Maneghi-Araber

RassenSaudi-Arabien

Maneghi-Araber

Stockmaß
14.6 Hand
Fellfarbe
Einfarbig

Der Maneghi-Araber gehört zu den ursprünglichen, reinen Linien des in der Wüste gezogenen Arabers; diese reinen Linien werden mitunter auch Asil genannt.

Herkunft

Zwar haben wir gesehen, dass der Maneghi oder Muniqi zu den „Fünf“ reinblütigen Araberlinien gezählt wird, doch offenbar handelt es sich bei ihm einfach um eine bedeutende Blutlinie.

Heute kann nur ein kleiner Teil der Araberpferde für sich in Anspruch nehmen, aus reiner Wüstenzucht zu stammen. Reine Linien gibt es in mehreren Ländern, doch ihre Dokumentation und beeidete Erklärungen sind nach wie vor gängige Praxis, damit die reinen Blutlinien erhalten bleiben.

Die Fünf

Im Lauf der Jahrhunderte entstanden mehrere von Beduinen gezüchtete Linien. Sie werden zwar auf die fünf Stammstuten zurückgeführt, gehen in Wahrheit aber auf die sorgfältigen und spezialisierten Zuchtmethoden der Nomadenstämme zurück, die diese Pferde hoch schätzen. Jede Linie hat ihre eigenen körperlichen Merkmale, und drei davon sind am bekanntesten.

Abayyan oder Abeya – leicht und edel, bekannt für anmutige Bewegungen und Wendigkeit.

Hamdani – ein maskuliner Typ, schwerer und mit kraftvoller Athletik.

Hadban – größer und muskulöser, kraftvoll und bekannt für Ausdauer und Robustheit.

Keheilan oder Kuhaylan – kräftig und kompakt gebaut, gilt als das klassische Kriegspferd der Wüste.

Saglawi oder Seglawi – schlank und edel, geschätzt für ihre feminine Schönheit.

Maneghi

Man sieht, dass dieser Typ insgesamt etwas langbeiniger und weniger harmonisch wirkt als die anderen. Diese Linie wird jedoch auf Schnelligkeit gezüchtet, und die Züchter haben womöglich ein perfektes Exterieur zugunsten der Athletik geopfert. Leider fehlen uns die mündlichen Überlieferungen der Beduinen, um die Blutlinien und Typen des Arabers wirklich aus der Sicht der Menschen zu verstehen, die ihn berühmt gemacht haben.

Was wir haben, sind widersprüchliche Angaben verschiedener westlicher Züchter. Manche sagen, die Maneghi-Linie sei im 17. Jahrhundert durch das Blut eines Turkmenenhengstes „verunreinigt“ worden. Andere behaupten, westliche Züchter hätten diese schnelle Linie wegen ihrer Geschwindigkeit bevorzugt. Tatsächlich soll der berühmte Darley Arabian aus Maneghi-Blutlinien stammen. Da westliche Züchter die Blutlinien über die Hengste verfolgen und die Beduinen über die Stuten, ist es kaum verwunderlich, dass über Grenzen hinweg Unklarheit darüber herrscht, was ein reinblütiges Pferd ist.

Saudische Linien

Unten sehen Sie einen kurzen Überblick über drei der verschiedenen Typen, die laut DAD-IS in Saudi-Arabien gezüchtet werden.

Körpertypen der Araberlinien

Bild von Kuhailan unter der Lizenz CC BY-SA 3.0

Merkmale

Durchschnittliches Stockmaß 14.6 Hand
Gilt als „schneller“ Typ

Exterieur

Der Kopf ist keilförmig
Kleines Maul mit großen Nüstern
Große, ausdrucksvolle Augen
Kurze, gebogene Ohren
Der Hals ist kräftig
Die Brust ist tief
Der Rumpf ist kompakt
Der Schweif ist hoch angesetzt

Typische Fellfarben

Einfarbige Fellfarben

Charakter

Temperamentvoll
Intelligent
Mutig

Verwendung

Veredelung anderer Blutlinien
Rennsport
Freizeitreiten
Schauen
Distanzreiten

Video

Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen