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Interview mit der Pferdekünstlerin – Leiann Klein

· The Equinest

Name
Leiann Klein

Website & wo Sie meine Arbeiten online finden
Websites: www.leiannklein.com & www.moderndaycowgirl.com
Blog: www.leiannklein.blogspot.com
Etsy: Leiann Klein
Printroom: Leiann Klein
Ning: Leiann Klein
Imagekind: Leiann Klein

Wo ich lebe
Zurzeit wohne ich im Frederick County in Maryland, genauer gesagt in Monrovia.

Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund und woher kommen Sie?
Ich bin gebürtige New Yorkerin. Ich bin in Brooklyn, New York, aufgewachsen, mit 17 nach Manhattan gezogen und bis zum 11. September dort geblieben. Ich habe immer auf ein Zeichen gewartet, das mir sagt, dass es Zeit ist zu gehen. Ich glaube, das war eindeutig mein Zeichen.

Wann haben Sie erkannt, dass die Kunst Ihre Berufung ist?
Meine Eltern haben mein Interesse an der Kunst immer gefördert. Ich erinnere mich, dass meine Mutter mich als Kind samstags immer zur Pratt University brachte, wo ich Kunstkurse besuchte. Ich war das einzige Kind im Kurs, aber ich weiß noch, wie sehr ich es geliebt habe. Dann kamen Tanz und Musik dazu. Aber ich bin immer wieder zum kreativen Prozess des Kunstschaffens zurückgekehrt.

Das perfekte Paar

Es ist lustig, denn ich bin auf eine Kunsthochschule gegangen, das Fashion Institute of Technology, und habe Illustration als Hauptfach studiert. In der Schule war ich sehr gut, und danach habe ich Schaufenster dekoriert und einige Illustrationsaufträge übernommen. Dann ging ich zum Aufbaustudium an die New York University, wo ich ebenfalls hervorragend abschnitt, und unterrichtete danach Kunst.

Ich glaube, richtig in Verbindung mit meiner eigenen Kreativität kam ich, als ich Kunstlehrerin in New York City war. Dort, als ich Schülern zusah, wie sie Neues ausprobierten und experimentierten, wie ihnen das Endergebnis gar nicht so wichtig war, sondern nur die Freude am Prozess, da wurde ich inspiriert.

Wandbild

Sie nutzen verschiedene Techniken und Medien. Welches gefällt Ihnen am besten?
Es ist wirklich schwer zu sagen, welches Medium mein „Lieblingsmedium“ ist. Sie sind alle so verschieden und haben ihre eigenen, einzigartigen Qualitäten und Eigenschaften. Wenn ich male, liebe ich den Prozess des Malens, wenn ich drucke, gehe ich ganz in diesem Prozess auf, und wenn ich hinter der Kamera stehe, genieße ich es, das Leben durch dieses Objektiv zu betrachten. Ich versuche, meine ganze Energie und Kreativität in das Handwerk zu stecken, das ich gerade in der Hand habe. (Kein Wortspiel beabsichtigt.)

Wer sind Ihre wichtigsten Einflüsse?
Es gibt viele Künstler, bei deren Werken ich sage: Wow. Was Farbe und Energie angeht, liebe ich die Bilder von Franz Marc.

Was Fantasie und Kreativität betrifft, liebe ich den Einfallsreichtum in den Werken von Alexander Calder. Der Zirkus ist mein Favorit. Ich finde es großartig, wie er ihn in einen Koffer packte und mitnahm, um ihn den Leuten zu zeigen. Passend zum Thema.

8 Sekunden

Haben (oder hatten) Sie ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Für Modern Day Cowgirl Artworks ist es mein Pferd Harley – zu 100 Prozent! Sie ist eine kleine Quarter-Horse-Stute in Red Dun, die dieses Jahr 7 geworden ist. Ich habe sie als Dreijährige gekauft.

Sie hat mich auf so vielen Ebenen inspiriert. Dank ihr sehe ich mich selbst als Werk in Arbeit. Sie hat mich von innen nach außen verändert. Ich bin ein besserer Mensch geworden – geduldiger, freundlicher, bereit, mich zu verändern und Risiken einzugehen.

Ich bin eine bessere Reiterin – entspannt, leicht und geschmeidig, oder zumindest bemühe ich mich sehr darum. Ich lerne auch loszulassen und zu vertrauen – ich muss nicht immer alles unter Kontrolle haben und bis ins Kleinste steuern. Es ist schon erstaunlich, was Tiere einem beibringen können.

Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, sich auf Ihre Kunst einzustimmen?
Wenn ich Kunst (Wandbilder) für Restaurants oder in Privathäusern schaffe, habe ich immer einen Abgabetermin, also weiß ich, dass ich schnell und mit voller Kraft arbeiten muss, und da ist es entscheidend, in den richtigen Modus zu kommen. Besonders bei gewerblichen Aufträgen, bei denen man manchmal um 5 Uhr morgens anfangen muss, wenn die Baustelle öffnet. So früh am Morgen ist es nicht immer leicht, den Motor anzuwerfen. Also muss ich mich auf der Fahrt zur Baustelle auf den Tag einstimmen. Ich höre Musik – welches Genre, hängt von meiner Tagesstimmung ab – und rede mir im Kopf Mut zu, mit dem, was ich an diesem Tag schaffen muss, und setze mir Ziele. So ähnlich wie ein Trainer, der seinen Spieler vor einem Spiel einschwört.

Wandbild

Was das Einstimmen auf meine persönliche Arbeit angeht – Modern Day Cowgirl –, das ist einfach. Ich habe eine 2-jährige Tochter. Daher bin ich zeitlich eingeschränkt, wann ich arbeiten kann. Ich weiß, dass ich tagsüber den 2-stündigen Mittagsschlaf habe und dann die Zeit, wenn mein Mann von der Arbeit nach Hause kommt, oder nach Baden und Zubettgehen bis in die Nacht. Dann gibt es noch die Wochenenden (wenn ich nicht reite). Wenn ich mir also Zeit stehlen kann, heißt es: „Auf die Plätze, fertig, gestalten!“

Gibt es einen bestimmten Ort, der Sie inspiriert?
Das reicht von einem schönen, ruhigen Ausritt ins Gelände über den harten Wettkampf beim Team Penning bis hin zu einem einfachen Besuch im Stall oder dem Sitzen auf meiner hinteren Veranda.

Welche Auswirkungen wird das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst im Allgemeinen haben? Hat es Auswirkungen auf Ihre gehabt?
Ich glaube, das Internet ist eine sehr positive Kraft und eines der besten Dinge, die Künstlern aller Sparten passieren konnten. Es ist ein großartiges Werkzeug, das Künstlern hilft, mit Menschen in Kontakt zu kommen, Fans ihrer Arbeiten aus aller Welt zu gewinnen, ihre Werke hinauszutragen, damit andere Freude daran haben, und sich auf so vielen verschiedenen Ebenen zu vernetzen. Künstler haben die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, um Probleme zu lösen, Meinungen einzuholen und zu äußern, Rat zu bekommen und zu geben und zu lernen – alles, ohne jemals das Atelier zu verlassen.

Ride Baby Ride

Für mich war es eine großartige und erhellende, aber auch herausfordernde und manchmal überwältigende Erfahrung. Das Internet hat mir die Möglichkeit gegeben, auf Menschen, Galerien und andere Websites zuzugehen und allen meine Arbeit vorzustellen, und das alles vom Stuhl an meinem Computertisch im Atelier aus! Man muss nichts per Post verschicken und hoffen, in ein paar Wochen eine Antwort zu bekommen; meist hört man noch am selben Tag von den Leuten!

Als ich vor etwa 2 Jahren mit all dem anfing, wusste ich nur, wie man E-Mails abruft, einen Brief tippt und im Internet surft.

Jetzt baue ich meine Website von Grund auf selbst, trete Gruppen und Diskussionen bei und lerne alles über Bloggen, Twitter, Facebook, Suchmaschinenplatzierung, Verlinkung und was es sonst noch gibt! Ich weiß, das klingt vielleicht nach viel, aber ich habe noch einen LANGEN Weg vor mir.

Ärger

Welches ist Ihr persönliches Lieblingswerk oder -wandbild?
Als Illustratorin und Wandmalerin richtet man seine Kunst immer auf andere Menschen aus und schafft sie für andere, also lernt man, sich gewissermaßen innerlich zu distanzieren. Die Kunst sollte von Anfang an nie „deine“ sein, was das Eigentum angeht.

Ich glaube, deshalb bedeutet mir mein neuester Werkkomplex so viel. Er ist so persönlich für mich und liegt mir so am Herzen, weil er aus meinem Inneren kam, für mich und natürlich von mir. Es gibt keine Art-Direction, der ich folgen muss, keinen Kunden, den ich zufriedenstellen muss, nichts als mich und mich, vom Anfang bis zum Ende. Also habe ich einfach riesigen Spaß und genieße die Energie und jede Minute davon.

Würden Sie es jemals verkaufen?
Auf jeden Fall! Das Tolle an Druckgrafik ist ja, dass die Drucke in limitierten Auflagen entstehen, sodass man immer einen für sich selbst behält.

Wofür brennen Sie sonst noch?
Ich habe eine Leidenschaft fürs Reisen und dafür, Neues zu lernen. Das geht in vielerlei Hinsicht Hand in Hand. Auf Reisen sieht man so viele wundervolle Dinge, dass man, ganz gleich, wohin man fährt, mit der Inspiration nach Hause kommt, etwas zu tun.

Die Welt ist ein magischer Ort. Man kann verschiedene Kulturen und Weltanschauungen kennenlernen oder etwas in der Natur sehen, das man noch nie gesehen hat, und darüber staunen. Neue Menschen treffen, Neues ausprobieren, neue Gerichte kosten – die Liste ist endlos.

Got Game

Arbeiten Sie an etwas Neuem?
In den letzten Jahren habe ich über 2.000 Fotos von Pferdeveranstaltungen gesammelt, und Freunde und Familie schicken mir immer weitere für meine Sammlung, sodass ich genug Material habe, das mich eine ganze Weile beschäftigen wird. Gerade habe ich 3 neue Drucke fertiggestellt: „Herd it from a Friend“, „Amazing Graze“, und der neueste ist „Got Game“.

Mit meinem neuesten Druck „Got Game“ fühle ich mich besonders verbunden. Das Foto dazu habe ich bei einer Team-Penning-Veranstaltung in Harrisburg, Pennsylvania, gemacht.

Da ich viele Produkte mit meinen Arbeiten herstelle, etwa T-Shirts, Grußkarten, Geschirrtücher und Ähnliches, werde ich wohl einen davon für meine Weihnachtskarte verwenden.

Demnächst mehr

Danke an Leiann für die Beantwortung des Interviews und dafür, dass sie ihre Arbeiten mit uns teilt. Schauen Sie regelmäßig auf ihrer Kunst-Website vorbei, um Neuigkeiten zu ihren neuesten Arbeiten zu erfahren.

Freuen Sie sich außerdem auf weitere Interviews mit Pferdekünstlern und Fotografen.

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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen