
Diese Rasse, auch Kentucky Saddler oder American Saddle Horse genannt, wurde in Kentucky als elegantes Gebrauchspferd für die Plantagenbesitzer des Südens gezüchtet. Ihr bequemer Gang machte stundenlanges Reiten angenehmer, und ihr sanftes Wesen machte sie leicht zu handhaben.
Herkunft
Die Kolonisierung Nordamerikas begann im 17. Jahrhundert, und die Siedler brachten oft Vieh mit. Die Grundlage des Saddlebred bildeten importierte Galloways und Hobbys, die britische und irische Siedler mitbrachten. Diese Pferde waren nicht nur robust, sondern auch von Natur aus Gangpferde und daher bequem zu reiten.
In Amerika erwiesen sich diese Rassen als nützlich, und es begannen gezielte Zuchtprogramme. Eines der Ergebnisse war ein Pferd von hervorragender Qualität, der Narragansett Pacer (entwickelt in Rhode Island und Virginia).
Vollblut kommt hinzu
Wie bei vielen nordamerikanischen Rassen war die Einkreuzung von Vollblut in die Saddlebred-Linien unvermeidlich. Die ersten Vollblüter wurden Anfang des 18. Jahrhunderts in die amerikanischen Kolonien eingeführt, wo sie den Pacern eine Portion Adel und Schnelligkeit verliehen. Aus dieser Mischung entstand ein eigener Typ, das American Horse, das die besten Eigenschaften beider Grundrassen vereinte.
Kriegspferd
Das American Horse wurde im Unabhängigkeitskrieg eingesetzt, und danach wurde eine große Zahl nach Kentucky gebracht, um dort als Zuchtgrundlage zu dienen. Nach dem Krieg waren Reitpferde in Kentucky sehr gefragt, und sie spielten eine große Rolle bei der Besiedlung des oberen Ohio-Tals. Mit ihrer Ausbreitung flossen Pferde aus verschiedenen Südstaaten in ihre Blutlinien ein.
Im Bürgerkrieg brachte ihnen ihr unermüdlicher Einsatz als Rasse großes Ansehen ein. Die Pferde der Konföderierten stammten fast ausschließlich von diesem amerikanischen Typ ab – viele berühmte Generäle ritten auf American Horses in die Schlacht.
Der Schauring gibt den Ton an
Nach dem Bürgerkrieg begannen Pferdebesitzer, mit ihren eindrucksvollen Reitpferden im Schauring anzutreten. Mit den Anforderungen änderte sich auch die Zucht: Reitpferde mussten nicht mehr kräftig für den Kampf sein, und schnell stand die Veredelung für die Schau im Vordergrund.
1891 wurde die National Saddle Horse Breeders Association gegründet – der erste nationale Verband für eine in Amerika entwickelte Pferderasse. 1899 benannte sich die Organisation in American Saddle Horse Breeders Association um, um klarzustellen, dass die Rasse American Saddle Horse heißt und nicht einfach nur Saddle Horse.
Der moderne American Saddlebred
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden einige American Saddlebreds nach Südafrika exportiert, wo sie heute die beliebteste Rasse außerhalb des Rennsports sind. Im 20. Jahrhundert wurde die Rasse noch beliebter, und Liebhaber (darunter William Shatner) züchteten sie für die unterschiedlichsten Zwecke weiter, vom Schauring bis zum Freizeitreiten.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 15 – 16 Hand
Schön und elegant
Bequeme Gänge mit hoher, korrekter, geschmeidiger Aktion
Exterieur
Der Kopf ist fein gemeißelt mit trockenen, glatten Ganaschen
Die Augen sind klar und stehen weit auseinander
Die Ohren sind spitz und zierlich
Der Hals ist mittellang und gewölbt
Kurzer, kräftiger Rücken
Kompakter Rumpf mit tiefem Gurtumfang
Der Schweif ist hoch angesetzt, wird stolz getragen und fällt fließend
Trockene, flachknochige und sehr gerade Beine
Wohlgeformte Hufe
Typische Fellfarben
Alle Farben sind zugelassen.
Charakter
Ausgeglichenes Temperament
Willig und intelligent
Klug und gehorsam
Freundlich und sanft
Verwendung
Reitpferde
Schaupferde
Freizeitpferde
Arbeitspferde
Nützliche Links
American Saddlebred Horse Association
American Saddlebred Horse Association of Canada
American Saddlebred Horse Museum
Weitere Bilder


Video
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen