
Das Sugarbush Draft hat eine interessante Geschichte zu erzählen, denn allen Widrigkeiten zum Trotz hat sich diese farbenfrohe Rasse über die Jahre gehalten.
Herkunft
Die Geschichte der Rasse beginnt, als die US-Kavallerie die prächtigen getupften Herden der Nez Perce auflöste. Diese Tiere wurden mit Kaltblütern gekreuzt, und ihre Nachkommen wurden als Pflug- und Arbeitspferde verstreut. Sie waren nützlich und zäh, weshalb ihre Zucht bis Anfang des 20. Jahrhunderts fortbestand, als die Kaltblutrassen weltweit der Mechanisierung der Landwirtschaft zum Opfer fielen.
Als ihre Bedeutung auf den Höfen schwand, wurden Kaltblüter oft für Touristen- und Hochzeitskutschen eingesetzt. Eines der Kutschunternehmen, das diesen Weg ging, wurde von einem Mann namens Everett Smith geführt. Herr Smith kam zu dem Schluss, dass ein farbenfroheres Pferd sein Geschäft hervorheben könnte, und suchte Inspiration bei der damals neu entstandenen Rasse Appaloosa. Viele der Tiere, die er fand, zeigten Kaltblutmerkmale und eigneten sich perfekt für seine Zwecke.
Das brachte Smith tatsächlich dazu, ein eigenes Zuchtprogramm zu beginnen, indem er hochwertige Percherons mit Appaloosas kreuzte, die die gewünschten Eigenschaften zeigten. Seine Zucht war streng und gezielt; die Tiere wurden nach bestimmten Merkmalen ausgewählt.
In den 1960er-Jahren begann ein Mann namens Michael Muir, eine ähnliche Kreuzung namens Stonewall Sport Horse zu züchten; sein Ziel war ein farbenfrohes Kaltblut vom Fahrpferdetyp. Die beiden schlossen sich zusammen, und 1982 hatte Smith schließlich das Gefühl, seine Zuchtziele erreicht zu haben – die Grundlage des Sugarbush Draft. Die Pferde überstanden den Beginn des 20. Jahrhunderts schlicht deshalb, weil sie bequem genug zum Reiten und zugleich kräftig genug für die Zugarbeit waren.
Auch wenn sie bis heute überlebt haben, ist ihr Bestand leider sehr klein.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 15.2-17 Hand
Exterieur
Der Kopf hat ein gerades oder leicht konvexes Profil
Die Augen sind groß und gut gesetzt, in jeder Farbe
Die Ohren sind groß und fein, bei Stuten größer
Der Hals ist mittellang und gewölbt
Die Schulter ist mäßig schräg und breit
Die Brust ist tief und breit
Der Rumpf ist breit und tief, mit kürzerer Oberlinie
Die Hinterhand ist gerade und oval
Die Beine sind trocken, mit wenig Kötenbehang
Die Hufe sind groß und ausgewogen
Typische Fellfarben
Alle einfarbigen Fellfarben können eingetragen werden, bevorzugt werden jedoch Tigerscheckung (Leopard-Komplex) und die dazugehörigen Merkmale. Weiße Scheckenmuster und dominantes Weiß können nicht eingetragen werden.
Charakter
Williges Wesen und ausgeprägter Arbeitswille
Verwendung
Reitpferd
Zugpferd
Transport
Nützliche Links
The American Sugarbush Harlequin Draft Association
Video
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen