Interviews
Pferdekünstler-Interview – Emily of Texas
Name
Emily
Website
emilyoftexas.wordpress.com
Folgen Sie Emily auf Twitter: @emilyoftexas
Wo ich bin
Ich lebe in Alpine, Texas
Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund & woher kommen Sie?
Ich wurde in Fort Worth, Texas, geboren und bin dort sowie in Europa und Asien aufgewachsen. Studiert habe ich an der University of Arizona und der Texas Wesleyan University.
Wann haben Sie angefangen, Pferde zu zeichnen?
Schon als kleines Kind war ich von Pferden besessen; mein erstes Pferd habe ich mit etwa 12 Jahren geleast. Ich habe Boxen ausgemistet und geritten, im Tausch gegen Reitstunden.
Seit ich denken kann, habe ich wirklich schreckliche Pferdebilder gezeichnet & schlechte Gedichte über Esel geschrieben.
Welche Rasse mögen Sie am liebsten?
Mit Pferden habe ich inzwischen nicht mehr so viel am Hut. Zum Reiten bevorzuge ich bei Weitem Mammoth Jackstock (Riesenesel). Mich interessiert die Persönlichkeit eines Pferdes viel mehr als die Rasse.

Haben Sie (oder hatten Sie) ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Ich habe eine kleine Schar Mammoths – einen riesigen Wallach, „Chewbacca“, einen American Spotted Ass (ich liebe es, das zu sagen), „Patty Cake“, und eine große weiße Eselstute, „Ivory“ oder „Ivy Jean“, je nachdem, wie ich gerade drauf bin.
Sie alle inspirieren mich – Patty ist so alt wie ich, 39, und weise wie nur was. Sie ist eine Schlaumeierin, frech und dickköpfig und dabei so sanftmütig, wie man nur sein kann.
Chewy ist ein ziemlicher Clown, hat Angst vor seinem eigenen Schatten und ist gleichzeitig neugierig darauf. Es hat etwa 6 Monate gedauert, bis ich ihn anfassen konnte, ohne dass er am ganzen Körper zitterte. Reiten kann ich ihn immer noch nicht, aber das ist in Ordnung. Er spielt gern Bodenarbeitsspiele, und sein Vertrauen zu gewinnen ist ein fortlaufendes, anspruchsvolles Projekt.
Ivy Jean ist der verdammt beste Esel, den es gibt. Ich habe sie nur gekauft, weil sie knietief in ihrem eigenen Mist stand und voller Fliegen war. Ich dachte, ich päppele sie auf und verkaufe sie weiter. Nach etwa drei Wochen habe ich erkannt, was für ein Juwel sie ist. Ich habe sie zugeritten, und sie tut alles, was ich von ihr verlange, bereitwillig und so gut sie kann. Sie ist eine Passgängerin, was sie manchmal etwas unbeholfen macht und einen Reiter im Schritt ein bisschen seekrank werden lassen kann. Inzwischen kann ich jeden auf sie setzen, und sie macht ihre Sache prima.

Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, in die richtige Stimmung für Ihre Kunst zu kommen?
Absolut nicht. Wenn ich welche hätte, wären sie geheim, und ich würde sie Ihnen nicht verraten.
Gibt es einen bestimmten Ort, der Sie inspiriert?
Far West Texas ist der einzige Ort, an dem ich mich je wirklich zu Hause gefühlt habe. Die Landschaft hier sieht manchmal aus wie erfunden. Ich schaue etwas an und sage mir: Wenn ich das genau so malen würde, würde mir niemand glauben.
Das ist so ein Ort, der einen innehalten lässt. Nur um den Himmel anzuschauen oder einen Felsen

Gestern habe ich drei kleine Wolken gesehen, die genau wie fliegende Untertassen aus den Hollywood-Filmen der 1950er-Jahre geformt waren. Das denke ich mir nicht aus. Meine Tochter und ich haben angehalten und sie lange beobachtet. Das ist so ein Ort, an dem ich es nie eilig hatte – ich kann einfach aufhören mit dem, was ich tue, und etwas so lange anschauen, wie es eben dauert.
Jeden Morgen bei Sonnenaufgang füttere ich die Tiere und danke Gott, dass ich hier leben darf. Haben wir nicht Glück?, sage ich zu meiner Tochter, und sie sagt: Ja, Mama, das haben wir, und wir schauen einfach die Berge und den Himmel an.
Die Sonne geht unter, wir füttern die Tiere wieder, die Sterne beginnen zu leuchten, und wir können fast jeden einzelnen fast jede Nacht sehen, und wir schauen hinauf zum Himmel und sagen: Haben wir nicht Glück, dass wir hier leben dürfen? Ja, Tochter, das haben wir.
Ich könnte ein bisschen weinen, wenn ich daran denke. Wie könnte man hier nicht inspiriert sein?
Jeder Morgen fühlt sich an wie Verlieben, jeder Abend wie Nachhausekommen.

Welche Auswirkungen wird das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst im Allgemeinen haben?
Nach der letzten Frage ist diese hier ein Realitätsschock. Ich weiß die Antwort ehrlich gesagt nicht. Ich weiß nur, dass es ein seltsames Gefühl ist, Bilder online in meinem eigenen kleinen Haus anzusehen.
Als Kind musste ich tatsächlich ins Rijksmuseum gehen, um die alten Meister zu sehen, und das ist ein schönes Gefühl, ein Ziel zu haben und es zu erreichen. Im Studium musste ich tatsächlich nach Kalifornien fahren, um Christos Schirme zu sehen.
Ich hoffe, dass die Aufgabe, Kunst auf physische Weise aufzusuchen, nicht verloren geht
.

Hat es Auswirkungen auf Ihre eigene Kunst gehabt?
Es ist etwas Wunderbares, dass so viele Menschen meine Arbeit so schnell sehen können. Ich stelle ein Werk online, und in der nächsten Stunde sehen es 20 Leute. In meiner kleinen Stadt kommt es selten vor, dass so viele Leute in die Galerie kommen. Und schon gar nicht so schnell.
Ich liebe es, dass jemand aus Japan oder Irland oder Houston einfach mal reinschauen kann, ohne den ganzen Weg hierher zu kommen.
Ich glaube nicht, dass das Internet meine Arbeit verändert hat, aber es hat ganz sicher verändert, wie ich über mein Publikum denke. Weil die Kommunikation direkt und zeitnah ist, fühlt sie sich irgendwie vertrauter an. Vor dem Internet war es wahrscheinlich, dass ich die Leute, die meine Werke kauften, nie kennenlernen würde. Vielleicht hörte ich später davon – aber durch das Internet, besonders Twitter, habe ich das Gefühl, mein Publikum ein bisschen besser kennenlernen zu können.
Welches Werk ist Ihr persönlicher Favorit?
Ich habe keine Lieblinge. Auf manche Werke bin ich stolzer als auf andere, aber am liebsten sind mir die, die jemand anderen ansprechen.
Würden Sie es jemals verkaufen?
Natürlich. Das ist der ganze Sinn der Sache. Gemälde sind ein bisschen wie eine Flaschenpost – ich will verdammt noch mal, dass jemand sie findet, liest und etwas Bedeutung für sich daraus zieht.

Wofür brennen Sie sonst noch?
Im Moment ziehe ich ein Mädchen groß, und das prägt alles, was ich tue. Ich habe noch etwa 8 Jahre mit ihr, und ich habe vor, jede Minute davon damit zu verbringen, ihre Mama zu sein.
Ich bin leidenschaftlich. Punkt
Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Immer – ich habe gerade mit diesen kleinen Zehn-Minuten-Zeichnungen auf Postkarten angefangen. Sie sind witzig und völlig unberechenbar. Ich stelle den Timer und zeichne, was ich vor mir sehe. Sie halten mich ehrlich, was meine Zeichenfertigkeiten angeht.
Fortsetzung folgt
Danke an Emily, dass sie die Interviewfragen beantwortet und ihre Kunst mit uns geteilt hat. Abonnieren Sie unbedingt ihren Kunstblog und folgen Sie Emily auf Twitter, um über ihre neuesten Werke auf dem Laufenden zu bleiben.
Freuen Sie sich außerdem auf weitere Interviews mit Pferdekünstlern & Interviews mit Pferdefotografen.
Sind Sie Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie gern hier vorgestellt sehen würden? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website unten in den Kommentaren oder schreiben Sie mir, um mitzumachen.
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen