
Der Rottaler ist eine heimische Rasse aus Niederbayern im Südosten Deutschlands und die einzige bodenständige Pferderasse Bayerns. Benannt ist er nach der Rott, die durch die Region fließt.
Herkunft
Die Rasse geht auf die Wende zum 10. Jahrhundert zurück, als es den Bayern nach wiederholten Einfällen der Hunnen schließlich gelang, diese zu vertreiben. Viele ihrer Pferde blieben zurück, und die einheimischen Bauern nahmen sie einfach in ihre schrumpfenden Bestände auf. Die bisherigen einheimischen Pferde waren massiger und stammten vom Tarpan ab, die Pferde der Hunnen dagegen waren vom turkmenischen Typ – kleiner, feuriger und wendiger.
Kreuzungen dieser beiden Typen bildeten die Grundlage der Rottaler Rasse, die über viele Jahre gezüchtet wurde. Erst im 18. Jahrhundert wurde ein offizielles Zuchtbuch angelegt; bis dahin hatte sich die Rasse zu einem ruhigeren Pferd für Transport und Militär entwickelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg brauchte man ein schwereres Pferd, und so wurde für mehr Größe und Kraft Oldenburger Blut eingekreuzt.
In den 1960er-Jahren war die Landwirtschaft mechanisiert, und gefragt waren nun Warmblüter für Sport und Turniere. Heute steht der Rottaler unter staatlichem Schutz, damit seine Blutlinien erhalten bleiben, doch er ist eine sehr seltene Rasse.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 16 Hand
Typische Fellfarben
Alle Farben außer Scheckmustern
Charakter
Ruhig und leicht zu handhaben
Verwendung
Reitpferd
Leichte Landarbeit
Wagenpferd
Militär
Video
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen