Interviews

Interview mit einer Pferdekünstlerin – Ruth Andre

· The Equinest

Name
Ruth Andre

Website & Orte, an denen Sie meine Arbeiten online finden
Website: http://www.ruthandre.com
Equine Art Guild

Wo ich lebe
Ich lebe in einem wunderschönen Tal in Nordkalifornien namens Sutter Creek. Im Winter sind die Hügel grün, im Sommer werden sie golden. Es ist ein herrlicher Ort zum Leben.

Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund und woher kommen Sie?
Ich bin in Südkalifornien auf einer kleinen Ranch aufgewachsen. Es war ein Leben auf dem Land, und ich habe viel Zeit im Sattel verbracht und die Hügel rund um unser Grundstück erkundet.

Meine Studienjahre verbrachte ich in der Stadt, und danach führte mich die Arbeit nach Los Angeles. Dort arbeitete ich einige Jahre als Künstleragentin und betrieb nebenher meine eigene Kunst.

Weil ich mir ein ländlicheres Leben wünschte, zog ich in die Gegend von San Diego und fing als Vertriebsmitarbeiterin bei Andre Floral Company an, einem Blumengroßhandel.

Meine erste Geschäftsreise führte mich zu einer Blumenmesse in Holland. Diese Reise war der Beginn vieler Abenteuer in der Welt der Blumen. Ich war glücklich, wieder in einer schönen ländlichen Umgebung zu sein.

Matriarchin der Prärie

Die Firma hatte Anbauflächen in Baja California, und wir verarbeiteten die Blumen in Encinitas, CA, und verschickten sie dann quer durchs Land und manchmal um die halbe Welt.

Fünf Jahre vergingen, und ich heiratete meinen Chef. Wir beide beschlossen, das Leben als Landwirte selbst zu erfahren, und zogen in den Südosten von Missouri. Der Mittlere Westen übertraf all unsere Erwartungen, aber er war großartig, und unsere Farm war unsere ständige Herausforderung und unser ganzer Stolz.

Die Farm hatte zwei recht große Stallbereiche und eine Reitbahn. Ich war seit Jahren nicht mehr geritten, als wir loszogen, um für mich das perfekte Freizeitpferd zu finden.

Angel, ein Spotted Saddle Horse, war das erste Pferd auf der Farm. Dann kauften wir Angels Halbschwester Mystery, dann bekam Angel ein Stutfohlen, Cayenne, und dann kauften wir eine Paint-Stute, Hopi. Wir hatten vier Pferde und 20 Acres Schwingelweide nur für sie.

Ich fing an, jede Woche mit einer Reitergruppe namens „Cardiac Riders“ auszureiten. Das waren lauter tolle Männer und Frauen, die mit Pferden aufgewachsen waren, und wir trafen uns einmal pro Woche zu Ausritten durch die Wälder von Missouri. Ich habe viel schöne Landschaft gesehen und die großartigsten Menschen kennengelernt, die man zu Pferd nur treffen kann.

Mein Mann und ich zogen 2003 mit den Pferden im Schlepptau zurück nach Kalifornien. Da ich mich jetzt nur noch um fünf Acres kümmern muss, habe ich mehr Zeit zum Malen und bemühe mich, jeden Tag zu malen.

Rosarita

Wann haben Sie mit dem Malen angefangen?
Meinen ersten Malworkshop besuchte ich 1992 bei dem Künstler Maurice Larioux in Santa Fe, NM. Im Lauf der Jahre habe ich Workshops bei bekannten Künstlern besucht und Bücher über Bücher über das Malen gelesen.

Ich habe festgestellt, dass man das Malen am besten lernt, indem man sich an die Staffelei stellt und malt. Je mehr man malt, desto mehr lernt man, und desto mehr merkt man, was man noch lernen muss.

Welches Tier malen Sie am liebsten?
Ich male sehr gern Pferde und Kühe. Das Auge eines Tieres fasziniert mich. Wenn man genau hinsieht, verrät das Auge alles.

Wer hat Sie am meisten beeinflusst?
Die Bücher von Emile Gruppé haben mich und meine Malerei stark beeinflusst. Die Künstlerin Ann Templeton hat mir die Grundlagen der Malerei beigebracht, die ich bis heute anwende. Der Künstler Michael Workman hat mir neues Vertrauen in meine eigene Arbeit gegeben.

Phantom der Prärie

Haben (oder hatten) Sie ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Meine Muse ist es, in jedem Tier, das ich male, das Wesen zu finden und auf die Leinwand zu bringen.

Ich liebe Auftragsarbeiten, bei denen der Besitzer sagt: Das ist nicht irgendein Pferd, das ist mein Pferd.

Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, sich auf Ihre Kunst einzustimmen?
Mein kleines Atelier zu betreten, beruhigt mich sehr. Es ist mein eigener Raum. Ich sage immer, der erste Schritt ist der schwerste, deshalb zeichne ich manchmal etwas oder räume im Atelier auf, bevor ich Farbe auf die Leinwand bringe.

Schon im Atelier zu sein, bringt mich in Arbeitsstimmung.

Weißes Gold

Gibt es einen bestimmten Ort, der Sie inspiriert?
Inspiration finde ich überall, wo ich hinschaue. Aus meinen Atelierfenstern sehe ich meine Pferde auf der Weide. Ringsum sind die Hügel zu sehen, und auf den benachbarten Ranches grasen die Rinder. Schon wenn ich am Rancheria Creek entlang aus dem Tal hinausfahre, bin ich voller Inspiration.

Welchen Einfluss wird das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst im Allgemeinen haben?
Das Internet ist großartig. Es gibt Künstlern die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu zeigen und gesehen zu werden. Die Werke aufstrebender Künstler bleiben nicht länger im Verborgenen.

Professionelle Künstler sind auch außerhalb der Galerien sichtbar. Kunst kann jeden Tag und zu jeder Tageszeit gesehen und geschätzt werden.

Kühles Wasser

Hat es Einfluss auf Ihre Kunst gehabt?
Meine Website ist meine persönliche Galerie, und dort konnte ich meine Arbeiten zeigen und so Verkäufe und Einladungen zu Ausstellungen erhalten.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingswerk?
Mein Lieblingsbild ist immer das, an dem ich gerade male. Ein persönlicher Favorit ist „Mystery“, ein 60×40 Zoll großes Gemälde meines Pferdes Mystery. Es zeigt Mystery, wie sie in der Sonne döst. Man spürt die Gelassenheit des Pferdes und die heiße Sommersonne.

Mystery

Würden Sie es jemals verkaufen?
Wenn jemand das Bild kaufen wollte, wäre es zu haben.

Wofür begeistern Sie sich sonst noch?
Das Leben selbst ist meine Leidenschaft. Ich habe festgestellt, dass die Einfachheit des Lebens sehr tröstlich und bereichernd ist.

Gutes Essen kochen, mit Familie und Freunden lachen, einen liebevollen und aufmerksamen Lebenspartner haben: Das macht das Leben erfüllt.

Siesta

Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Mein Notizbuch quillt über vor Ideen für meine Arbeit. Weit oben auf der Liste steht eine Serie über Ranchfrauen mit ihren Pferden. Ich muss diese Frauen finden und fotografieren und dann ihre Geschichte mit Farbe auf Leinwand erzählen.

Frauen haben eine Stärke und Sanftheit, die ich sehr gern darstellen würde.

Das Mastrind

Demnächst mehr

Vielen Dank an Ruth für das Interview und dafür, dass sie ihre Kunst mit uns geteilt hat. Schauen Sie auf ihrer Kunst-Website vorbei, um ihre neuesten Werke zu sehen.

Bleiben Sie auch dran für weitere Interviews mit Pferdekünstlern und Fotografen.

Sind Sie selbst Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie gern hier vorgestellt sehen würden? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website unten in den Kommentaren oder schreiben Sie uns, um mitzumachen.

Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen