
Der Noriker, auch Norisches Pferd genannt, wird seit rund 2000 Jahren in der Alpenregion und im Alpenvorland Österreichs gezüchtet. Die Pferde werden unter natürlichen Bergbedingungen auf 6000 ft gehalten, wachsen das ganze Jahr über im Freien auf und bekommen nur selten zusätzliches Futter. So ist ein ausgesprochen robustes Pferd entstanden.
Herkunft
Ursprünglich stammt die Rasse aus Griechenland, wo man schwere Kriegspferde züchtete – eine Tradition, die die Römer übernahmen und auf ihre Feldzüge mitnahmen. Die ersten Noriker kamen mit den Römern bei der Eroberung des Gebiets ins Land. Die Pferde, die zurückblieben, wurden weitergezüchtet und passten sich nach und nach immer besser an die örtlichen Naturbedingungen an, sodass ein schwerer alpiner Typ entstand. Ursprünglich hießen sie Pinzgauer; 1900 wurde der Name in Noriker geändert, und noch heute wird ein großer, schwerer Typ gelegentlich als Pinzgauer bezeichnet.
Vor etwa 400 Jahren endete die bis dahin unkontrollierte Zucht des Norikers, und sie wurde strengen Regeln unterworfen. Man legte ein Zuchtbuch an und gründete Gestüte eigens für die Reinzucht des Norischen Pferdes. Interessanterweise ist die Forstwirtschaft unter alpinen Bedingungen bis heute auf Pferdekraft angewiesen, da sich das Gelände meist nicht für schwere Maschinen eignet. Deshalb hat das 20. Jahrhundert ihren Beständen nicht so zugesetzt wie so vielen anderen Kaltblutrassen.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 15.1 – 16.3 Hand
Exterieur
Der Kopf ist trocken und zeigt Kaltblutmerkmale
Der Hals ist kräftig und muskulös
Die Schulter ist lang und gut gelagert
Die Brust ist breit und tief
Die Beine sind korrekt gestellt, mit trockenen Gelenken und wenig Behang
Typische Fellfarben
Fuchs | Brauner | Rappe | Roan (Stichelhaar) | Appaloosa (Tigerschecke)
Charakter
Anpassungsfähig und friedlich
Ruhig und zuverlässig
Robust und trittsicher
Verwendung
Arbeitspferd
Zugpferd
Forstarbeit
Fleischerzeugung
Pferdesport
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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen