Interviews

Interview mit der Pferdekünstlerin Jennifer MacNeill-Traylor

· The Equinest

Name
Jennifer MacNeill-Traylor

Website & wo Sie meine Arbeiten online finden
Meine Website ist noch im Aufbau: www.gypsymare.com
Mein Blog wird mehrmals pro Woche aktualisiert: gypsymare.blogspot.com
Ebay: Gypsy Mare Studios
Etsy: Gypsy Mare Studios
Cafepress: Gypsy Mare Studios
Folgen Sie Jennifer auf Twitter: @GypsyMareArt

Wo ich lebe
East Petersburg, Pennsylvania, mitten in der idyllischen Landschaft von Lancaster County.

Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund und woher kommen Sie?
Ich bin in Cochranville, Pennsylvania, aufgewachsen. Als ich geboren wurde, hatte meine Mutter eine Palomino-Stute namens Gypsy und nahm mich schon als Baby mit auf Ausritte! Diesem Pferd gebe ich die Schuld an meiner lebenslangen Sucht nach allem, was mit Pferden zu tun hat.

Als Kind verbrachte ich die Sommer bei meinen Großeltern und spielte mit ihrer Appaloosa-Stute Honey. Sie war während meiner ganzen Kindheit eine meiner besten Freundinnen.

Devon Grey

Mit 13 Jahren fing ich in einem Sportpferdestall in der Nähe an, Boxen auszumisten und Sattelzeug zu putzen – im Tausch gegen Reitstunden, ein paar Turnierstarts und einen kleinen Lohn. Nach der Schule arbeitete ich in vielen verschiedenen Ställen, von Huntern bis hin zu Amish-Kutschfahrten für Touristen.

Meinen letzten Job mit Pferden habe ich vor 2 Jahren aufgegeben. Mein Mann und ich lebten 8 Jahre lang auf einem großen Vollblutgestüt. Ich versorgte die Pferde und bekam dafür Miete, Nebenkosten und die Unterbringung meines eigenen Pferdes.

Heute wohne ich in einem hübschen kleinen Haus auf einem halben Acre Land, das ich gerade in mein eigenes kleines Gartenparadies verwandle. Leider musste ich mein Pferd verkaufen, um den Hauskauf mitzufinanzieren, aber ich habe noch Kontakt zu mehreren Pferdefreunden und besuche als Zuschauerin Turniere, wann immer ich kann.

Wann haben Sie angefangen, Pferde zu zeichnen und zu malen?
Das lässt sich schwer genau sagen. Ich glaube, ich habe schon immer Pferdekunst gemacht. Ich weiß noch, dass ich in der Grundschule meine Zeichnungen in einer Mappe mitbrachte und sie in der Mittagspause für 10 bis 25 Cent das Stück verkaufte!

Welche Rasse malen Sie am liebsten?
Ich liebe es, Gypsy Vanner zu malen! Ihre langen Mähnen und ihr Kötenbehang sind so wunderschön! Ich hoffe, eines Tages selbst einen zu besitzen.

Moondance

Wer sind Ihre wichtigsten Einflüsse?
Ich liebe die Pferdekunst von George Stubbs und Sir Alfred Munnings.

Vor ein paar Jahren konnte ich das Originalgemälde Whistlejacket von Stubbs sehen. Es war lebensgroß und nahm die ganze Wand ein. Ich habe geweint, als ich es sah – so schön war es.

Dieses Jahr habe ich eine große Ausstellung mit Werken von Munnings gesehen und war völlig überwältigt! Es gibt sehr, sehr viele wunderbare Pferdekünstler, die sich im Internet präsentieren. Ich betreue einen Blog für eine Gruppe von Pferdekünstlern auf Etsy und bekomme von diesen großartigen Menschen jede Menge Inspiration!

Appaloosa

Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, in die richtige Stimmung für Ihre Kunst zu kommen?
Wenn es mit der Kreativität gerade schwierig ist, blättere ich in ein paar alten Ausgaben der Zeitschrift Equine Images oder in einem der sehr, sehr vielen Pferdebücher in meinem Atelier. Außerdem habe ich ganze Kisten voller Fotos, die ich auf Pferdeturnieren und auf verschiedenen Höfen gemacht habe, und die gehe ich durch. Ich schaue mir sogar gern die Dateien auf meinem Computer mit früheren Arbeiten an.

Gibt es einen bestimmten Ort, der Sie inspiriert?
Zu meinen liebsten Orten der Inspiration gehören die Devon Horse Show und das Brandywine River Museum. Auch ein kleines Turnier in der Nähe oder eine Fahrt übers Land können eine tolle Idee auslösen.

An Einhörner glauben

Welche Auswirkungen wird das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst im Allgemeinen haben?
Ich glaube, es hat enorme Auswirkungen. Künstler, die Galerien oder Läden keine hohen Provisionen (oft 30–50 %) zahlen wollen, verkaufen inzwischen auf Plattformen mit viel niedrigeren Gebühren wie Etsy und Ebay.

Hat es Auswirkungen auf Ihre gehabt?
Ich verkaufe schon immer gern online (seit 1999). Als ich anfing, hatte ich einen Stand auf einer großen Pferdemesse und auf mehreren Turnieren. Ich musste nicht nur eine hohe Standgebühr zahlen, sondern auch wochenlang Ware vorbereiten, die ich mitnehmen konnte. Dazu kommen all die Kosten für Essen, Hotel, Benzin usw. Heute kann ich alles, was ich male, sofort bei Ebay einstellen. Ich liebe es, ein weltweites Publikum zu haben.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingswerk?
Ich habe dieses Jahr ein Ölgemälde eines fuchsfarbenen Vollbluthengstes gemalt, den ich früher versorgt habe. Er war der gemeinste Kerl, den man sich vorstellen kann, und hätte mir eines Tages fast den Arm abgerissen. Ich habe sein Porträt gemalt, und es hängt in meinem Atelier neben meinem Tisch. Es heißt „Sorge“. Er hatte immer einen sorgenvollen Ausdruck, und ich glaube, den habe ich im Bild eingefangen.

Sorge

Würden Sie es jemals verkaufen?
Zum richtigen Preis. 🙂

Wofür brennen Sie sonst noch?
Ich gärtnere mit großer Leidenschaft. Jeden Morgen nach meinem Kaffee spaziere ich durch den Garten und schaue mir meine Blumen und mein Gemüse an. Es ist unglaublich entspannend und sehr lohnend zu sehen, was aus der Erde sprießt, was blüht oder was reif zum Essen ist.

Die meisten Künstler, die ich kenne, sind auch begeisterte Gärtner. Ich glaube, das hat mit dem Erschaffen zu tun – damit, etwas Unscheinbares in etwas Schönes zu verwandeln.

Sleepy Hollow

Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Das ist für mich die beste Zeit des Jahres, um viel zu schaffen. Mein Mann ist Lehrer und hat im Sommer frei, sodass er auf unsere dreijährige Tochter aufpassen kann, während ich arbeite. Ich habe gerade keine Ölgemälde angefangen, aber worauf ich mich konzentriere, ist seltsamerweise Halloween.

Bei Ebay kennt man mich dafür, dass ich Pferde und Feiertage in verspielten Bildern auf Schildern und anderen Gebrauchsgegenständen zusammenbringe. Der kopflose Reiter ist ein beliebtes Halloween-Motiv und eines meiner liebsten! Ich male zu Weihnachten auch gern Pferde im Schnee. Die Feiertagsmotive geben mir die Gelegenheit, Spaß zu haben und meiner Fantasie freien Lauf zu lassen!

Sleepy Hollow

Demnächst mehr

Vielen Dank an Jennifer, dass sie unsere Fragen beantwortet und ihre Arbeiten mit uns geteilt hat. Schauen Sie unbedingt regelmäßig auf ihrer Kunst-Website vorbei, um ihre neuesten Werke zu sehen.

Und bleiben Sie dran – es folgen weitere Interviews mit Pferdemalern und Fotografen.

Sind Sie Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie hier gern vorgestellt sähen? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website in den Kommentaren unten oder schreiben Sie uns, um mitzumachen.

Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen