Interviews
Linda Finstad – Interview mit der Pferdefotografin
Name
Linda Finstad
Website & wo Sie meine Arbeiten online finden
www.imagineitsold.ca
Wo ich lebe
Ansässig in Edmonton, Alberta – Kanada
Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund und woher kommen Sie?
Mein Name ist Linda Finstad, und ich bin in England geboren. Ich bin in einer kleinen ländlichen Gemeinde aufgewachsen, in der Kinder ganz selbstverständlich reiten lernten, bevor sie Fahrrad fahren konnten, und mein erstes Pony bekam ich zu meinem vierten Geburtstag.
Meine Kindheit drehte sich um Turniere und den Pony Club – was ich damals für selbstverständlich hielt, war im Nachhinein offensichtlich eine sehr privilegierte Kindheit.
Denn meine Mutter kaufte mir sehr gute Turnierponys und Hunter, mit denen man auf Grafschaftsebene gewinnen konnte.

Pferde waren mein Leben, und es schien nur natürlich, in der Branche zu arbeiten. Also machte ich am Wrae Green Equestrian Centre meine Ausbildung zum BHSAI – nach dem Abschluss gab ich dort ein paar Jahre Reitunterricht, bevor ich ein Sattlereigeschäft eröffnete. Und wieder war ich auf den Turnieren, diesmal mit einem Verkaufsstand.
Vor etwa 14 Jahren kam ich nach Kanada und fühlte mich eine Zeit lang ziemlich verloren. Ich wusste nicht, wo die Turniere stattfanden oder wie ich in der Pferdebranche Fuß fassen konnte.
Um mich neu zu erfinden, ging ich also wieder zur Schule und lernte Fotografie. Das war ein sehr herausfordernder, aber lohnender Prozess, doch erst als der Lehrer die Klasse fragte: „Was wollen Sie wirklich fotografieren?“, wurde es mir klar: Pferde und Hunde natürlich. Mit all meiner Erfahrung, nicht nur im Turnierviereck, sondern auch als Ausbilderin, habe ich ein ausgesprochen gutes Auge für Pferde. Zusammen mit meiner fundierten Fotografieausbildung fällt es mir dadurch viel leichter, großartige Aufnahmen einzufangen.

Ich habe das Gefühl, dass sich der Kreis geschlossen hat, und empfinde es als großes Privileg, die offizielle Fotografin vieler Pferdeturniere und Hunde-Agility-Veranstaltungen in Alberta zu sein.
Ich habe wirklich den besten Job der Welt, denn ich darf einige erstaunliche Tiere und sehr talentierte Hundeführer, Reiter und Reiterinnen fotografieren.
Zurzeit arbeite ich am wahrscheinlich größten Auftrag meiner ganzen Laufbahn.
Die „Equine Heritage Exhibit“, eine fotografische Studie aller Pferderassen, aus denen sich der Pferdebestand Albertas zusammensetzt. Wenn dieses zweijährige Projekt abgeschlossen ist, wird es im Provinzarchiv-Museum untergebracht.

Sie bietet eine Momentaufnahme davon, wie „alle“ Rassen nicht nur aussehen, sondern auch, wofür sie eingesetzt werden. Eine großartige Quelle für künftige Generationen.
Ich bin wirklich gesegnet, meine Tage damit verbringen zu dürfen, die Schönheit der Pferde festzuhalten.
Wann haben Sie Ihr erstes Foto gemacht?
Als Teenager hatte ich eine kleine Kompaktkamera, aber ich habe nur zum Spaß fotografiert. Erst nachdem ich einige Kurse besucht hatte, begann ich wirklich, „das Licht zu sehen“, und machte Bilder, die es wert waren, aufbewahrt zu werden
Sie wurden kürzlich vom Archivmuseum in Edmonton beauftragt, die Pferderassen zu dokumentieren und zu fotografieren. Wie kamen Sie zu diesem Projekt?
Es brauchte mehrere Treffen und viele Gespräche, bis das Projekt grünes Licht bekam.

Haben Sie bisher eine Lieblingsrasse?
Es ist sehr schwer, eine Lieblingsrasse zu wählen. Die Shires mochte ich sehr, und ich habe einen sehr schönen Nachmittag mit den Paso Finos verbracht – die Jungpferde haben so viel Spaß gemacht und so schön für mich posiert. Ich war in einem ganz, ganz tollen Pferdebetrieb in Wainright und habe spanische Pferde fotografiert; ein junger Reiter, der an der Spanischen Hofreitschule klassisch ausgebildet worden war, ritt die Hengste für mich und zeigte Lektionen der Hohen Schule, während ich auf den Auslöser drückte. Das war sicher ein Höhepunkt meines Sommers. Aber auch die Maultiere und Esel haben Spaß gemacht, und die Minipferde waren trotz ihrer geringen Größe stolz und hochmütig. Ich liebe sie alle.
Sie fotografieren weit mehr als nur Pferde. Sind sie Ihr Lieblingsmotiv oder nur eine neuere Leidenschaft?
Ja, Pferde sind und waren schon immer meine erste Liebe, dicht gefolgt von Hunden.

Ich fotografiere aber alle möglichen Motive, von Laufstegmodels bis zu Musterhäusern für ein Innenarchitekturmagazin.
Welche Kamera benutzen Sie?
Ich fotografiere mit Canon-Ausrüstung – meine wichtigste Kamera für Pferde ist eine 1D mit einem 70 – 200-Objektiv, und als Reserve und für kommerzielle Arbeiten habe ich eine 5D, dazu verschiedene Objektive je nach Motiv.
Wer sind Ihre wichtigsten Einflüsse?
Eigentlich habe ich keine Einflüsse – ich bin in einem Alter, in dem ich nur noch das tue, was ich tun will. Ich finde, wenn man etwas wirklich tun will, macht man es auch viel besser.

Wo waren Sie am meisten inspiriert, hatten aber keine Kamera dabei?
Ich besuchte meine Mutter in England, und wir gingen zur Appleby Fair (einem traditionellen Treffen der Fahrenden). Dort badeten sie die Pferde für den Verkauf im Fluss. Es war ein wunderschöner Anblick, aber leider hatte ich meine Kamera nicht dabei.
Welche Auswirkungen wird das Internet Ihrer Meinung nach auf die Fotografie haben?
Das Internet ist sehr visuell und schreit förmlich nach guten Bildern, um Waren und Dienstleistungen zu verkaufen. Außerdem kann ein Fotograf seine Bilder potenziellen Kunden zeigen – als Turnierfotografin wüsste ich wirklich nicht, wie ich mein Geschäft ohne das Internet überhaupt betreiben sollte.
90 % meines Geschäfts mache ich online – die anderen 10 % sind kommerzielle Aufträge, bei denen meine Kunden alle Bilder auf einer CD haben möchten.
Hat es Auswirkungen auf Ihre gehabt?
Ich habe das Leben nie ohne das Internet gekannt.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingsbild?
Du meine Güte – ich habe über 1.000.000 Bilder gemacht. Normalerweise habe ich von jedem Shooting einen Favoriten, aber letzten Mai war ich auf einem kleinen Abenteuer und habe einige erstaunliche Wildtierbilder gemacht – weil sie sich so sehr von meinen üblichen Motiven unterscheiden, würde ich wahrscheinlich eines von einem Puma oder einem Grizzlybären wählen.
Wofür brennen Sie sonst noch?
Ich brenne für Jesus und danke Ihm jeden Tag für die Gelegenheit, seine wunderbare Schöpfung zu sehen und festzuhalten. Pferde sind wirklich ein Geschenk Gottes, und wir sind so gesegnet, dass sie eine Beziehung zu uns suchen. Ich frage mich, wie weit der Mensch ohne die Hilfe des Pferdes gekommen wäre. Selbst in unserer technisch fortgeschrittenen Gesellschaft ist es noch immer ein großartiger Lehrer und Gefährte.

Demnächst mehr
Danke an Linda für die Beantwortung des Interviews und dafür, dass sie ihre Arbeiten mit uns teilt. Schauen Sie regelmäßig auf ihrer Fotografie-Website vorbei, um Neuigkeiten zu ihren neuesten Arbeiten zu erfahren.
Freuen Sie sich außerdem auf weitere Interviews mit Pferdekünstlern und Fotografen.
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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen