
Es gab mehrere Versuche, den urtümlichen (und tatsächlich wilden) Tarpan wiederzuerschaffen, allen voran das Heckpferd und das Hegardt-Pferd.
Herkunft
Der Tarpan gehörte zu den wenigen Wildpferden, die in prähistorischer Zeit lebten, und gilt als Vorfahre der meisten modernen Rassen aus den russischen Steppen. Ursprünglich war er in ganz Osteuropa und im westlichen Russland verbreitet und wurde zum Grundstock für viele Kulturen entlang des östlichen Mittelmeers.
Er wurde bis zur Ausrottung bejagt, vor allem weil die Bauern Land brauchten und die wilden Herden wertvolle Ressourcen verbrauchten; außerdem jagte man ihn als Fleischlieferanten. Der letzte Tarpan starb 1909 in einem russischen Zoo.
Die Rückzüchtung
Anfang des 20. Jahrhunderts unternahm die polnische Regierung einen Versuch, die Rasse mithilfe von Koniks und einheimischen Pferden mit ähnlichen Merkmalen wiederzuerschaffen. Durch gezielte Zucht versuchte man, die Genetik so genau wie möglich nachzubilden.
Wenig später nahmen sich auch Heinz und Lutz Heck, Zoologen und Direktoren des Münchner Tierparks, des Projekts an. Sie verwendeten Koniks, kreuzten sie jedoch mit falbfarbenen Islandpferden und Przewalski-Pferden. Koniks und Islandpferde tragen wahrscheinlich einen gewissen Anteil an Tarpan-Genetik, und Equus ferus przewalskii ist ein weiterer urtümlicher, wilder Stamm.
Es gelang ihnen, die äußeren Merkmale der Rasse einigermaßen getreu nachzubilden, eine genetische Übereinstimmung erreichten sie jedoch nie. Auch die Stehmähne von Equus ferus caballus ließ sich nicht ganz nachzüchten. Heckpferde werden manchmal Tarpan genannt, genetisch sind sie aber nicht dasselbe. Dennoch kam dieser Versuch dem Tarpan genetisch wohl von allen dreien am nächsten.
Später, Mitte des 20. Jahrhunderts, unternahm ein Züchter aus Oregon namens Harry Hegardt einen Versuch, den Tarpan wiederzuerschaffen (das Hegardt-Pferd), vermutlich mithilfe von Kiger Mustangs, die in Oregon verwildert leben und für ihre Falbfärbung bekannt sind.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 12.2 – 13.2 Hand
Die Mähne ist keine Stehmähne
Exterieur
Der Kopf ist groß
Der Widerrist ist niedrig
Die Hinterhand ist kräftig
Die Beine sind robust
Die Hufe sind kräftig
Typische Fellfarben
Immer eine Schattierung von Dun (Falbe) mit primitiven Abzeichen. Gelegentlich haben sie weiße Abzeichen, was wahrscheinlich auf Hauspferde in der Blutlinie hinweist.
Charakter
Ruhig, freundlich und neugierig
Eigenständig und stur
Intelligent und eigenwillig
Verwendung
Reitpferd
Leichter Zug
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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen