American Quarter Horse

RassenUSA

American Quarter Horse

Stockmaß
15-5.2 Hand
Fellfarbe
Alle Farben

Das Quarter Horse ist wohl vor allem durch seine Verbindung mit den Cowboys des Wilden Westens bekannt (auch wenn die Rasse ihren Anfang an der Ostküste nahm). Es ist ein Symbol amerikanischer Reitkultur und die älteste Pferderasse Nordamerikas.

Herkunft

Das Quarter Horse entstand im 17. Jahrhundert im kolonialen Virginia, indem man Englische Vollblüter mit verschiedenen Pferden der einheimischen Stämme kreuzte. Die Pferde, die den Kolonisten damals zur Verfügung standen, waren gemischter spanischer Abstammung und trugen Spuren von Andalusier-, Berber- und Jennet-Blut in sich. Aus diesen Kreuzungen gingen kleine, stämmige Pferde mit muskulöser Hinterhand hervor.

Nach ihrer Schnelligkeit benannt

Dieser Stock-Horse-Typ hat im Laufe der Jahre viele Namen getragen, darunter Cold Deck, Copper Bottom, Kentucky Whip, Printer, Rondo, Shilo, Steeldust und Billie. Einige davon gehen wahrscheinlich auf Fellfarben zurück, die außerhalb der Rasse nur selten vorkommen. Wie der Name schon verrät, wird diese Rasse heute für ihre explosive Schnelligkeit über die Viertelmeile geschätzt. Neben dem Tempo war auch ihre Vielseitigkeit ein wesentlicher Grund für ihren Erfolg als Rasse. Unter der Woche konnten diese Pferde mühelos arbeiten und am Wochenende Rennen laufen.

Als sich die Rasse im 19. Jahrhundert nach Westen ausbreitete, wurde ihr fortlaufend neues Blut zugeführt. Mit dem Vordringen der Siedler in die südwestlichen Territorien änderten sich ihre Bedürfnisse ebenso wie die Pferde, auf die sie trafen. Die von den westlichen Stämmen gezüchteten Tiere und die örtlichen verwilderten Pferde waren kleiner und daher besser an das trockene Klima angepasst. Die daraus entstandenen Kreuzungen hatten oft einen guten Rinderverstand (Cow Sense) und wurden bei Viehzüchtern beliebt. Diese westlichen Kreuzungen prägten die berühmte Hinterhand der Rasse noch stärker aus.

Große Ranches in den USA setzten auch nach dem Beginn der Mechanisierung weiterhin auf Pferdekraft. Damit trugen sie maßgeblich dazu bei, das Quarter Horse zu formen, das wir heute kennen. Rancher und Cowboys züchteten gezielt auf bestimmte Eigenschaften – von der Rinderarbeit über Rennen bis hin zu Rodeo-Aktivitäten nach Feierabend.

Weiter im Wachstum

1940 gründete eine Gruppe von Pferdeleuten und Ranchern aus den südwestlichen Bundesstaaten die American Quarter Horse Registry (AQHA), um die Abstammung ihrer Tiere zu dokumentieren. Das war der Beginn der langen Liebesbeziehung Amerikas zu dieser Rasse. Heute ist die Quarter Horse Registry mit über 5 Millionen eingetragenen Tieren der größte Zuchtverband der Welt.

Typen des Quarter Horse

Da bei der Entstehung des Quarter Horse viele verschiedene Blutlinien beteiligt waren, gibt es eine Reihe unterschiedlicher Typen. Das gedrungene, robuste Pferd mit kraftvoller, gerundeter Hinterhand ist nur einer davon bei dieser vielseitigen Rasse.

Stock-Typ

Quarter Horse im Stock-Typ
Quarter Horse im Stock-Typ
Quarter Horse im Stock-Typ
Quarter Horse im Stock-Typ

Stock-Typ
Der Stock-Typ ist klein, hat eine kraftvolle Hinterhand und bewegt sich schnell und wendig. Er ist für die Rinderarbeit gebaut und reagiert blitzschnell. Pferde für Western-Pleasure-Prüfungen sind oft größer und bewegen sich geschmeidiger, besitzen aber ebenfalls die ausgeprägte Hinterhand.

Halter-Typ

Quarter Horse im Halter-Typ
Quarter Horse im Halter-Typ
Quarter Horse im Halter-Typ
Quarter Horse im Halter-Typ

Halter-Typ
Halter-Pferde haben ein ganz eigenes Erscheinungsbild: Sie sind größer als der Stock-Typ und sehr stark bemuskelt. Dieser Typ treibt die Ästhetik des Quarter Horse auf die Spitze und wird auf viel Muskulatur, einen kleinen Kopf, kräftige Ganaschen und ein feines Maul gezüchtet. Ob es gesund ist, auf eine so große Muskelmasse am Pferdekörper zu züchten, ist umstritten.

Renn-Typ

Quarter Horse im Renn-Typ
Quarter Horse im Renn-Typ
Quarter Horse im Renn-Typ
Quarter Horse im Renn-Typ

Renn-Typ
Dieser Typ ähnelt eher den frühen Pferden der Ostküste und weist für Schnelligkeit und Wendigkeit einen stärkeren Vollbluteinfluss auf. Der Renn-Typ ist meist größer und schlanker und hat längere Beine. Er besitzt zwar die kraftvolle Hinterhand, ist aber eher auf Tempo gebaut als auf die schnellen, kurzen Bewegungen der Cow Horses.

Hunter-Typ

Quarter Horse im Hunter-Typ
Quarter Horse im Hunter-Typ
Quarter Horse im Hunter-Typ
Quarter Horse im Hunter-Typ

Hunter-Typ
Auch der Hunter-Typ geht stärker auf frühe Vollbluteinflüsse zurück und ist meist sogar noch schlanker als seine Verwandten vom Renn-Typ. Im englischen Showring machen ihn seine Schnelligkeit, Athletik und sein angenehmes Wesen zur naheliegenden Wahl.

Merkmale

Durchschnittliches Stockmaß 15-5.2 Hand
Die starke, muskulöse Hinterhand macht sie zu kraftvollen Sprintern
Vielseitig und arbeitswillig

Exterieur

Der Kopf ist kurz und breit, mit kleinem Maul und geradem Profil
Die Unterlinie ist länger als der Rücken, was einen kompakten Eindruck vermittelt
Die Brust ist breit und muskulös
Kräftige, gerundete, muskulöse Hinterhand
Die Beine sind kräftig, mit flachen Karpalgelenken

Typische Fellfarben

Alle Farben

Charakter

Arbeitswillig und so vielseitig, wie man es sich nur wünschen kann.

Verwendung

Rennpferd
Freizeitpferd
Schaupferd
Rodeopferd
Cuttingpferd
Arbeitspferd

American Quarter Horse Association
National Foundation Quarter Horse Association
Australia Quarter Horse Association
American Quarter Horse Association – UK
American Quarter Horse Association of New Zealand

Weitere Bilder

Quarter Horse
Quarter Horse
Quarter Horse
Quarter Horse

Video

Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen