
Eine geordnete Pferdezucht begann in Sibirien eigentlich erst Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts. Zuvor hatten sich zwar lokale Rassen herausgebildet, doch die Zucht richtete sich nach den jeweiligen Bedürfnissen vor Ort. Zu den wertvollsten und bekanntesten gehörte der Kusnezker, auch Kuznetsk oder Kuznetskaya genannt.
Herkunft
Die tatsächliche Herkunft dieser Rasse ist unbekannt, und tatsächlich wurden über sie recht widersprüchliche Angaben veröffentlicht. Fest steht, dass sie nach dem historischen Kusnezker Kohlebecken benannt ist und dort seit Jahrhunderten gezüchtet wird. Da es keine geregelten Zuchtprogramme gab, sind die Aufzeichnungen lückenhaft, und es gab keine festgelegten Rassemerkmale. Sie waren nicht die schönsten Pferde, aber fleißige Arbeiter und leichtfuttrig.
Nachdem zentrale Zuchtprogramme eingerichtet worden waren, wurde die Rasse mit Orlow-Trabern, American Standardbreds und Vollblütern veredelt. Das scheint funktioniert zu haben, denn der Kusnezker wurde in alle Teile Sibiriens gebracht und sein Blut zur Verbesserung der einheimischen Bestände genutzt.
Heute gibt es zwei Typen, die sich grob danach unterscheiden, wo sie gezüchtet wurden. Die Pferde im Norden wurden zusätzlich durch Belgische Kaltblüter und Anglo-Normannen beeinflusst und sind daher schwerer. Bei den Pferden im Süden war der Einfluss des Vollbluts deutlich stärker, wodurch leichtere Tiere entstanden.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 15.3 Hand
Exterieur
Der Kopf ist groß mit geradem oder konvexem Profil
Die Kruppe ist breit
Der Brustkorb ist flach und tief
Typische Fellfarben
Einfarbige Farben
Charakter
Edel und gutmütig
Verwendung
Zugarbeit
Milcherzeugung
Reiten
Vielseitigkeit
Fahrsport
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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen