auf der Startseite meiner Website zu sehen.

Wofür brennen Sie sonst noch?
In mir steckt ein fast wahnsinniges Verlangen, Zeit allein in den Bergen zu verbringen. Ob auf meinem Quad, zu Fuß oder zu Pferd – wenn ich allein auf dem Berg sein kann, bin ich glücklich. Zeit in den Bergen zu verbringen erneuert mich.

Sienna

Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Ich arbeite an einem neuen Fotografie-Blog über das Reisen auf den Nebenstraßen Montanas. Ich gehe Fotos durch, sortiere, bearbeite und lade ganze Fotoserien hoch (in der Reihenfolge, in der die Fotos aufgenommen wurden). Es ist eine andere Perspektive, wenn man die Fotos so sieht, wie sie entstanden sind, statt einer einzelnen Aufnahme auf einer Website.

Robert und ich sprachen eines Tages darüber, wie viele der Fotos hier auf meinem Computer liegen, ohne dass sie jemand sieht. Wir wollten uns Wege überlegen, die Fotos zu teilen – und vielleicht auch ein wenig von dem Abenteuer, das wir beim Einfangen der Bilder empfinden.

Am St. Patrick’s Day habe ich nur zum Spaß ein grünes Pferd und ein grünes Lama gemalt!

Fortsetzung folgt

Vielen Dank an Donna, dass sie das Interview beantwortet und ihre Kunst mit uns geteilt hat. Abonnieren Sie ihren Blog, um Neuigkeiten zu ihren neuesten Werken und Fotografien zu erfahren.

Bleiben Sie außerdem dran für weitere Interviews mit Pferdekünstlern und Fotografen.

Sind Sie Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie gern hier vorgestellt sehen würden? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website unten in den Kommentaren oder schreiben Sie mir, um mitzumachen.

Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen