Pferde mit somatischen Mutationen oder Mosaik

Ein Blick auf Mosaikpferde bzw. Pferde mit somatischen Mutationen in aller Welt und bei den unterschiedlichsten Rassen.

Somatische Mutationen ähneln Chimären stark und sind nur schwer von ihnen zu unterscheiden: Sie bringen ein ähnliches Erscheinungsbild hervor, unterscheiden sich aber genetisch. Somatische Mutationen entstehen durch ein Gen, das während der Trächtigkeit versehentlich „abgeschaltet“ wird und sich in zufällig verteilten Farbflecken zeigt. Das Ergebnis nennt man Mosaik.

Noch ein hübscher Mutant

Wie Chimären werden somatische Mutationen nicht durch DNA in den Keimzellen verursacht, denn sie entstehen erst nach der Befruchtung. Chimären sind das Ergebnis zweier miteinander verschmolzener Organismen (Zwillingsembryonen), während Mosaiktiere als ein einziges Individuum begonnen haben. Der Name Mosaik zeigt an, dass das Tier zwar in einem Teil seines Körpers andere DNA trägt, aber als ein einziger Organismus begann. Der Begriff „somatisch“ bedeutet „den Körper betreffend“ und zeigt an, dass die Mutation irgendwo im Körper aufgetreten ist. Somatische Mutationen entstehen, wenn eine Zelle im Embryo mutiert und sich weiter teilt, sodass ein Tier mit zwei unterschiedlichen Sätzen genetischer Anweisungen entsteht.

Ein Mosaik erkennen

Der sichtbare Unterschied scheint darin zu liegen, dass bei einer Chimäre die abweichende Färbung trotz starker Farbkontraste natürlicher wirkt (in Ermangelung eines besseren Wortes). Die Ränder sind klarer, während ein Mosaik eher wie ein unordentlicher Fehler aussieht. Da es sich um eine Mutation handelt, kommen Mosaike vermutlich bei jeder Rasse und überall vor – es sei denn natürlich, es gibt Umweltfaktoren, die diese Mutation bei tragenden Stuten auslösen.

Anmerkungen zu den Beispielen

Wir schätzen uns glücklich, so viele Bilder von Tieren gefunden zu haben, die hoffentlich Mosaike sind. Die ersten beiden Bilder zeigen dasselbe Hengstfohlen – zum Glück konnten wir beide Seiten von ihm finden. Streifen in der Mähne haben wir bei Mosaiken bisher nicht gesehen, wissen aber nicht, wie wir den cremefarbenen Streifen des braunen Ponys sonst einordnen sollten. Er ist nicht weiß und stammt daher wahrscheinlich nicht von einem der Weißmuster. Beim cremefarbenen Schecken mit dunklem Gesicht könnten Dun (Falbfaktor) und Cream (und Tobiano) um das Gesicht ringen, denn im Schweif befindet sich ein dunkler Streifen. Mehrere der abgebildeten Tiere könnten einfach das Sooty-Gen (Rußfaktor) tragen, durch das entlang der Oberlinie dunkle Haare wachsen. Sooty scheint jedoch weichere Ränder zu haben und eher wie eine Schattierung auszusehen, während die meisten hier wie unordentliche Fehler wirken (und genau das ist ein Mosaik im Grunde). Der Fuchs mit der hellen Mähne hat außerdem Birdcatcher Spots, was interessant ist.

Mosaikpferd
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Mosaikpferd
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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen