
Poitevin-Pferd
- Stockmaß
- 16 – 17 Hand
- Gefährdungsstatus
- Gefährdet
Das Poitevin-Pferd, auch Mulassier oder Poitou genannt, stammt aus dem Marschland im Westen Frankreichs und ist wohl die am wenigsten bekannte der französischen Kaltblutrassen.
Herkunft
Diese Rasse wird seit Jahrhunderten zur Zucht von Arbeitsmaultieren eingesetzt, denn die Poitevin-Stuten sollen die größten und kräftigsten Maultiere der Welt hervorbringen. Als Pferd wurde die Rasse jedoch wenig geschätzt, da ihr Exterieur eher dem von Gangpferderassen entspricht (sie verfügt tatsächlich über Zusatzgangarten), was manche Kaltblutliebhaber als Fehler ansahen. Man nimmt an, dass sie vom Flämischen Pferd abstammt, das im 17. Jahrhundert ins Poitou gebracht wurde, um die Sümpfe trockenzulegen.
Tatsächlich wurde die Rasse vor allem wegen ihrer starken Blutlinien für die Maultierzucht weitergeführt, und deshalb hat sie ihre ursprünglichen Merkmale bewahrt. Als der Maultierhandel zurückging, sank leider auch der Bedarf an diesem Gangkaltblut und damit sein Bestand. Glücklicherweise setzen sich seit dem späten 20. Jahrhundert Liebhaber für den Erhalt dieser Tiere ein, und ihre Zahl wird hoffentlich weiter wachsen, denn es sind recht einzigartige Pferde.
Merkmale
Durchschnittliches Stockmaß 16 – 17 Hand
Exterieur
Der Kopf ist groß mit geradem oder leicht ramsnasigem Profil
Der Hals ist voll und leicht gewölbt
Die Hinterhand ist breit und rund
Die Beine sind stämmig
Die Hufe sind riesig
Typische Fellfarben
Die meisten einfarbigen Farben, oft Dun (Falbe)
Verwendung
Fleischerzeugung
Maultierzucht
Landwirtschaft
Nützliche Links
Association Nationale des Races mulassières du Poitou – ANRMP, RMP – Races Mulassières du Poitou
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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen