
Das Finnpferd, auch Suomenhevonen oder Finnish Universal genannt, ist eine der wenigen in Finnland heimischen Pferderassen. Bekannt und geschätzt ist es für seine enorme Anpassungsfähigkeit, die es einer einzigartigen Kombination aus Warmblut- und Kaltblutgenen verdankt.
Herkunft
Die Rasse stammt vom nordeuropäischen Hauspferd ab, einer Mischung aus Warmblut und schwererem Zugpferd. Früher wurden diese Pferde gezüchtet, um alle Bedürfnisse der Menschen vor Ort zu erfüllen, und sie waren bei Trabrennen ebenso geschickt wie auf dem Hof. Ursprünglich als kleine Kaltblüter gezüchtet, haben sie sich im Lauf der Jahre verändert und sind heute die schnellsten Kaltbluttraber der Welt.
1924 wurde die Zucht in zwei Zweige aufgeteilt. So wollte man die Linie der schwereren Pferde erhalten und den Züchtern zugleich ermöglichen, sich auf ein leichteres Pferd zu konzentrieren, das sich besser zum Reiten und für Trabrennen eignet.
Jahre später, um 1950, ging der Bestand des Finnpferdes deutlich zurück: Für die Feldarbeit wurde es nicht mehr gebraucht, und die nachlassende Beliebtheit der Trabrennen sorgte für eine geringe Nachfrage. 1971 erhielt der Reittyp eine eigene Abteilung im Zuchtbuch, und heute gibt es vier anerkannte Typen.
Vier Typen des Finnpferdes
- Traber
- Zugpferd
- Reitpferd
- Ponytyp
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 15 – 17 Hand
Exterieur
Weil es so viele Typen gibt, sind die körperlichen Merkmale sehr unterschiedlich.
Meist solide gebaut
Typische Fellfarben
Meist Fuchs, aber auch in den meisten einfarbigen Farben
Charakter
Kooperativ und umgänglich
Gut erzogen und freundlich
Verwendung
Traber
Schaupferd
Leichte Landarbeit
Fahren
Reitpferd
Transport
Landwirtschaft
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