Pferde mit Bider-Zeichnung
Ein Blick auf Pferde mit Bider-Mustern aus aller Welt.
Die Bider-Zeichnung ist ein sehr seltenes Abzeichen und kommt nur beim Przewalski-Pferd oder bei mongolischen Pferden vor (und selbst bei diesen Rassen ist sie selten). Bei keiner anderen Hauspferderasse wurde sie bisher nachgewiesen. Man nimmt an, dass dieses Merkmal vom Przewalski-Pferd stammt und durch Kreuzungen an mongolische Pferde weitergegeben wurde (beide leben schon sehr, sehr lange in denselben Gebieten). Das Blut der Wildpferde soll schnellere Rennpferde hervorbringen – und die Mongolen lieben ein gutes Pferderennen.
In der Mongolei bezeichnet man mit Bider eine auffällige Zeichnung, die nicht linear ist (anders als ein Aalstrich oder Zebrastreifen an den Beinen). Anders als die meisten anderen Wildzeichnungen haben Bider ein unregelmäßiges, aber symmetrisches Muster. Es sind unregelmäßige dunkle Zeichnungen, die jedoch symmetrisch auf beiden Seiten des Halses auftreten und aus Hautpigment bestehen.
Bider-Varianten
Es gibt ungefähr drei verschiedene Bider-Varianten. Sie werden autosomal vererbt, und zwar ähnlich wie das Roan-Gen.
Klein – ähnelt der Gegenschattierung bei Duns, hat aber eine deutlichere Netz- oder Spitzenzeichnung.
Mittel – bedeckt einen größeren Teil der Schulter oder zieht sich den Hals hinauf.
Groß – bedeckt den ganzen Hals bis hinauf ins Gesicht.
Eine seltene Studie
2007 wurde im Journal of Equine Science eine Studie veröffentlicht, die die Häufigkeit der Bider-Zeichnung bei Przewalski-Pferden und mongolischen Pferden in der Mongolei untersuchte. Sie wurde zwar bei beiden Rassen gefunden, beim Przewalski-Pferd jedoch 40-mal häufiger. Bei der mongolischen Rasse ist sie also deutlich seltener.
Im Allgemeinen waren die Zeichnungen dunkler als die Grundfarbe und bei Rappen, dunklen Braunen, Schwarzbraunen und Schimmeln schwerer zu erkennen. Interessanterweise wurde dieses seltene Abzeichen beim Mongolischen Pferd in zehn Typen eingeteilt, je nach Fellfarbe und Häufigkeit des Auftretens. Eine bestimmte Grundfarbe schien nicht besonders anfällig zu sein, auch wenn man sie etwas häufiger bei Braunen fand, gefolgt von Füchsen. Außerdem trat sie bei Hengsten und Stuten ungefähr gleich häufig auf.










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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen