Appaloosa-Weißmuster im Pferdefell

Appaloosa-Weißmuster
Weiße Farbmuster sind nicht an die Farbe des Pferdes gebunden, sondern ein Muster, das über die Grundfarbe gelegt wird. Die Appaloosa-Muster entstehen durch den Leopard-Komplex und können auf Fuchs, Rappe, Brauner und Schwarzbrauner als Grundfarbe auftreten.

Appaloosa-Weißmuster

Der Leopard-Komplex bringt eine unglaublich vielfältige Zahl an Mustertypen hervor und kommt bei vielen Rassen vor. Auch wenn man ihn mit den amerikanischen Ureinwohnern verbindet, sind getupfte Tiere seit Tausenden von Jahren in der Geschichte belegt. Das Appaloosa-Weißmuster (Tigerscheckung) kann bei jeder Farbe auftreten und ist in seiner Ausprägung sehr variabel; manche Tiere zeigen mehr als ein Muster.

Merkmale des Appaloosa

Auch wenn die Muster von Tier zu Tier stark variieren, gibt es einige Merkmale, die bei allen Tieren mit diesem Weißmuster gleich bleiben.

Pferd mit gesprenkelter HautGesprenkelte Haut
Appaloosas haben fast immer Sprenkel oder kleine Punkte rund um die Schleimhäute (Maul, Augen usw.).
Pferd mit weißer SkleraWeiße Sklera
Appaloosas zeigen oft eine weiße Lederhaut (Sklera) im Auge, auch „Menschenauge“ genannt. Nicht alle Appaloosas haben dieses Merkmal.
Pferd mit gestreiften HufenGestreifte Hufe
Nicht alle Hufe zeigen die Streifen, und es spielt keine Rolle, welche Farbe die Beine haben – alle können gestreift sein.
Pferd mit RattenschweifRattenschweif
Bei manchen Appaloosas wächst der Schweif sehr spärlich, und die Haare werden kaum länger als bis knapp über das Ende der Schweifrübe.

Appaloosa-Muster

Im Appaloosa-Spektrum gibt es unzählige Muster, und sie lassen sich beliebig miteinander kombinieren.

Leopard-AppaloosaLeopard
Weiß mit dunklen Tupfen in der Grundfarbe, die über das ganze Fell verteilt sind – ähnlich wie bei Dalmatinern. Die Tupfen können sich an Kopf und Beinen häufen.
Near-Leopard-AppaloosaNear-Leopard
Hier endet die weiße Zeichnung etwa an der Schulter, während Kopf und Hals farbig bleiben und auf der weißen Fläche farbige Tupfen sitzen.
Few-Spot-Leopard-AppaloosaFew-Spot-Leopard
Die stärkste Ausprägung des Leopard-Komplexes: Das Tier ist reinweiß und hat nur wenige farbige Tupfen im Fell.
Appaloosa mit getupfter SchabrackeSchabracke (Blanket)
Schabrackenschecken haben eine weiße Decke über der Hinterhand. Innerhalb der Schabracke müssen sich Tupfen in der Grundfarbe befinden.
Snowcap-AppaloosaSnowcap
Snowcap-Appaloosas haben eine reinweiße Decke über der Hinterhand; innerhalb dieser Schabracke darf es keine Tupfen geben.
Marble-AppaloosaMarble/Varnish
Marble-Appaloosas werden oft mit Roan verwechselt. Bei ihnen überlagert sich das Weiß im Muster stärker, was ihnen ein marmoriertes Aussehen verleiht.
Frost-AppaloosaFrost
Leicht mit Roan zu verwechseln: Die weiße Frost-Zeichnung tritt meist entlang der Oberlinie und an den Hüften auf. Dunkle Points zeigen diese Tiere nicht.
Snowflake-AppaloosaSnowflake
Snowflake-Tiere zeigen meist überwiegend ihre Grundfarbe mit kleinen weißen Sprenkeln oder Tupfen. Diese können sich verändern und wandern, wenn das Pferd älter wird.
Peacock-AppaloosaPeacock
Wahrscheinlich eine Form von Marble: Bei Peacock sind Tupfen in der Grundfarbe von Weiß umgeben und heben sich so von der Grundfarbe ab. Das ergibt auffällige Muster.
PintaloosaPintaloosa
Das Ergebnis eines Schecken-Weißmusters, das sich mit einem Leopard-Weißmuster mischt. Diese Kombination ist recht selten und lässt sich nur schwer gezielt züchten.

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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen