Interviews
Interview mit einer Pferdefotografin – Cristina Corduneanu
Name
Serni (Cristina Corduneanu)
Website & wo Sie meine Arbeiten online finden
Meine Website: www.cristinacorduneanu.com
Flickr: serniRed Bubble: serni
Fotografie.nl: Christina Corduneanu Fotografie
National Geographic: Christinas Profil
Facebook: Christina Corduneanu
Wo ich bin
In Europa, in den Niederlanden, in einer Region namens Twente, nahe der Grenze zu Deutschland. Ich habe Glück, hier ist das Land der Pferde, es gibt viele Pferdezüchter.
Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund & woher kommen Sie?
Ich bin gebürtige Rumänin. Seit mehr als 5 Jahren lebe ich im Land der Tulpen und Holzschuhe. Mein Hintergrund ist ein technischer, ich bin Ingenieurin, aber ich habe in meinem Leben viele Dinge gemacht, vom Computerverkauf über die Organisation von Jazzfestivals bis zum Unterrichten an der Universität.
In den letzten Jahren beschäftige ich mich nur noch mit Fotografie – vor allem mit Pferden.

Wann haben Sie Ihr erstes Foto gemacht?
Ich glaube, ich war 15 oder 16, ich war mit meinen Freunden irgendwo in den Bergen. Es lag Schnee, ich hatte eine alte Lomo, und ich habe eine wunderbare Fotoserie von diesem Urlaub.
Welche Kamera benutzen Sie?
Nikon D50, und ich träume von einer Nikon D700.

Wenn Sie sich eine beliebige Kamera aussuchen könnten (unabhängig vom Preis), welche wäre das?
Hasselblad H3DII-50. Ich bin altmodisch, aber ich mag auch Technik. Alte Pferde, neue Tricks, diese Leute von Hasselblad …
Wer sind Ihre wichtigsten Einflüsse?
Van Gogh.

Was hat Sie dazu gebracht, Pferde zu fotografieren?
Ich halte sie in ihrer Schönheit und Natürlichkeit für vollkommen.
Die Verbindung, die ich zu Pferden habe, ist schwer zu erklären, so etwas ist mir in meinem Leben noch nie passiert. Ich empfinde ein so starkes Glücksgefühl, wenn ich Pferde fotografiere oder einfach nur in ihrer Nähe bin. Sie spüren das und „sprechen“ zu mir.

Ihre Lieblingspferderasse?
Friesen, die Märchenpferde. Wenn man sie einmal im Nebel gesehen hat, schwarz wie die Nacht, frei laufend mit wehender Mähne, so stark und zugleich so zart, ist man für sein Leben lang verzaubert.
Wo waren Sie am meisten inspiriert, hatten aber keine Kamera dabei?
Als ich ein Kind war und mein Großvater meinen Bruder und mich zu einem Überraschungsausflug auf einen der 7 Hügel mitnahm, die meine Heimatstadt umgeben – nur um festzustellen, dass er einen Drachen aus Papier und Holz gebaut hatte (alte Zeiten, bevor das Plastik auf die Erde kam …), mit einem Schwanz aus roten Schleifen, und dann ließen wir ihn fliegen.
Ich war 6 und hatte keine Kamera, aber zum Glück habe ich ein fotografisches Gedächtnis, deshalb konnte ich es nie vergessen.

Welchen Einfluss wird das Internet Ihrer Meinung nach auf Kunst und Fotografie im Allgemeinen haben?
Schwer zu sagen, aber ich glaube, dass die Kunst immer digitaler wird und es so viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten geben wird als die traditionellen.
Hat es Ihre eigene beeinflusst?
Ja, auf jeden Fall, ich habe die Fotografie wiederentdeckt. Ich habe sie immer geliebt, aber für die Dunkelkammer hatte ich keine Geduld.
Die Digitalfotografie war meine „Rettung“.

Bild von Nicolas Monnot
Welches Bild ist Ihr persönlicher Favorit?
Ich habe nicht nur einen Favoriten, ich habe Unmengen davon, ich habe sogar eine eigene Gruppe auf Flickr, in der ich sie sammle: Serni’s Adventures in Flickrland.
Einer meiner absoluten Favoriten ist Bohemian Rendez-vous von Nicolas Monnot. Es hat so etwas Geheimnisvolles, mit dem Reiter im Nebel, völlig verhüllt, geduldig wartend, die Lichter des Autos in der Ferne beobachtend. Man kann es auch als Pferd gegen Maschine sehen, natürlich gegen künstlich. Beeindruckend, in vielerlei Hinsicht.

Wofür brennen Sie sonst noch?
Sie meinen außer Fotografie und Pferden, lol?
Ich liebe den Wald und alles, was natürlich ist. Ich vermisse den Wald meiner Kindheit, in dem man Angst hatte, dem Bären zu begegnen.
(Heutzutage ist es nur noch ein Typ mit Kamera, der aus den Büschen auftaucht, wo er sein neues Makroobjektiv an einer Hummel ausprobiert hat.) Die Luft war sauber und frisch, und die Geräusche der Menschen und der Stadt waren so weit weg, dass man das Schlagen des eigenen Herzens hören konnte. Ach ja, und der Himmel war voller Sterne.

Fortsetzung folgt
Vielen Dank an Cristina für die Beantwortung des Interviews und dafür, dass sie ihre Kunst mit uns geteilt hat. Schauen Sie regelmäßig auf ihrer Website vorbei, um Neuigkeiten über ihre neuesten Werke zu erfahren.
Freuen Sie sich außerdem auf weitere Interviews mit Pferdekünstlern und Fotografen.
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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen