
Was Reinheit und Alter der Blutlinien angeht, steht der Andalusier dem Araber in nichts nach. Er ist mit Fug und Recht ein Stammvater moderner Pferderassen, und andalusisches Blut prägt eine große Vielfalt der heute bekannten Rassen.
Herkunft
Pferde vom andalusischen Typ sind unter vielen verschiedenen Namen bekannt, darunter Iberisches Reit- bzw. Kriegspferd, Lusitano, Alter Real, Kartäuser, Spanisches Pferd, Portugiese, Peninsular und Kastilier. Offiziell heißen sie Reinrassiges Spanisches Pferd (Pura Raza Española) und gelten seit Langem als Inbegriff des perfekten Pferdes.
Ihre Wurzeln und ihr konvexes Profil gehen vermutlich auf asiatische Einflüsse vor der muslimischen Eroberung der Iberischen Halbinsel zurück. Manche glauben, dass Berberblut die Ramsnase dieser Rasse geprägt hat, doch iberische Pferde zeigten ihr markantes Profil schon Jahrhunderte, bevor es den Berber gab. Allerdings wurden die beiden Rassen im Laufe der Jahre wahrscheinlich immer wieder miteinander gekreuzt.
Vom Krieg geprägt
Trotz ihrer langen Geschichte lassen sich alle heute lebenden Andalusier auf eine kleine Zahl von Pferden zurückführen, die im 18. und 19. Jahrhundert von religiösen Orden gezüchtet wurden. Im 19. Jahrhundert wütete der Krieg in Spanien, und die meisten verfügbaren Pferde wurden beschlagnahmt oder gestohlen. Zur gleichen Zeit ließ eine Seuche die Zahl der reinrassigen Pferde weiter sinken, ebenso wie die Einkreuzung von normannischem und arabischem Blut.
Inmitten all dieses Chaos wurde im Kartäuserkloster nahe der Küste bei Jerez de la Frontera eine kleine Herde vor der Zerstörung verborgen. Mit dieser Herde wurde die Rasse später erneuert.
Der moderne Andalusier
Anfang des 20. Jahrhunderts änderten sich die Zuchttrends in Spanien, und die traditionellen spanischen Pferde verloren noch mehr an Boden. Seitdem haben sie langsam ein Comeback erlebt. Der moderne Andalusier wurde erst 1962 aus dem Land exportiert; damals gelangte er nach Australien und (zum zweiten Mal) nach Amerika.
Im 21. Jahrhundert ist diese schöne Rasse im Aufwind, und es wird mit weiterem Wachstum gerechnet. Ihre weltweite Beliebtheit ist unbestreitbar, und ihre Geschichte ist eng mit der der Menschen verflochten, die ihre Blutlinien am Leben erhalten haben.
Geschätztes Veredlerblut
Reines spanisches Blut verleiht Pferden eine anmutige und edle Ausstrahlung. In andere Rassen eingekreuzt, verbessert es den Bestand deutlich, und seine starken Eigenschaften bleiben über Generationen erhalten. Die Zucht begann in der spanischen Region Andalusien und wird dort bis heute sehr ernst genommen. Von dieser Region haben die Pferde ihren wohl bekanntesten Namen.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 15.1 – 15.3 Hand
Athletisch mit starker Ausstrahlung
Elegante, federnde Aktion
Starke Hankenbeugung möglich
Exterieur
Großer, wie gemeißelter Kopf mit konvexem Profil
Klare Augen und ein freundlicher Ausdruck
Eleganter, gewölbter Hals
Tiefer, kurz gekoppelter Rumpf
Kräftige, runde Hinterhand
Kurze Röhrbeine
Wallende Mähne und wallender Schweif
Typische Fellfarben
Schimmel | Brauner | Rappe | Fuchs
Seltener Cremello | Perlino | Buckskin | Palomino | Dun (Falbe)
Charakter
Intelligent
Anhänglich
Mutig
Temperamentvoll
Verwendung
Allgemeines Reiten
Schaupferde
Sportpferde
Nützliche Links
Association of Breeders of Purebred Spanish Horses
Offizieller Rassekatalog
International Andalusian & Lusitano Horse Association
Association of the Foundation Andalusian Horse
Andalusian Horse Association of Australasia
The British Association for the Purebred Spanish Horse
New Zealand Iberian Horse Association
Bezugsquellen
The International Andalusian Horse Importers
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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen