
Das Zabaykalskaya- oder Zabaikalsky-Pferd wird in der Region Transbaikalien in Russland gezüchtet. Es gehört zu den wenigen Rassen des Landes, die weiße Scheckungsmuster zeigen können.
Herkunft
Ursprünglich stammt die Rasse aus der Steppe. Ihre Grundlage bildeten mongolische Pferde, die mit Wagenpferden gekreuzt wurden, welche die Russen bei der Erschließung Transbaikaliens einführten. Eine zentral gesteuerte Zucht gab es erst im 20. Jahrhundert, als die Pferde intensiv mit anderen Rassen gekreuzt wurden. Dadurch wurden ihre Blutlinien verwässert, und in mehreren Regionen standen sie kurz vor dem Aussterben.
Bemerkenswert ist ihr Fell, das lockig wachsen kann, und so bemüht man sich inzwischen wieder verstärkt, ihr wertvolles Erbgut zu bewahren. 2018 begann das Russische Institut für Pferdezucht eine Zusammenarbeit mit der Texas A&M University. Gemeinsam wollten beide Länder die Genetik der Populationen gelockter Pferde ergründen. Dabei stellte sich heraus, dass Zabaikalsky-Pferde nicht die bekannte Cook-Mutation tragen, die bei amerikanischen Pferden das Lockenfell verursacht.
Innerhalb der Zabaikalsky-Rasse gibt es sieben noch bestehende Linien; die vier zahlenmäßig stärksten sind Argali, Kagor, Chetky und Premiere. Die Argali-Linie ist am stärksten vertreten, gefolgt von Chetky, der Linie, die das Locken-Gen trägt. An dritter Stelle steht die Premier-Linie, die sich durch einen langen Rumpf und ein größeres Stockmaß auszeichnet. Die zahlenmäßig schwächste der vier ist Kagor: ein kleineres, kompakteres Pferd mit gutem Körperbau. Kagor-Pferde sind meist Falben (Dun), oft mit Wildzeichnung.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 13.5-14 Hand
Exterieur
Der Kopf ist groß
Der Hals ist kurz und kräftig
Der Widerrist ist niedrig und muskulös
Die Brust ist tief
Der Rücken ist gerade
Die Kruppe ist abfallend
Die Beine sind gerade, manchmal mit rückbiegigen Vorderfußwurzelgelenken
Typische Fellfarben
Alle Fellfarben
Charakter
Ruhig und intelligent
Verwendung
Reiten
Transport
Video
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen