
Das Zeeuwse Trekpaard oder Zeeland-Pferd ist eine alte niederländische Rasse, die maßgeblich zur Entstehung des Belgischen und des Niederländischen Kaltbluts beigetragen hat.
Herkunft
Niederländische und belgische Kutschpferde sind einander sehr ähnlich, daher nehmen ihre Zuchtverbände häufig auch Pferde aus dem jeweils anderen Land auf. Man nimmt an, dass die Zucht des Zeeland-Pferdes Anfang des 17. Jahrhunderts begann. Anfangs wurde es nicht nur als Kutschpferd gezüchtet, sondern auch als robustes Arbeitspferd für Kriegszeiten, Landwirtschaft und Bergbau. Tatsächlich hing ein großer Teil der niederländischen Wirtschaft von der Kraft dieser Pferde ab. Sie waren bis weit ins 20. Jahrhundert hinein hoch geschätzt, bis motorisierte Transportmittel leistungsfähiger wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Zeeland-Pferd mehr und mehr zum Freizeit- und Kutschpferd.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 15-16 Hand
Interessanterweise wurde der Schweif traditionell an der Schweifrübe kupiert, was den Pferden ein besonders kraftvolles Aussehen verlieh. Das geschah zum einen aus Aberglauben (man glaubte, ein langer Schweif entziehe dem Rücken des Pferdes Kraft) und zum anderen aus praktischen Gründen bei Kutschpferden. Zum Glück ist das Kupieren des Schweifs in den Niederlanden seit 2001 gesetzlich verboten.
Für ein so großes Pferd hat das Zeeland-Pferd einen energischen Schritt und kraftvolle Gänge. Es ist die einzige Zugpferderasse der Niederlande – leider ist der Bestand gering.
Exterieur
Der Kopf ist klein (vor allem im Verhältnis zum kräftigen Körper).
Die Beine sind kurz mit starkem Behang.
Typische Fellfarben
Rappe, Brauner, Schwarzbrauner und Roan
Charakter
Kann wegen seiner Größe stur sein
Meist sensibel und rittig
Ruhig und ausdauernd
Verwendung
Wettbewerbe
Kutschpferd
Dressurpferd
Landwirtschaft
Weitere Bilder


Video
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen