Interviews

Interview mit der Pferdekünstlerin – Sheri Cook

· The Equinest

Name
Sheri Cook / Happy Horse Studio

Website & wo Sie meine Arbeiten online finden
Website: www.happyhorsestudio.com
Blog: happyhorsestudio.blogspot.com
Facebook: Sheri Mills Cook
ebay: Equineartist
etsy: Sheri Mills
Folgen Sie Sheri auf Twitter: @I_Draw_Horses

Wo ich lebe
Granbury, Texas (USA)
Texas, aber mein Herz sehnt sich nach New Mexico.

Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund und woher kommen Sie?
Ich bin in Texas geboren und habe mein ganzes Leben hier verbracht. Wie so viele andere bin ich Autodidaktin. Ich besitze zahlreiche Bücher über die Techniken verschiedener Medien. Ich habe mit Freude Workshops bei Marilyn-Todd Daniels besucht und viel gelernt. Ich freue mich darauf, weitere Pferdekünstler zu finden, von denen ich lernen und deren Workshops ich besuchen kann. Ein Künstler sollte nie aufhören, zu lernen und zu wachsen.

Painthorse in Acryl

Wann haben Sie angefangen, Pferde zu zeichnen und zu malen?
Der Wunsch, Pferde zu zeichnen, begann mit fünf Jahren. Ich habe Pferde geliebt, so weit meine Erinnerung zurückreicht. Ich saß vor dem Fernseher, schaute alte Western und zeichnete ununterbrochen. (Erinnert sich noch jemand an FURY, THE LONE RANGER, THE RIFLEMAN usw.???)

Ich habe viele Jahre lang Breyer-Modellpferde und Figuren gesammelt. Wenn man kein eigenes Pferd hat, eignet man sich seine Gestalt mit allen Mitteln an, die man finden kann. Außerdem war das Zeichnen von Pferden auf Papier eine Möglichkeit, dem einen nahe zu sein, das man sich mehr als alles andere wünschte, aber nicht hatte.

Oh, wie gut erinnere ich mich an den Schmerz und die Sehnsucht, mit der ich auf den unerreichbaren Kindheitstraum vom eigenen Pferd hoffte … diesen „Eines Tages werde ich ein Pferd haben“-Traum!

Zum Glück kam mein „Eines Tages“ in Gestalt von zwei Pferden. Mit dreizehn wurde mir eine graue Roan-Welsh-Stute geschenkt und ein paar Jahre später eine fuchsfarbene Quarter-Horse-Stute. Rückblickend habe ich eine bittere Kindheit voller Misshandlung dank dieser beiden Gefährtinnen überstanden. Sie haben mich und meinen Verstand gerettet. Während ich dies schreibe, habe ich kein Pferd, aber ich träume von einem weiteren „Eines Tages“ …

Was ist Ihre Lieblingsrasse?
Als Pferdekünstlerin liebe ich die Farben und die Vielfalt, die Painthorses bieten. Besonders gern mag ich Andalusier, Lusitanos und Peruanische Pasos wegen ihrer einzigartigen Linien und ihrer Ausstrahlung, im echten Leben wie als Motiv. Für Minipferde habe ich eine Schwäche. Seit Kurzem lerne ich die Eleganz und Form der Saddlebreds kennen. Sie faszinieren mich. Und schließlich liebe ich auch die Rasse Gypsy Vanner! So viel Auswahl!

Hundeporträt in Farbstift

Wer sind Ihre wichtigsten Einflüsse?
Ich bewundere und schätze die Arbeiten von Stubbs. Vor ein paar Jahren machte seine Sammlung in Fort Worth, Texas, Station. Als ich hineinging und das gewaltige Werk Whistlejacket betrachtete, kamen mir buchstäblich die Tränen. Ich werde nie vergessen, wie es war, ein so zeitloses Werk zu sehen.

Als Künstlerin berührt es mich zutiefst, dass jede Generation Künstler hervorbringt, die Pferde bewundern und dieses Erbe durch die Kunst bewahren. Es ist eine echte Würdigung der Fähigkeit dieses Tieres, so viele Menschen auf so unterschiedliche Weise zu berühren.

Haben (oder hatten) Sie ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Ich habe eine besondere Vorliebe für Apfelschimmel. Das ist mir nur deshalb so bewusst, weil meine erste kleine Stute ein Schimmel war. Eigentlich werden alle Pferde in gewissem Maß zur Muse.

Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, in die richtige Stimmung für Ihre Kunst zu kommen?
Wenn ich Ihnen meine geheimen Rituale verraten würde, wären sie nicht mehr geheim. Dann müsste ich Sie umbringen. Dann käme das ganze Theater, dass ich in den Untergrund abtauchen müsste, und das würde meine kreative Laufbahn gewaltig stören … und … ohhh, Entschuldigung … was hatten Sie gefragt?

Tatsächlich zünde ich in meinem Atelier gern Kerzen an. Ich höre gern Filmmusik wie die von LOTR und Harry Potter. Meine neueste Musik sind Lieder von Enya. Ich liebe keltisch angehauchte Klänge. Ich habe sogar eine CD mit Regen- und Gewittergeräuschen. Ich liebe graue Regentage, und in Texas gibt es davon leider nicht so viele, wie mir lieb wäre.

Ölporträt von White Walls

Gibt es einen bestimmten Ort, der Sie inspiriert?
Meine wunderbare Bibliothek mit über 300 Pferde-Bildbänden ist ein guter Anfang. Ich fange gar nicht erst an zu erzählen, wie viele herausgerissene Zeitschriftenseiten in meinen Aktenschränken liegen! Dazu kommen die Fotos, die ich vom Zaun aus auf Pferdeshows oder an abgelegenen Landstraßen gemacht habe.

Ich könnte zehn Leben leben und würde trotzdem nicht einmal die Hälfte meiner Referenzbibliothek für meine Pferdekunst aufbrauchen. ICH LIEBE ES!!!!!

Die Künstler unter Ihnen wissen das, denn die meisten von uns leiden an diesem Leiden, ständig Dinge zu sammeln, auf oder in denen Pferde zu sehen sind! Was für schöne, wunderbare, prächtige Geschöpfe sie doch sind! Sie bewegen unsere Seele, und wir müssen die Gefühle, die sie in uns wecken, auf Leinwand, Papier oder Foto bannen!

Welche Auswirkungen wird das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst im Allgemeinen haben?
Positiv betrachtet war das Internet meiner Meinung nach wunderbar für Künstler. Es ist ein fantastisches Werkzeug, um mehr Sammler zu erreichen und sich mit anderen Künstlern und ihren Werken zu vernetzen. Eine Möglichkeit, auf dem Laufenden zu bleiben, was es da draußen gibt. Es gibt so viele Plattformen, um die eigenen Werke zu präsentieren.

Negativ betrachtet sind Urheberrechtsverletzungen weit verbreitet. Das ist ein Nachteil und ein Missbrauch gegenüber Künstlern, die so viel Zeit und Mühe in ihre Werke stecken, nur damit diese gestohlen oder missbraucht werden.

Hat es Auswirkungen auf Ihre gehabt?
Ein klares JA! Über das Internet habe ich viele Sammler und Fans meiner Kunst gewonnen.

Ölporträt von SH Sunset Bay

Welches ist Ihr persönliches Lieblingswerk?
Ich habe ein Ölporträt im Format 4 x 6 von diesem süßen Minipferd namens SH Sunset Bay gemalt. Als ich dieses kleine Juwel fertig hatte, fühlte es sich einfach richtig an – genau der Stil, in den ich mich weiterentwickeln möchte. Es ist auch auf dem Hintergrund meiner Twitter-Seite zu sehen. Ich arbeite gern an kleineren Kunstwerken. Vielleicht, weil mir der Platz fehlt! LOL.

Würden Sie es jemals verkaufen?
Ja! Es befindet sich im Besitz der Eigentümerin Sherri Hill von SH Miniature Horses in Oregon. Ich liebe es, wie sie Bilder all ihrer lustigen Minipferde teilt. Sie sind inspirierende kleine Motive.

Wofür brennen Sie sonst noch?
Eigentlich für das Schreiben. Ich arbeite an einem Fantasyroman für junge Erwachsene und hoffe, eines Tages eine veröffentlichte Autorin zu sein. Außerdem würde ich gern Kinderbücher mit Pferden gestalten.

Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Tatsächlich, ja. Vor Jahren war meine erste Liebe die Pointillismus-Technik mit Feder und Tusche. Ich habe viele Werke in durchschnittlicher Größe und ein paar große Arbeiten geschaffen. In diesem Medium entsteht ein Bild mühsam, aber mit viel Liebe, indem man Millionen von Punkten auf das Blatt setzt. Diese Werke sind wunderschön und noch eindrucksvoller, wenn der Betrachter näher herangeht und feststellt, dass er nur jede Menge Punkte sieht! Ich habe diese Reaktionen immer GELIEBT.
Deshalb habe ich vor Kurzem mit einem 8×10-Werk begonnen, einem Kopfporträt eines Vollbluts mit Trense. Ich werde seine Entstehung bald Schritt für Schritt in meinem BLOG zeigen.

Pointillismus in Feder und Tusche

Demnächst mehr

Vielen Dank an Sheri, dass sie unsere Fragen beantwortet und ihre Arbeiten mit uns geteilt hat. Schauen Sie unbedingt regelmäßig auf ihrer Kunst-Website vorbei, um Neues über ihre jüngsten Werke zu erfahren.

Und bleiben Sie dran – es folgen weitere Interviews mit Pferdemalern und Fotografen.

Sind Sie Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie hier gern vorgestellt sähen? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website in den Kommentaren unten oder schreiben Sie uns, um mitzumachen.

Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen