
Das Lettische Pferd, auch Latviiskaya genannt, stammt aus Lettland und ist ein robustes Allround-Gebrauchspferd, das Anfang des 20. Jahrhunderts entstand.
Herkunft
Traditionell zielte die Pferdezucht in Lettland darauf ab, drei bestimmte Pferdetypen zu entwickeln: einen Zugpferdetyp, ein schwereres Reitpferd und ein leichtes Reitpferd. Diese Aufgabe begann Anfang des 20. Jahrhunderts, doch zur Zeit des Ersten Weltkriegs gab es nur noch wenige Pferde im Land. 1921 wurde eine Zählung durchgeführt, um festzustellen, wie viele Zuchttiere zur Verfügung standen, und der Züchterkongress beschloss, schwere Kaltblüter und kräftige Warmblüter zu züchten. Es wurde ein Staatsgestüt gegründet, das Oldenburger, Hannoveraner und Holsteiner einführte, um sie mit einheimischen und Oldenburger Stuten zu verpaaren.
1925 wurde das Staatsgestüt Svētciems gegründet, das sich auf Pferde vom Sporttyp konzentrierte. Dazu nutzte man Militärstuten (eine Mischung aus Englischem Vollblut, Araber und Trakehner) sowie einige Hannoveraner und Mecklenburger aus Deutschland.
Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, hatte Lettland einen Bestand von rund 46.000 Tieren aufgebaut, und trotz der Not, die das Land während des Krieges erlebte, wurde weitergezüchtet. Mitte des 20. Jahrhunderts gab es im Land mehr in Lettland gezogene Pferde als Importe.
Die Nachkriegszeit
Mitte des 20. Jahrhunderts erklärte die Regierung, dass alle in Lettland gezüchteten Pferde als Lettische Reitpferde zu bezeichnen seien. In den 1960er-Jahren schränkte Moskau die staatliche Zucht jedoch ein, doch die einheimischen Züchter setzten ihre Arbeit fort. Mitte der 1970er-Jahre fand die Zucht wieder mehr Beachtung, und mehrere Gestüte wurden renoviert und wieder in Betrieb genommen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts ging der Bestand weiter zurück, doch einigen Liebhabern gelang es, die Blutlinien am Leben zu erhalten. 1976 wurde der Name schlicht in Lettisches Pferd geändert.
Ganz klar ist es nicht, doch offenbar gilt dieser Typ als der leichtere Reitpferdetyp, der im Zuchtbuch getrennt vom schwereren Warmblut geführt wird. Die lettische Variante des Ardenners wurde unabhängig davon aus europäischen Kaltblutrassen entwickelt.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 15.1 – 16 Hand
Exterieur
Die Brust ist breit
Der Rücken ist lang und flach
Die Beine sind gut gestellt, mit guten Gelenken
Typische Fellfarben
Einfarbige Farben
Charakter
Eifrig und intelligent
Verwendung
Reitpferd
Fahrsport
Sportpferd
Schaupferd
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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen