Interviews
Pferdekünstler im Interview – Fiona Purdy
Name
Fiona Purdy
Website & Orte, an denen Sie meine Arbeiten online finden
www.fionapurdyart.com
BRIO fine arts centre: Fionas Mitgliedergalerie
Facebook: Fiona Purdy
Facebook-Gruppe Fans of Fiona Purdy’s Equine Art
Wo ich bin
Scottsdale, Arizona, USA
Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund & wo kommen Sie her?
Ich wurde in den USA geboren, aber meine Familie zog nach Neuseeland, als ich 8 war. Dort hat mich die Leidenschaft für Pferde gepackt.
In Neuseeland sind die meisten kleinen Mädchen pferdeverrückt (ich war keine Ausnahme), und viele hatten ihre eigenen Pferde. Ich leider nicht, weil meine Eltern es sich nicht leisten konnten. Also waren meine Schwester und ich sehr unternehmungslustig und freundeten uns kühn mit so vielen Pferdehöfen & Züchtern in der Gegend an, wie wir nur konnten.
Und zu unserem Glück ließen sie uns auf ihren Anwesen freie Hand. Im Rückblick wird mir klar, wie geduldig und freundlich sie zu uns waren; nie gaben sie uns das Gefühl, lästig zu sein oder im Weg zu stehen.
Reiten durften wir nicht oft, aber das machte nichts, wir gingen oder radelten viele Kilometer, nur um bei den Pferden zu sein – jedes Pferd war uns recht. Und das war die Grundlage für meine lebenslange Leidenschaft für diese fabelhaften Tiere.

Wann haben Sie angefangen, Pferde zu malen?
Wissen Sie, ich kann mich wirklich nicht genau erinnern, wann ich angefangen habe. Meine Mum sagt, dass ich schon von klein auf Tiere gezeichnet & gemalt habe, aber ich glaube, bei diesen Besuchen auf den Höfen habe ich angefangen, fast ausschließlich Pferde zu zeichnen und zu malen.
All die Stunden, die ich einfach auf den Höfen verbracht habe, waren meine Schule darin, wie ein Pferd „zusammengesetzt“ ist. Ich habe sie nicht bewusst studiert, es war wie Osmose, es ist einfach passiert.
Ich male immer noch andere Tiere (ich male Haustierporträts), aber alle meine Originalwerke zeigen Pferde und gelegentlich ein Maultier oder einen Esel (weil die einfach so verdammt niedlich sind!)
Mit welcher Technik arbeiten Sie?
Ich verwende Acrylfarben, weil sie schnell trocknen.
Meine Arbeiten sind sehr detailliert, und ich werde sehr ungeduldig, wenn ich darauf warten muss, dass Farbe trocknet.
Ich male außerdem auf Aquarell-Leinwand. Das ist ein großartiger Malgrund mit sehr feiner Textur und praktisch unzerstörbar. Ich kann die Farbe sehr kräftig in die Oberfläche einreiben, und sie fasert nicht aus.
Haben Sie Kunst an einer Schule oder Hochschule studiert?
Nein, ich bin komplett Autodidaktin. Ich habe vor, ein paar Kurse und Workshops zu besuchen, wahrscheinlich einige Kurse, um meine Kreativität zu erweitern.

Wie lange sind Sie schon professionelle Pferdekünstlerin?
Ich habe sehr lange nicht gemalt; als ich ins Teenageralter kam, blieb es auf der Strecke. Dann habe ich geheiratet und einen „normalen“ Job angenommen.
Oh, ab und zu habe ich die Malsachen schon hervorgeholt, aber seinen Lebensunterhalt als Vollzeitkünstler zu verdienen war damals nicht so üblich wie heute; man wurde ermutigt, einen „vernünftigen“ Job zu nehmen.
Erst vor etwa zehn Jahren habe ich wieder ernsthaft angefangen zu malen und meine Kunst nebenbei verkauft, während ich in meinem Bürojob arbeitete. Ich hasste meinen Job wirklich und war sehr unglücklich, aber der Gedanke, ein regelmäßiges Gehalt aufzugeben, war beängstigend.
Nun, Anfang letzten Jahres wurde ich entlassen, und seitdem bin ich hauptberufliche professionelle Pferdekünstlerin! Es hat mich weeeeit über meine Komfortzone hinausgetrieben, aber es macht so viel Spaß!

Sie malen viele Araber, sind sie Ihre Lieblingsrasse?
Mein allererster Besuch beim Tag der offenen Tür eines Arabertrainers hat es für mich entschieden. Natürlich geht es bei diesen Veranstaltungen nur darum, Pferde zu verkaufen, also sind die Pferde bis aufs Äußerste herausgeputzt. Nun, als das erste Pferd herauskam, blieb mir die Luft weg. Es war eines der schönsten Dinge, die ich je gesehen hatte.
Das Pferd schwebte an mir vorbei (wer von Ihnen Zeit mit Arabern verbracht hat, weiß, was ich meine). Dann wurde er in ein eher kleines Gehege gelassen, wo er eine ziemliche Show abzog. Schnaubend und prustend, mit hoch getragenem Schweif, Schönheit und Anmut in Person. Seitdem bin ich besessen davon, sie zu malen.
Ich liebe alle Pferde, aber ich muss zugeben, dass ich Araber am liebsten male. Ich nenne sie die Models der Pferdewelt.
Zu meinem Glück befinden sich Dutzende der weltbesten Araberzucht- und Trainingsanlagen hier in Scottsdale, nur wenige Kilometer von meinem Haus entfernt. So hat sich für mich der Kreis geschlossen, und ich finde mich wieder regelmäßig auf Pferdehöfen wieder. Aber wenigstens kann ich jetzt hinfahren!!
Dieses Jahr male ich allerdings andere Rassen. Ich habe zwar noch unzählige Ideen für künftige Araberbilder, aber ich muss realistisch sein und meinen Kundenkreis vergrößern, wenn ich weiterhin als Vollzeitkünstlerin meinen Lebensunterhalt verdienen will.
Ich habe gerade mein erstes Paint Horse fertig gemalt. Es hat so viel Spaß gemacht, und ich freue mich darauf, verschiedene Rassen kennenzulernen und alles über sie zu erfahren.

Wer sind Ihre wichtigsten Einflüsse?
Ich bin nicht sicher, ich denke Robert Bateman. Ich liebe Realismus. Vielleicht kann ich statt „wer“ beantworten, WAS meine wichtigsten Einflüsse waren. In meinem Bürojob habe ich viel Grafikdesign gemacht, das ich sehr geliebt habe und an dem ich definitiv Interesse habe.
Ich habe einen eigenen Stil in meinen Bildern, und die Rahmen, die ich um die Pferde male, sind meine Art, sowohl den Stil der bildenden Kunst beim Pferd als auch grafische Elemente in den Rahmen auszuleben. Ehrlich gesagt fällt es mir sehr leicht, das Pferd zu malen – es ist der Rahmen, der das Ganze für mich wirklich interessant, kreativ und herausfordernd macht.
Es macht mir Spaß, den richtigen Rahmen für das jeweilige Pferd zu bestimmen. Die Hengste brauchen einen maskulinen Rahmen, während die Fohlen einen ganz weichen Rahmen brauchen. Und meine Rahmen beginnen sich wirklich weiterzuentwickeln und bekommen für jedes Pferd eine Bedeutung.
Haben (oder hatten) Sie ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Nun, meine Bilder beruhen auf echten Pferden, also war wohl jedes einzelne meine Muse für das jeweilige Bild. Ich muss von dem Pferd begeistert sein, sonst male ich es nicht.
Ich bemühe mich sehr, die erstaunliche Persönlichkeit jedes einzelnen einzufangen, sowohl in meinem Bild von ihm als auch im Rahmen, der seine Persönlichkeit ergänzt und ebenfalls vermittelt.
Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, in die richtige Stimmung für Ihre Kunst zu kommen?
Keine geheimen Rituale, fürchte ich. Ich bin eine schreckliche Aufschieberin (ich versuche immer noch herauszufinden, warum, obwohl ich weiß, dass das bei Künstlern weit verbreitet ist).
Also geht es nur darum, mich zu zwingen, einen Pinsel in die Hand zu nehmen und anzufangen. Wenn ich erst einmal angefangen habe, ist alles gut, und ich will nicht mehr aufhören. Dann muss ich mich disziplinieren, gleich am nächsten Tag wieder zu malen. Wenn ich ein paar Tage verstreichen lasse, geht es wieder von vorn los. Verrückt, oder?
Gibt es einen bestimmten Ort, der Sie inspiriert?
Jede Pferdeschau, zu der ich gehe, aber vor allem die Scottsdale Arabian Horse Show. Ich wohne nur Minuten von dem Ort entfernt, an dem sie stattfindet. Ich kann sogar zu Fuß hingehen, so nah ist es.
Wenn Sie je auf der Schau waren, wissen Sie, was ich meine! Über 2.000 der besten Araber des Landes, alle in Topform. WOW!

Welche Auswirkungen wird das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst im Allgemeinen haben?
Riesige, und das steckt noch in den Kinderschuhen. Ich glaube, es ist eines der wichtigsten Dinge, die der Kunstwelt je passiert sind. Es verändert alles. Alles!
Künstler können jetzt ihre Karriere selbst in die Hand nehmen, statt sich auf andere zu verlassen. Es hat uns die ganze Welt geöffnet. Es ist eine Goldgrube an kostenlosen Informationen zu praktisch allem, was man wissen will. Wir können unsere Arbeiten nicht nur auf unzählige Arten online verkaufen, sondern auch aktiv an der Online-Künstlergemeinschaft teilnehmen, uns vernetzen, austauschen und gegenseitig unterstützen.
Hatte es Auswirkungen auf Ihre?
Und wie! Es ist so wichtig für das Marketing und den Verkauf meiner Kunst. Ich stehe mit Menschen auf der ganzen Welt in Verbindung. Ich habe einen Ort, an dem jeder auf der ganzen Welt meine Arbeiten ansehen und kaufen kann.
Ich kommuniziere mit meinen Kunden und Interessenten & vermarkte meine Arbeiten über meinen regelmäßigen E-Mail-Newsletter, was mir eine Menge Geld spart. Ich knüpfe Kontakte über Pferde-Websites wie diese hier. Ich kaufe mein Malmaterial darüber. Ich kann darüber alles lernen, was ich will, und meistens kostenlos.
Und am wichtigsten: Ich kann andere Künstler kennenlernen, mich mit ihnen austauschen und Teil der Gemeinschaft werden, was wirklich wichtig ist. Ich kann jetzt problemlos Menschen treffen, die ich schon immer treffen wollte. Ohne das Internet wäre alles so viel schwerer für mich.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingsstück?
Mein Lieblingsstück ist „Breaking Through“. Es ist mir gelungen, alles darzustellen, was ich an diesem Araberhengst liebe. Seine Stärke, Kraft, Anmut, seine „Hengstigkeit“, wie er direkt aus dem Rahmen bricht, überlebensgroß, mitten ins Gesicht, direkt auf dich zu! Wie prächtig er ist, und er weiß es!
Würden Sie es jemals verkaufen?
Es wird schwer, aber ja, es steht zum Verkauf. Ich glaube, dass mir dieses Talent zum Malen nicht für mich selbst gegeben wurde, sondern für die Freude, die es anderen bringt. Wenn ich ein Bild fertiggestellt habe, ist es Zeit, dass es in sein neues Zuhause zieht, damit es seinen Besitzer bei jedem Blick darauf erfreut.
Wofür brennen Sie sonst noch?
Für das Marketing meiner Arbeiten, aber das ist eine andere lange Geschichte!
Es genügt zu sagen, dass ich es fast genauso liebe, meine Arbeiten zu vermarkten und zu verkaufen, wie zu malen. Es ist eine echte Herausforderung.
Ich ermutige auch gern andere Künstler, ihre Arbeiten zu vermarkten, und teile mein Wissen und meine Erfahrungen immer gern mit anderen Künstlern. Und natürlich brenne ich für meinen Mann Gary und meinen Drahthaar-Foxterrier Casey.

Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Natürlich! Ich habe unzählige Ideen für Bilder hier oben im alten Kopf, und es ist immer so schwer zu entscheiden, welches ich als Nächstes male.
Zu viele Bilder und zu wenig Zeit!! Ich habe gerade ein tolles Bild von drei Eseln angefangen. Es ist auch ein großes – 40” x 30”. Sie müssen einfach warten, bis ich es auf meiner Website veröffentliche, um es fertig zu sehen – oder noch besser: Schreiben Sie mir eine E-Mail an fionapurdy@cox.net, um meinen Newsletter zu abonnieren und zu den Ersten zu gehören, die es sehen!
Danke, Paige, für diese Gelegenheit, über meine Arbeit zu sprechen und sie mit Ihren Lesern zu teilen, es war ein tolles Interview.
Fortsetzung folgt
Danke an Fiona für die Beantwortung des Interviews und dafür, dass sie ihre Kunst mit uns teilt. Schauen Sie regelmäßig auf ihrer Kunst-Website vorbei, um über ihre neuesten Werke auf dem Laufenden zu bleiben.
Bleiben Sie außerdem dran für weitere Interviews mit Pferdekünstlern und Fotografen.
Sind Sie selbst Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie hier gern sehen würden? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website unten in den Kommentaren oder schreiben Sie uns, um mitzumachen.
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen