Interviews
Kent Weakley – Interview mit dem Pferdefotografen
Name
Kent Weakley
Website & wo Sie meine Arbeiten online finden
Websites: www.blueskygraphic.com & www.kentweakley.com
Blog: www.kentweakley.com/blog
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Wann haben Sie Ihr erstes Foto gemacht?
Nun, ein Foto knipsen und ein Foto machen sind zwei verschiedene Dinge. An das erste Foto, das ich geknipst habe, erinnere ich mich nicht. Wir alle haben irgendwann in unserem Leben einen Auslöser gedrückt. Aber an die ersten Fotos, die ich „gemacht“ habe, erinnere ich mich. Ich war in der Highschool, und unsere Familie war im Urlaub bei Verwandten zu Besuch. Meine Eltern waren zu „Fotografen“ eines Vereins ernannt worden, dem sie angehörten.
Ich lieh mir während der Reise die Kamera aus und fing an, mit verschiedenen Kamerawinkeln zu spielen und zu experimentieren, statt nur Bilder von Leuten zu knipsen, die dastehen und lächeln. Das war wohl das erste Mal, dass ich die Dinge wirklich anders betrachtet und wirklich gesehen habe.
Welche Kamera benutzen Sie?
Zurzeit fotografiere ich mit Nikons. Ich benutze eine D700, eine D300, eine D200 und eine für Infrarot umgebaute D300. Außerdem verwende ich digitale Spiegelreflexkameras von Fuji.

Sie arbeiten mit einer Infrarottechnik, um atemberaubende Panoramalandschaften zu schaffen. Können Sie uns etwas über Ihr Vorgehen erzählen, oder ist es streng geheim?
Nein, es ist nicht streng geheim. Die Sensoren in Digitalkameras haben einen Infrarotsperrfilter, der das IR-Licht abhält. Dieser lässt sich entfernen und durch einen IR-Filter ersetzen, der es der Kamera ermöglicht, IR-Licht zu „sehen“. Das ist die D300-IR-Kamera, die ich benutze. Und die S2 von Fuji kann IR schon ab Werk sehen.
Lebendes Laub „leuchtet“ im IR am stärksten; das ist das wichtigste Element, nach dem ich suche, wenn ich ein interessantes IR-Bild machen will.
Wenn die Bäume oder das Feld gut beleuchtet sind und interessant aussehen, versuche ich es. Auch dramatische, wolkige Himmel sehen im IR großartig aus.
Was ist der schönste Ort, an dem Sie je waren?
Puh, das ist schwierig. Unsere Familie war schon in über 40 unserer wunderbaren Nationalparks. Jeder ist auf seine Weise atemberaubend. Spontan würde ich Yellowstone sagen, aber fragen Sie mich in einer Stunde noch einmal, dann fällt mir ein anderer ein.

Wer sind Ihre wichtigsten Einflüsse?
Ich würde eher sagen, „was“ mich am meisten beeinflusst. Ich habe einen grenzenlosen Appetit aufs Reisen. Wenn ich nicht gerade reise, denke ich ans Reisen oder plane eine Reise.
Zweitens bin ich von Beruf und Ausbildung Grafikdesigner, also suche ich in Landschaften immer nach interessanten Kompositionen und Formen.
Ich bin ein bisschen wie ein Antiquitätensammler: Ich bin immer auf der Suche nach unentdeckten Szenen, die ich festhalten kann.
Sie fotografieren viele verschiedene Motive. Welches ist Ihr liebstes?
Ich fotografiere gern alles, was interessantes Licht, Komposition, Farbe und Dramatik bietet. Und danach suche ich ständig. Man könnte mich wohl als Fotojunkie bezeichnen, vielleicht klingt Fotojäger besser.
Haben (oder hatten) Sie ein Tier, das die Muse hinter Ihrer Arbeit ist?
Das Lustige ist, dass ich gar kein so großer Tiermensch bin. Ich hatte mein Leben lang Tiere, aber so sehr in die Welt der Tiere eingetaucht bin ich erst, als ich meine Frau kennenlernte. Jetzt bin ich buchstäblich von ihnen umgeben. Und vor vielen Jahren sind wir schließlich in die Pferdegegend von Florida gezogen. Deshalb dreht sich ein großer Teil meiner Arbeit um Pferde.

Wenn überhaupt, dann bin ich den vielen Tieren um mich herum viel nähergekommen. Selbst wenn ich zum Fotografieren hinausgehe, staune ich, wie viele verschiedene Persönlichkeiten eine Weide voller Pferde zeigen kann.
Ich suche immer nach diesen zärtlichen Momenten, die Pferde miteinander teilen, besonders Stuten und Fohlen. Eines meiner beliebtesten Bilder zeigt ein Fohlen, das sich sanft an der Nase seiner Mutter reibt, beide mit geschlossenen Augen.
Wo waren Sie am meisten inspiriert, hatten aber keine Kamera dabei?
Ich bin gerade von der Photoshop World zurückgekommen, wo ich Seminare bei mehreren sehr talentierten Fotografen besuchen konnte. Um an dem Tag weniger schleppen zu müssen, hatte ich meine Kamera nicht dabei. Das mache ich aus dem einen oder anderen Grund nur ein paarmal im Jahr. Und jedes Mal fühlt es sich furchtbar falsch an. Ich dachte mir, ich bin den ganzen Tag im Kongresszentrum, was soll es da schon zu fotografieren geben. Nun, nachdem ich über 6 Stunden lang großartige Bilder gesehen hatte und weil ich ohne Kamera Fotos leichter und öfter „sehe“, wurde ich fast verrückt. Ich glaube, das war das letzte Mal, dass ich die Kamera zu Hause gelassen habe.

Welche Auswirkungen wird das Internet Ihrer Meinung nach auf Kunst und Fotografie im Allgemeinen haben?
Nun, das Internet hat einen enormen Einfluss auf Kunst und Fotografie und wird ihn auch weiterhin haben. Es eröffnet jedem Künstler und jedem Kunstbetrachter die ganze Welt. Die Kehrseite ist, dass der Betrachter in seinem Leben nicht die ganze Welt sehen kann.
Künstler müssen geschickt und kreativ sein, um aus der Masse herauszustechen. Aber ein Bild online stellen zu können und dann zu wissen, dass Menschen auf der ganzen Welt es sich ansehen, ist kaum zu begreifen.
Hat es Auswirkungen auf Ihre gehabt?
Auf jeden Fall! Ich habe erst vor Kurzem mit meinem Blog eine ganz neue Richtung eingeschlagen. Ich möchte mein Wissen und meine Inspiration mit allen teilen. Ich glaube irgendwie an den Spruch „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“. Ich habe zwei wöchentliche Rubriken gestartet: Photo Tip Tuesday und Feature Photog Friday. Ich werde praktische Tipps für bessere Bilder geben und die Websites anderer Fotografen vorstellen, die mich auf die eine oder andere Weise inspirieren.
Ich lade alle ein, meinen Blog zu abonnieren, um regelmäßig auf dem Laufenden zu bleiben. Melden Sie sich einfach oben rechts auf meinem Blog an. Wer einen Tipp teilen, eine Frage stellen oder die Website eines Fotografen vorschlagen möchte, kann mir eine E-Mail an kw@kentweakley.com schreiben.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingsbild?
Lieblingsbild?? Das ist, als würde man fragen, welches Ihrer Haustiere oder Kinder Ihr Liebling ist. Ehrlich gesagt sind es wohl all die Fotos, die einfach spontan entstehen, ohne Erwartung. Wie der römische Philosoph Seneca sagte: „Glück ist, was geschieht, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft“.
Wofür brennen Sie sonst noch?
Meinen Jungs dabei zu helfen, bei den Boy Scouts den Rang des Eagle Scout zu erreichen, Reisen, Geschichte, Organisationen in unserer Gemeinde unterstützen, dunkle Schokolade. Alles, was ich tue, versuche ich mit Leidenschaft zu tun.
Arbeiten Sie an etwas Neuem?
Nun, ich habe ja erwähnt, dass ich meinen Blog aktualisiere und ausbaue. Das ist, wie Sie wissen, ein großes, zeitaufwendiges und fortlaufendes Projekt. Außerdem habe ich einige Ideen für neue Bilder, die ich machen werde.
Ein Konzept ist es, Infrarot-Schwarz-Weiß-Bilder von amerikanischen Flaggen aus dem ganzen Land zu sammeln. Sie werden quadratisch sein, wahrscheinlich 8 oder 9″ im Quadrat, und die Flagge wird farbig sein.
Das habe ich schon mit einigen meiner Infrarotbilder gemacht, und sie kommen sehr gut an. Ich möchte eine ganze Wand mit diesen quadratischen Bildern füllen, eine Art patriotischen Bilderquilt.

Demnächst mehr
Danke an Kent für die Beantwortung des Interviews und dafür, dass er seine Arbeiten mit uns teilt. Schauen Sie regelmäßig auf seiner Grafikdesign-Website & seiner Fotografie-Website vorbei, um Neuigkeiten zu seinen neuesten Arbeiten zu erfahren.
Freuen Sie sich außerdem auf weitere Interviews mit Pferdekünstlern und Fotografen.
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Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen