Interviews
Bénédicte Gelé – Interview mit einer Pferdekünstlerin
Name
Bénédicte Gelé
Website und Orte, an denen Sie meine Arbeiten online finden
Ich habe eine Website: www.artcheval.com, einen Blog auf Französisch: www.humeurs-equines.com und Artcheval auf Facebook
Wo ich bin
Ich bin Französin und lebe für unbestimmte Zeit in Shanghai.
Erzählen Sie uns ein wenig über sich: Was ist Ihr Hintergrund, und woher kommen Sie?
Ich komme aus Courbevoie, einer Stadt ganz in der Nähe von Paris. Meine ganze Ausbildung habe ich bei Paris gemacht. Ich habe die Schule immer gehasst und alle Abschlussklassen wiederholt.
Ich liebte nur Pferde, Freunde und das Zeichnen … für meinen späteren Beruf entschied ich mich für das Zeichnen und machte einen Abschluss in visueller Kommunikation. Etwa 10 Jahre lang arbeitete ich als Grafikdesignerin. Ich mochte meine Arbeit sehr, bis ich sie 2004 verlor. Dann wagte ich den Sprung in die Selbstständigkeit als Grafikdesignerin.

Wann haben Sie angefangen, Pferde zu zeichnen und zu malen?
Wie viele Mädchen habe ich schon immer Pferde in meine Schulhefte gezeichnet. Als ich jung war, habe ich ein paar Pastellporträts für Leute gemacht, die mich darum baten, aber das war alles. Im Jahr 2000 habe ich die Pinsel wieder ernsthaft in die Hand genommen; in dieser Zeit malte ich Landschaften in Öl.
Aber 2004 fragte mich mein Freund, warum ich eigentlich keine Pferde zeichne, wo mich dieses Tier doch so fasziniert. Darüber hatte ich nie nachgedacht. Aber er hatte recht. Es lag auf der Hand.

Welche Rasse ist Ihr liebstes Motiv?
Ich habe eigentlich keine Lieblingsrasse, aber im Moment ziehen mich die Barockpferde mit ihren runden, kräftigen Formen an. Es kann mich aber genauso ein Rennpferd oder irgendein Pferd auf einer Wiese reizen, solange es einen Blick, eine Haltung hat, die mich inspiriert. Ich habe viele Pferdeblicke gemalt, und ich finde, das Auge steht über der Rasse.
Wer sind Ihre wichtigsten künstlerischen Einflüsse?
Ich habe mich in das Werk eines französischen Malers verliebt: Ben Ami Koller. Er war ein hervorragender Zeichner mit einer außergewöhnlich kraftvollen Linie. In seinen Werken gibt es ein sehr starkes Schwarz.

Haben Sie (oder hatten Sie) ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Ja, natürlich. Ich habe eine Stute, seit sie 5 Jahre alt war. Jetzt ist sie 22. Eine Zeit lang taucht sie in vielen meiner Arbeiten auf.
Und jetzt habe ich auch eine jüngere Stute, die mich sehr inspiriert, denn sie ist Spanierin mit vielen wunderbaren runden Formen!

Haben Sie geheime Rituale, die Ihnen helfen, in die richtige Stimmung für Ihre Kunst zu kommen?
Nicht wirklich, aber wenn mir der Anfang manchmal schwerfällt, nehme ich mir Zeit, meinen Arbeitsplatz vorzubereiten. Ich male auch gern mit Musik!
Gibt es einen bestimmten Ort, der Ihnen Inspiration bringt?
Nein. Ich male zu Hause, weil ich nicht möchte, dass mir Leute zusehen. Davor habe ich Angst! Draußen oder in der Wüste könnte ich wohl nicht zeichnen!

Welchen Einfluss hat das Internet Ihrer Meinung nach auf die Kunst?
Ich finde das eine sehr gute Sache, denn ohne das Internet könnten wir unsere Arbeiten nicht zeigen. Es ist ein Fenster zur Welt.
Und ich kann meine Arbeiten auch in die ganze Welt verkaufen. Ich habe sehr schöne Freundschaften mit anderen Künstlern geschlossen. Dafür liebe ich das Internet. Im Internet kann man sich auch Rat zu seiner aktuellen Arbeit holen oder anderen Rat geben und bekommt sofort Reaktionen. Das hilft, weiterzukommen.

Welches Werk ist Ihr persönlicher Favorit?
In letzter Zeit habe ich einige. Das ist sehr selten, denn ich bin nie wirklich zufrieden und mag meine Arbeiten daher eigentlich nicht besonders. Aber „Regard VI“ und „Le cri“ gefallen mir, weil sie gut wiedergeben, was ich im Kopf habe.
Würden Sie es jemals verkaufen?
Ich hänge in keiner Weise an meinen Bildern; sie stehen für das, was ich in dem Moment machen wollte, aber danach wende ich mich anderen Dingen zu, und jeder geht seinen eigenen Weg.
Im Gegenteil, ich werde mich freuen, wenn es geht; das wird ein echtes Geschenk sein.

Wofür begeistern Sie sich sonst noch?
Ich habe keine anderen Leidenschaften, aber ich kann mich leicht für andere Dinge interessieren. Zum Beispiel habe ich angefangen, Chinesisch zu lernen (oder es zumindest zu versuchen!!), das ist sehr interessant! Ich mag die Fotografie, aber mir fehlt die Zeit, mich ihr ganz zu widmen. Ich lese auch sehr gern.
Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Nicht wirklich Neues, ich gehe einfach meinen kreativen Weg weiter und wandere von Technik zu Technik; gerade habe ich wieder zum Aquarell gegriffen!

Fortsetzung folgt
Vielen Dank an Gelé, dass sie unsere Fragen beantwortet und ihre Arbeiten mit uns geteilt hat. Schauen Sie regelmäßig auf ihrer Pferdekunst-Website vorbei, um Neuigkeiten zu ihren aktuellen Werken zu erfahren.
Freuen Sie sich außerdem auf weitere Interviews mit Pferdekünstlern und Fotografen.
Sind Sie Pferdekünstler oder kennen Sie einen Pferdekünstler, den Sie hier gern vorgestellt sehen würden? Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Website unten in den Kommentaren oder schreiben Sie uns eine Nachricht, um mitzumachen.
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen