Interviews
Interview mit der Pferdekünstlerin – Ann Ranlett
Name
Ann Ranlett
Website & wo Sie meine Arbeiten online finden
Websites: www.annran.com & www.petportraitsbyann.com
Blog: annran.blogspot.com
Meine Originalkunst und Reproduktionen davon (Drucke, Grußkarten, Magnete, Ohrringe):
Bonanzle: Ann Ranlett
Etsy: Ann Ranlett
Artfire: Ann Ranlett
Cafepress: Ann Ranlett
Zazzle: Ann Ranlett
Folgen Sie Ann auf Twitter: @AnnRan5
Wo ich lebe
In Newcastle in Nordkalifornien, zwischen Sacramento & Auburn. Mein Mann & ich leben auf einem hübschen, 3,5 Acre großen Stück Eichenwald, das wir „Swamp Dog Ranch“ nennen.
Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund und woher
kommen Sie?
Ich habe mein ganzes Leben lang Tiere geliebt, und meine Eltern haben das unterstützt. Wir hatten Hunde und Katzen, aber zeitweise auch ein Meerschweinchen, Ratten, Schlangen, Echsen und Frösche. Mama war zum Glück nicht zimperlich.
Ich hatte nie ein Pferd oder Pony, aber bis zur Highschool nahm ich immer wieder Reitstunden. Als Geburtstagsgeschenk weckte mein Mann eines Jahres das Pferdefieber wieder, indem er mir Reitstunden schenkte.

Dann bekam ich mit über 30 mein erstes Pferd – einen Quarter-Horse-Wallach. Jetzt habe ich eine wunderbare Palomino-Quarter-Horse-Stute. Sie ist 26, aber immer noch in erstaunlicher Form. Außerdem haben wir einen 7 Jahre alten Border Collie, der äußerst unterhaltsam ist.
Ich habe 1985 meinen Abschluss in Biologie an der CSU Sacramento gemacht. Ich arbeitete ein paar Jahre im Zoo von Sacramento als Koordinatorin für Freiwillige & Veranstaltungen, dann bei Umweltberatungsfirmen, wo ich Karten & Grafiken erstellte.
Mit der Unterstützung meines Mannes arbeite ich seit 6 Jahren hauptberuflich als Künstlerin. Es war die Nische der Tierporträts, die mir den „großen Sprung“ vertretbar erscheinen ließ. Ich hatte etliche Aufträge, als ich meinen Job kündigte, und seitdem reißt der Strom nicht ab. Ausführlichere Informationen finden Sie in meiner Biografie und meinem Lebenslauf.
Neben Tierporträts und anderer Tier- und Naturkunst mache ich auch etwas Grafik- & Webdesign.
Wann haben Sie angefangen zu zeichnen und zu malen?
Ich glaube, viele Künstler sagen das, aber es stimmt: Ich zeichne, seit ich einen Wachsmalstift halten kann (angefangen habe ich also vor etwa 45 Jahren!). Tiere haben mich schon immer fasziniert, deshalb sind sie all die Jahre mein Hauptmotiv gewesen.

Sie arbeiten mit Tusche auf Scratchboard – können Sie uns ein wenig über Ihre Technik erzählen?
Meine Scratchboard-Technik unterscheidet sich etwas von der üblichen. Wenn Leute „Scratchboard“ hören, denken sie meist an die schwarze Oberfläche, in die weiße Linien gekratzt werden. Ich habe ein paar Zeichnungen so gemacht, aber ich bevorzuge weißes Scratchboard.
Ich beginne mit einer weißen Fläche, male/zeichne die schwarzen Partien dort, wo ich sie haben will, und kratze diese Bereiche dann frei, um Details herauszuarbeiten. Ich tusche Bereiche auch nach, um die Details zu verfeinern. Zum Nachtuschen verwende ich einen Tuschefüller. Mit meinen Rapidograph-Stiften verbindet mich eine Hassliebe.
Auf meiner Website gibt es eine Demo-/Technikseite. Gelernt habe ich diese Technik von Trudy Nicholson, einer fantastischen Illustratorin. Ich habe Ende der 90er bei einer Jahrestagung der Guild of Natural Science Illustrators (GNSI) einen Workshop bei ihr besucht.
Ich hatte viele Jahre mit Feder & Tusche auf Papier gearbeitet, aber als ich diese Technik von Trudy lernte, war es um mich geschehen. Definitiv ein „Aha-Moment“ für mich!
Ich gehe mit diesem Verfahren noch einen Schritt weiter und verwende Tuschelavierungen, um Grautöne zu erzeugen. Der Prozess des Tuschens/Kratzens bleibt dabei aber im Wesentlichen gleich. Die meisten meiner Tierporträts in Grautönen entstehen mit dieser Methode (einige allerdings in Graphitstift). (Unten auf der oben genannten Demoseite finden Sie ein Beispiel und ein paar weitere Informationen.)
Welche anderen Medien verwenden Sie?
Ich arbeite in 2 Stilen und mit verschiedenen Medien. Für meine realistischen Arbeiten verwende ich die oben beschriebene Tusche auf Scratchboard, Graphitstift oder eine Mischung aus Aquarell, Tusche & Farbstift.
Für das, was ich meine „Paintings with Petzazz“ nenne, arbeite ich mit Aquarell auf Yupo für einen lockereren Stil in leuchtenden Farben. Yupo ist eine großartige Oberfläche – ganz anders als traditionelles Aquarellpapier, es reagiert anders. Es ist ein synthetisches Papier, sehr glatt und strahlend weiß. Da das Wasser/die Farbe nicht in die Oberfläche einzieht, muss es verdunsten, was wunderbare Wasserränder und Pfützen und sehr leuchtende Farben hinterlässt. Hier können Sie Beispiele sehen.

Sie malen alle möglichen Tiere – haben Sie ein Lieblingsmotiv?
Nicht wirklich, ich bin bereit, mich an jedem Tier als Gemälde oder Zeichnung zu versuchen.
Am meisten Übung habe ich allerdings mit Hunden, einfach weil ich mehr Aufträge für Hundeporträts bekommen habe als für jedes andere Tiermotiv. Kürzlich habe ich einen Auftrag für ein Schneckengemälde angenommen!
Diese Kundin hatte meine Gemälde Tomate (ja, ich habe ein paar Gemüsebilder gemalt) und Tomatenwurm gekauft und beschloss, dass sie ein drittes Bild brauchte. Sie hatte ein Foto von einer Schnecke, das ihr jemand gegeben hatte, und fragte, ob ich das malen würde. Na klar, warum nicht?
Haben (oder hatten) Sie ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Keine bestimmte Muse, nur Tiere im Allgemeinen. Dass ich sie liebe und sie immer in meinem Leben hatte, hat mir Jahre der Beobachtung ihrer Ausdrücke, ihres Körperbaus, ihrer Fellmuster, Proportionen usw. geschenkt. Das erlaubt mir, ihren Geist in meiner Kunst einzufangen und sie zugleich korrekt wiederzugeben. Selbst bei meinen lockereren Bildern sollen die Proportionen stimmen. Vergessen Sie nicht, ich bin Biologin!

Gibt es einen bestimmten Ort, der Sie inspiriert?
Ich bin keine emotionale Künstlerin (das heißt nicht, dass ich kein emotionaler Mensch bin – zeigen Sie mir ein Video einer hervorragenden Dressurkür oder ein Stutfohlen, das frei neben seiner Mutter galoppiert, und mir werden die Augen ein bisschen feucht!) – meine Inspiration kommt weniger von einem Ort oder einem Gefühl als vielmehr von der Herausforderung, mein Motiv in dem Medium wiederzugeben, das ich für dieses Kunstwerk gewählt habe. Und bei einer Auftragsarbeit kommt die Inspiration aus dem Ziel, dass mein Kunde mit dem fertigen Werk wirklich, wirklich glücklich sein soll!
Welche Auswirkungen wird das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst im Allgemeinen haben?
Es hat sicherlich mehr Künstlern zu mehr Sichtbarkeit verholfen. Und als Einzelne haben wir die Möglichkeit, unseren eigenen Markt zu schaffen, indem wir unsere Arbeiten oder Reproduktionen davon im Netz verkaufen. Es ist wirklich überwältigend. Jedes Mal, wenn ich mich umdrehe, gibt es eine neue Verkaufsplattform. Es ist schwer, nicht auf jede neue Seite aufzuspringen. Aber ein Tag hat einfach nicht genug Stunden.
Ich bin Ende letzten Jahres Twitter beigetreten, ohne recht zu wissen, was mich erwartet, aber ich hörte ständig davon, also dachte ich, ich sollte es mir ansehen. Es ist so viel mehr geworden, als ich dachte, und es ist eine wirklich großartige Möglichkeit, meine Arbeit mit anderen zu teilen. Es erfordert allerdings ein gewisses Fingerspitzengefühl – man kann nicht einfach nur über seine Arbeit posten und sonst nichts. Es ist wichtig, zuerst Beziehungen aufzubauen – sich aufrichtig mit seinen Followern zu verbinden und ihnen einen Grund zu geben, sich für einen und seine Kunst zu interessieren.

Hat es Auswirkungen auf Ihre gehabt?
Absolut! Ich kann meine Arbeiten einem viel größeren Markt anbieten. Ich habe meine Arbeiten in einer lokalen Genossenschaftsgalerie (Auburn Old Town Gallery), aber es ist schön, wenn sie weit darüber hinaus sichtbar sind. Die Online-Verkäufe waren bisher bescheiden, aber das Potenzial ist da, und meine Kunst lebt inzwischen in Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland und überall in den USA. Ich weiß, dass es Zeit braucht, Verkäufe/Einkommen aufzubauen, und ich bin auf lange Sicht dabei.
Die Kehrseite ist, dass es Zeit vom Kunstschaffen abzieht, aber wenn ich meine Arbeit nicht vermarkte, findet sie niemand. Außerdem macht mir die technische/Computer-Seite der Sache auch wirklich Spaß. Ich habe seit Jahren meine eigenen Websites und richte meine Online-Shops selbst ein und passe sie an.
Welches ist Ihr persönliches Lieblingswerk?
„Cloud 9“ – ein Gemälde von Patch, einem unserer Hunde, der auf dem Bett döst. Ich liebe es, weil es so „er“ ist. Er ist ein paar Jahre nach diesem Gemälde gestorben, deshalb ist es schön, diese fröhliche Erinnerung zu haben. Natürlich habe ich auch viele, viele Fotos von ihm.

Würden Sie es jemals verkaufen?
Es wurde kurz nachdem ich es gemalt hatte verkauft. Ich male/zeichne Motive, die mir am Herzen liegen, aber ich möchte, dass meine Kunst sich verkauft, und ich freue mich riesig, wenn etwas, das ich geschaffen habe, bei jemand anderem eine Saite zum Klingen bringt und er es kauft.
So viel von meiner Arbeit sind Auftragsarbeiten, dass ich wohl in der Denkweise bin, dass es „aus dem Haus geht“, auch bei den nicht beauftragten Stücken. Ha, ich wünschte nur, es würde alles „aus dem Haus gehen“!
Und ich scanne alles, was ich male/zeichne, also „habe“ ich das Gemälde unseres „Patchy Boy“ immer noch.
Wofür brennen Sie sonst noch?
Ich beobachte gern Vögel (Birding) und fotografiere. Wann immer möglich mache ich meine eigenen Fotos für Tierporträts und andere Zeichnungen/Gemälde. Außerdem unterstütze ich den Tierschutz und spende, wenn ich kann, an einige Tierschutzeinrichtungen in meiner Gegend.
Eine davon ist A Chance for Bliss; sie nehmen hauptsächlich Pferde mit besonderen Bedürfnissen/Seniorenpferde und kleine Hunde auf, haben aber eine ganze Menagerie – auch ein paar Schweine, Ziegen und Gänse. Ich bin Mitglied und Co-Leiterin von Art for Critters (A4C), einer Gruppe von Künstlern, die ihre Kunst online verkaufen und einen Teil des Erlöses an ausgewählte Tierschutzorganisationen spenden.
Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Nichts grundlegend Anderes, aber immer Neues – ich habe das Glück, einen stetigen Strom von Tierporträts zu haben, an denen ich arbeiten kann. Etwas Interessantes mit Pferdebezug gibt es aber doch – es war letztes Jahr, aber die Bücher sind gerade erst erschienen. Ein riesiges, 19′ x 23′ großes Wandbild eines Pferdes, geschaffen von einem Team von Künstlern aus aller Welt. Le Cadeau du Cheval by Mural Mosaic.
Und diese Zeichnung habe ich bei der jurierten Pferdekunstausstellung der jährlichen Draft Horse Classic im nahen Grass Valley, CA, eingereicht.

Demnächst mehr
Vielen Dank an Ann, dass sie unsere Fragen beantwortet und ihre Arbeiten mit uns geteilt hat. Schauen Sie unbedingt regelmäßig auf ihrer Kunst-Website vorbei, um ihre neuesten Werke zu sehen.
Und bleiben Sie dran – es folgen weitere Interviews mit Pferdemalern und Fotografen.
Sind Sie Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie hier gern vorgestellt sähen? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website in den Kommentaren unten oder schreiben Sie uns, um mitzumachen.
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen