Interviews

Werner Rentsch – Interview mit dem Pferdekünstler

· The Equinest

Name
Werner Rentsch

Website & wo Sie meine Arbeiten online finden
Einige meiner Arbeiten finden Sie auf meiner Facebook-Seite oder auf mehreren Websites, die bei Google aufgeführt sind, darunter:
American Academy of Equine Art
Artful Home
Lynda Anderson Galleries
Equidae Gallery
Chisholm Gallery

Wo ich lebe
Ich verbringe meine Zeit abwechselnd in New York City und auf einer Farm in Jefferson, NY.

Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund und woher kommen Sie?
Ich wurde in New York City geboren. Ich wollte immer Künstler werden und liebte Tiere, vor allem Hunde und Pferde. Nach der High School of Industrial Art studierte ich an der School of Visual Arts, am Pratt Institute und an der Art Students League.

Bis 1973 arbeitete ich als freiberuflicher Künstler in der Werbung, bevor ich hauptberuflich als freier Künstler tätig wurde und mich meiner wahren Liebe widmete: der Pferdemalerei.

Bold Gold

Sie malen Pferde oft in Bewegung – mit welcher Disziplin identifizieren Sie sich persönlich?
Schon als Kind habe ich beim Anschauen von Western die Schönheit eines Pferdes in Bewegung bewundert. Als ich anfing, Pferde zu malen, verbrachte ich viel Zeit auf der Rennbahn und mit Reitern des US Equestrian Team. Doch den wichtigsten Einfluss auf meine Arbeit haben meine eigenen Pferde. Ich springe und reite gern ins Gelände, und inzwischen interessiere ich mich für Dressur.

Sie beschäftigen sich nicht nur mit Pferden – mit welchen anderen Tieren identifizieren Sie sich?
Ich identifiziere mich sehr mit Hunden. Ich hatte immer einen Hund, und sie sind ein wichtiger Teil meines Lebens. In letzter Zeit bin ich allerdings mehrmals nach Afrika gereist, um meinen Sohn zu besuchen, der in der Serengeti im Naturschutz arbeitet.

Ndutu River Crossing

Afrikanische Wildtiere aus nächster Nähe beobachten zu können, hat mir als Künstler eine völlig neue Welt eröffnet.

Wer hat Sie künstlerisch am meisten beeinflusst?
Als Junge habe ich immer die Arbeiten von Frederic Remington und Charles Russell bewundert. Jetzt, wo ich hauptberuflich Pferde male, muss ich sagen: Sir Alfred Munnings. Ich studiere auch die Werke von George Stubbs wegen seiner Anatomie und liebe Edward Hoppers Licht und Komposition.

First Jump at Saratoga

Haben (oder hatten) Sie ein Tier, das die Muse hinter Ihren Arbeiten ist?
Ja. Es war mein erstes Pferd, Allegro. Bevor ich ihn bekam, malte ich ländliche Landschaften, ganz ähnlich wie Eric Sloane oder Andrew Wyeth. Doch Allegro inspirierte mich auf so viele Arten. Er war ein palominofarbenes Pferd ohne Papiere, mit großem Selbstvertrauen, viel Talent und einer Engelsgeduld. Vom Moment seiner Ankunft an wollte ich nur noch Pferde malen.

Gibt es einen bestimmten Ort, der Sie inspiriert?
Ich denke ständig ans Malen. Wo auch immer ich bin – in den Stallungen von Saratoga, auf einem Gestüt in Kentucky, bei einem Polospiel in Florida, auf einem Pferdemarkt der Gitanos in Spanien oder auf meiner Farm bei meinen Pferden.

Manchmal denke ich im Schlaf über ein bestimmtes Motiv nach, das ich malen möchte.

Gypsy Horse Sale

Welche Auswirkungen hat das Internet Ihrer Ansicht nach auf die Kunst?
Ich glaube, das Internet hat enorme Auswirkungen auf die Kunst.

Es macht die eigenen Arbeiten der ganzen Welt zugänglich. Es kann Märkte erschließen, die man auf keine andere Weise je erreichen könnte.

Als ich Präsident der Academy of Equine Art war, habe ich im Netz nach neuen Künstlern gesucht, die ich zu besonderen „Invitational“-Ausstellungen der Akademie einladen konnte. Ich habe festgestellt, dass es bei der Beurteilung unbekannter Künstler immer besser ist, ein ganzes Werk sehen zu können. Das Web bietet diese Möglichkeit.

Armond Leone

Hat es sich auch auf Ihre Arbeit ausgewirkt?
Ja, ich konnte meine Arbeiten über das Web verkaufen. Galerien haben sich bei mir gemeldet, nachdem sie meine Arbeiten im Web gesehen hatten, und ich wurde von Werken anderer Künstler inspiriert, die ich im Web gesehen habe.

Andererseits kann es auch zu Urheberrechtsproblemen führen, die eigenen Arbeiten im Web zu zeigen. Einige meiner Arbeiten wurden aus dem Web kopiert und für kommerzielle Zwecke verwendet.

Wie wählen Sie Ihre Motive aus?
Ich denke ständig über neue Wege nach, das Pferd darzustellen.

Neben der menschlichen Gestalt ist das Pferd eines der am häufigsten dargestellten Motive in der Kunstgeschichte; für mich ist es immer eine Herausforderung, nicht zu wiederholen, was ein anderer Künstler schon gemacht hat.

Meine Bilder beruhen immer auf meinen persönlichen Erfahrungen. Es fällt mir schwer, ein Bild stimmig wirken zu lassen, wenn ich das Motiv nicht mit eigenen Augen gesehen habe.

Equine Reflection

Welches ist Ihr persönliches Lieblingswerk?
Ich finde, mein Bild „Equine Reflection“ ist mir gelungen. Ich habe über ein Jahr lang darüber nachgedacht, wie ich es umsetzen wollte, bevor ich es malen konnte. Es ist eine Studie über Licht, reflektiertes Licht, Spiegelbilder und darüber, gleichzeitig sehen zu können, was sich vor dem Spiegel und hinter dem Betrachter befindet.

Würden Sie es verkaufen?
Ich habe es verkauft.

Abgesehen von der Kunst – wofür begeistern Sie sich noch?
Ich liebe das Leben. Ich liebe Reiten, Angeln, Kanufahren, Skilanglauf, Reisen, neue Erfahrungen und Afrika.

Arbeiten Sie gerade an etwas Neuem?
Ich lerne gerade, Löwen, Flusspferde, Giraffen, Warzenschweine und Zebras zu malen.

Lion King

Demnächst mehr

Vielen Dank an Werner, dass er sich die Zeit genommen hat, meine Fragen zu ihm & seiner Arbeit zu beantworten. Schauen Sie unbedingt auf seiner Facebook-Seite vorbei, um mehr über ihn & seine aktuellen Projekte zu erfahren.

Und seien Sie gespannt auf weitere Interviews mit Pferdekünstlern und Fotografen.

Sind Sie Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie hier gern vorgestellt sehen würden? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website unten in den Kommentaren oder schreiben Sie uns, um mitzumachen.

Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen