Overo- oder Frame-Schecken
Overo- (oder Frame-)Scheckenmuster verdanken ihren Namen der Tatsache, dass ihre Zeichnung wie ein farbiger Rahmen (englisch „frame“) wirkt, der die weißen Flecken umgibt. Die weißen Platten finden sich meist am Brustkorb und am Hals, doch die Ausprägung ist sehr unterschiedlich. Bei minimaler Ausprägung können Overo-Pferde einfarbig mit weißen Kopfabzeichen (manchmal mit blauen Augen) erscheinen; am anderen Ende reicht das Spektrum bis zu Dominant White. Am rein weißen Ende des Spektrums, in der homozygoten Form, führt es zum Overo-Lethal-White-Syndrom.
Typische Merkmale
- Das einzige Scheckenmuster, das Pferde ganz ohne weiße Beinabzeichen hervorbringen kann.
- Meist ist mindestens ein Bein vollständig farbig.
- Das meiste Weiß befindet sich am Brustkorb.
- Weiße Flecken sollten die Wirbelsäule zwischen Widerrist und Schweifansatz nicht überqueren.
- Das Weiß ist meist zackig begrenzt und waagerecht angeordnet.
- Häufig zeigt sich Weiß an einer oder beiden Halsseiten.
- Die Mähne ist meist einfarbig, es sei denn, ein weißer Fleck zieht sich über den Hals.
- In den weißen Platten können Belton-Flecken liegen.
- Meist sind weiße Kopfabzeichen vorhanden, die unregelmäßig sein können, etwa ein Apron Face, ein War Bonnet oder eine Laterne.
- Manchmal erscheinen die Kopfabzeichen nur auf einer Gesichtshälfte.
- Liegt ein weißer Fleck über einem Auge, ist dieses Auge meist blau.
Verwechslungsgefahr
Die Einteilung der Scheckenmuster ist etwas verwirrend, zumal sie zusammenwirken und so reizvolle neue Varianten hervorbringen können. Das macht die Bestimmung mit bloßem Auge schwierig, doch genetisch lassen sich die vier wichtigsten Scheckentypen klar unterscheiden. Sowohl Sabino als auch Splashed White können wie Overo aussehen oder als Overo bezeichnet werden, gehen aber auf andere Gene zurück.
Beispiele für das Muster










































Weitere Farben
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