Interviews
Donna Bernstein – Interview mit einer Pferdekünstlerin
Name
Donna Bernstein
Website & Orte, an denen man meine Arbeiten online findet
Website: www.RunningWindArt.com
Blog: www.donnabart.blogspot.com (wird regelmäßiger aktualisiert & enthält Lebenslauf/Details, Galerien, Ausstellungen usw.)
Facebook: Donna Bernstein
Folgen Sie Donna auf Twitter: @DonnaLex
LinkedIn: Donna Bernstein
Artwalk: Donna Bernstein
New York Art Exchange: Donna Bernstein
My Art Space: Donna Bernstein
Wo ich bin
McCall, Idaho
Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund & woher kommen Sie?
Ursprünglich bin ich New Yorkerin … ich bin nördlich von Manhattan aufgewachsen, habe viele Jahre auf Long Island verbracht und bin vor 10 Jahren nach McCall, Idaho, gezogen. Mein Mann Lex ist Fußballtrainer auf nationalem Niveau; er hat hier an der McCall-Donnelly High School in McCall eine Fußballtradition aufgebaut, wo es vorher keine gab. Sein Team war 3 Jahre lang Staatsmeister und hat viele sportliche und akademische Auszeichnungen für die Schule und einzelne Spieler errungen.
Hier habe ich meine Künstlerlaufbahn neu gestartet. In New York war ich viele Jahre in der Immobilienbranche tätig, davor in Werbung und Marketing. Aber ich war immer eine Liebhaberin, Zeichnerin und Träumerin von Pferden. Der Umzug in den Westen hat das in mir neu entfacht, und meine künstlerische Karriere nahm Fahrt auf.

Wann haben Sie zum ersten Mal Pferde gemalt?
Ich habe schon als kleines Kind angefangen, Pferde zu zeichnen, wie so viele andere auch … ich habe sie immer geliebt, konnte mir keines leisten und habe sie deshalb gezeichnet, um ihnen nahe zu sein und eine Vertrautheit mit ihnen aufzubauen.
Sie standen für so vieles, woran ich glaube: Freiheit, Schönheit, Ehre, Würde, Vertrauen, Sinnlichkeit. Dann bekamen meine Nachbarn Pferde, und ich war schließlich ständig in ihrer Nähe … habe sie versorgt und geritten … ich glaube, ich habe sie in mein Leben hineingewünscht.
In den Überlieferungen der amerikanischen Ureinwohner und in vielen anderen Mythologien sind Pferde die Boten der Götter, und für mich sind sie eine flüchtige, ätherische Bildwelt … interessant, denn meine Pferde wurden schon als „irgendwo zwischen Himmel und Erde“ beschrieben … oder als wären sie „aus den Wolken herabgestiegen“, und genau das ist die Atmosphäre, in der ich mich zu Hause fühle und zu der ich mich hingezogen fühle.
Welche Rasse malen Sie am liebsten?
Ich konzentriere mich eigentlich nicht auf Rassen – ich male das Wesen der Pferdeenergie, so wie ich sie empfinde und interpretiere, und versuche, die Werte zu vermitteln, die sie für mich ausdrücken und symbolisieren … ihre eigene Energie, eine Verbindung aus körperlicher und emotionaler Poesie in Bewegung. Aber ich finde, Araber und Friesen haben eine stilistische anatomische Qualität, die diese Art von Energie für mich besonders hervorhebt.

Sie arbeiten mit vielen verschiedenen Techniken – mit welcher arbeiten Sie persönlich am liebsten?
Ich benutze so ziemlich alle … ich habe vieles ausprobiert … aber ich glaube, am liebsten mag ich einfache Tusche und Kreide … sie erlauben mir, den Fluss dessen, was ich ausdrücken möchte, spontaner zu erreichen statt auf eine einstudierte Art.
Ich fertige auch Bronzeskulpturen an; Buck entstand für das National Ability Center in Park City, Utah, zur Unterstützung seines landesweiten therapeutischen Reitprogramms. Das Arbeiten mit Ton und Bronze kam für mich erst spät im Leben, aber ganz natürlich; ich war mit der Anatomie des Pferdes, ihrem Reichtum und ihren Details so vertraut, dass die dreidimensionalen Formen geradezu aus mir herauszufließen schienen. Gosling steht für ein etwas abstrakteres Gefühl und eine abstraktere Textur, was mich auf seine eigene Weise begeistert.

Sie machen viele große Auftragsarbeiten – malen Sie gern großformatig?
Eines meiner großformatigen Werke, Four Horses, entstand als Auftragsarbeit für ein Privathaus in Chicago. Großformatige Gemälde sind ein sportliches Ereignis für sich; ich liebe ihre Kühnheit und die Herausforderung. Ich arbeite auch sehr gern im Auftrag von Hausbesitzern und Designern und schaffe einzigartige Stücke, sei es für Wohnhäuser oder Geschäftsräume.
Sie malen nicht nur Pferde – was malen Sie sonst noch gern?
Ich experimentiere auch mit Abstraktem und mit Landschaften; meine abstrakten Arbeiten stehen für meine Reise in Farbe, Ausdruck & Gestaltung.

Wer sind Ihre wichtigsten Einflüsse?
Ganz am Anfang war es das Gemälde „Der Pferdemarkt“ von Rosa Bonheur aus dem 18. Jahrhundert. Ich habe dieses Bild zum ersten Mal in einem alten Pferdebuch meiner Mutter gesehen. Sie war ebenfalls eine Pferdeliebhaberin und hat mir als Erste geholfen herauszufinden, wie man Pferde zeichnet.
Wir haben gemeinsam an meinen Skizzen gearbeitet, denn sie war Hobbybildhauerin und -künstlerin. Dieses Gemälde drückte die schiere Größe und Kraft der Energie des Pferdes aus und hat mich inspiriert. Als ich das Original schließlich als Erwachsene sah, war ich überwältigt … es ist auch riesig! Etwa 12 Fuß breit und 9 Fuß hoch … gigantisch für eine Künstlerin jener Zeit – Frauen durften damals überhaupt keine Anatomie malen!
Später dann die Illustratoren Paul Brown und Sam Savitt, CW Anderson und Wesley Dennis (alles Illustratoren von Pferdebüchern); die Künstler Georgia O’Keefe und Mark Rothko für Farbe und Stil, Minimalismus und kraftvolle Wirkung; Pablo Picasso dafür, dass er Picasso ist, und Franz Marc dafür, dass er Pferde in ganz und gar untraditioneller Formgebung und Farbgebung dargestellt hat.

Haben Sie (oder hatten Sie) ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Als Kind hatte ich ein imaginäres Pferd, das mir überallhin folgte – das mich auf jedes Abenteuer begleitete – Storm King, verewigt in dem gleichnamigen Werk, das ich in der Highschool gemalt habe; es gehört zu meiner ständigen Sammlung und ist nur als limitierte Giclée-Drucke erhältlich.
Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, in die richtige Stimmung für Ihre Kunst zu kommen?
Musik, Träume, Skizzieren, als würde man die Noten einer Tonleiter singen … klein und groß skizzieren, immer rundherum, um meine Hände, Finger und Arme aufzuwärmen, damit sie sich beim Malen dann frei und instinktiv bewegen.
Gibt es einen besonderen Ort, der Ihnen Inspiration schenkt?
Meine Fantasie.

Welchen Einfluss wird das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst im Allgemeinen haben?
Das Internet ist wunderbar für die Kunst – ich weiß, es gibt viel da draußen, aber es ist wunderbar – es erlaubt, Kunst auf ganz einfache Weise zu verbreiten und allen zugänglich zu machen. Es erlaubt Künstlern, ihre Kunst mit einem Knopfdruck bei Veranstaltungen, Galerien und Einzelpersonen zu vermarkten – brillant!
Hat es sich auf Ihre ausgewirkt?
Absolut! Der Beweis ist unser Gespräch hier!
Welches Werk ist Ihr persönlicher Favorit?
Abgesehen von Storm King, aus offensichtlichen Gründen, und einer einfachen Tuschezeichnung namens „Running Wind“ – denn ich habe meine Arbeiten zuerst „Running Wind Art“ genannt – ist mein künstlerischer Favorit „Horses for Pablo“.
Es ist das Ergebnis eines Traums … eines Nachts träumte ich, Picasso käme zu mir, zeigte mir seine Kunst, zeichnete mit mir … ich spürte wahrhaftig seine ganze Gegenwart.

Am Morgen ging ich in mein Atelier, holte ein weißes Stück Pappe, ein paar Marker und Tusche hervor und schuf dieses Werk … meine Hände bewegten sich über die Fläche, als wären sie nicht meine eigenen … geführt von einer unsichtbaren Energie … ich habe dabei tatsächlich gelacht, es war so offensichtlich ein inspirierter Moment, als wäre ich mittendrin und zugleich Zuschauerin … und so wurde dieses Bild geboren … viele Leute haben in vielen meiner Arbeiten einen Picasso-Einfluss erwähnt, und wie Sie sehen, gibt es bis heute kein zweites Bild wie dieses in meinen Sammlungen!!
Würden Sie es jemals verkaufen?
Nein – ich würde es nicht verkaufen!
Wofür brennen Sie sonst noch?
Ich brenne für die Jugend, für die Inspiration und Weisheit von Kindern; für Ehre in der heutigen Gesellschaft, für die Beseitigung von Grausamkeit und Leid auf diesem Planeten, für Teilen, Lieben, Träumen und Fürsorge, für das Leben der Schönheit, die uns in diesem Leben zur Verfügung steht.

Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Ich arbeite immer an etwas Neuem. Ich tauche auch gern in die Welt des Modernen und Abstrakten ein. Ich liebe die Sinnlichkeit der Arbeit mit Ölfarben. Ich bereite mich auf die Celebration of Fine Art in Scottsdale, AZ, vom 16. Jan. bis 28. März 2010 vor. Ich freue mich so auf diese Veranstaltung – ihr 20-jähriges Jubiläum – sie ist ein großartiger Ausdruck der Künste.
Welches Werk ist Ihr beliebtestes?
Eines meiner beliebtesten Werke ist „Trio“. Es entstand auf Leinwand, 3 mal 4 Fuß, Öl über Acryl. Durch dieses Werk habe ich festgestellt, dass es einen Markt für sehr abstrakte, ungewöhnliche Pferdegemälde gibt.

Fortsetzung folgt
Vielen Dank an Donna, dass sie das Interview beantwortet und ihre Arbeiten mit uns geteilt hat. Schauen Sie regelmäßig auf ihrem Kunstblog vorbei, um Neuigkeiten zu ihren neuesten Werken zu erfahren.
Bleiben Sie außerdem dran für weitere Interviews mit Pferdekünstlern und Fotografen.
Sind Sie Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie gern hier vorgestellt sehen würden? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website unten in den Kommentaren oder schreiben Sie uns, um mitzumachen.
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen