
Die Pferderasse Calabrese ist nach der Region Kalabrien in Süditalien benannt und für ihre asiatisch-afrikanischen Merkmale bekannt.
Herkunft
Die Rasse reicht bis in die Zeit der griechischen Kolonisation zurück und unterschied sich deutlich von den schwereren nordischen Pferdetypen, die man oft in den nördlichen Regionen Italiens findet. Geschätzt wurden diese Tiere für ihre perfekte Verbindung aus den widerstandsfähigen asiatischen Pferden und den temperamentvollen afrikanischen Reittieren.
In den folgenden Jahrhunderten wurde die Rasse aufgrund ihrer Lage in Süditalien von zahlreichen verschiedenen Blutlinien beeinflusst. Als das Weströmische Reich Ende des 5. Jahrhunderts unterging, fielen germanische Stämme in die Gegend ein und brachten robuste Pferde aus dem Norden mit. Später, im 10. Jahrhundert, brachten die Sarazenen Araber-Blut aus Afrika herauf.
Die Zucht des Calabrese-Pferdes wurde ernsthaft weiterbetrieben (wobei auch Andalusier-Blut hinzukam), bis man Anfang des 18. Jahrhunderts zur Maultierzucht überging, da Maultiere besser für das örtliche Gelände geeignet waren. Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte die Rasse eine Wiederbelebung, und die Züchter entdeckten ihr Interesse am Erhalt der Rasse neu.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 16 – 16.2 Hand
Exterieur
Der Kopf hat ein gerades oder leicht konvexes Profil mit breiter Stirn
Der Hals ist gewölbt und gut geformt
Die Brust ist breit und tief
Die Schulter ist schräg und lang
Der Rücken ist kurz und gerade
Die Beine sind gerade mit guter natürlicher Stellung
Die Hufe sind gut geformt mit festem Horn
Typische Fellfarben
Rappe | Fuchs | Schimmel | Brauner | Schwarzbrauner
Charakter
Temperamentvoll und freundlich
Willig und zäh
Verwendung
Reitpferde
Sportpferd
Freizeitpferd
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen