Erlenbacher

RassenSchweiz

Erlenbacher

Stockmaß
15-16 Hand
Fellfarbe
Rappe
Gefährdungsstatus
Ausgestorben

Der Erlenbacher oder Simmentaler gilt als Halbblut und ist eine leichte Reitpferderasse aus Erlenbach im Simmental in der Schweiz.

Herkunft

Die Rasse entstand im 18. Jahrhundert als solides Kavalleriepferd. Zu ihrer Grundlage gehörten Hengste mehrerer Rassen, wobei Andalusier und Englische Vollblüter den größten Einfluss hatten. Den vielleicht stärksten Einfluss hatte sogar ein 1871 geborenes Rapphengstfohlen aus einer Vollblutstute, das der Rasse ihre typische schwarze Farbe vererbte.

Gezüchtet wurden sie vor allem für die Kavallerie, und im Kanton Bern waren sie wegen ihrer schwarzen Farbe beliebt, denn so passte die berittene Kavallerie zu den Farben des Kantonswappens. Ihr schönes Exterieur und ihre einheitliche Färbung machten sie auch als Reit- und Kutschpferde beliebt.

Im 19. Jahrhundert begann der Bestand zu schrumpfen, vor allem, weil die Eisenbahn das Reisen in den steilen Bergregionen erleichterte. Um die Wende zum 20. Jahrhundert hatten die einheimischen Züchter die Pferdezucht praktisch aufgegeben und sich stattdessen der Rinderhaltung für die Käseherstellung zugewandt. DAD-IS führt diese Rasse zwar nicht, doch Anfang des 20. Jahrhunderts scheint sie „ausgestorben“ zu sein. Einige kleine private Züchter züchteten allerdings im Simmental und in den Bergen von Ormont weiterhin schöne schwarze Halbblut-Reitpferde.

Merkmale

Durchschnittliches Stockmaß 15-16 Hand

Exterieur

Der Kopf ist leicht
Die Augen sind groß
Der Widerrist ist gut ausgeprägt
Die Brust ist breit
Der Rücken ist gerade und breit
Die Hinterhand ist rund
Die Beine sind gerade und muskulös
Die Hufe sind dunkel

Typische Fellfarben

Meist Rappe

Charakter

Lebhaft und aufgeweckt

Verwendung

Kavallerie
Reiten
Kutschpferd

FORTEPAN / Ebner unter der Lizenz CC BY-SA 3.0

Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen